Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Kinderuni zum Thema „Was ist eigentlich sozial? - Die Wertevermittlung interkulturell und ethisch anhand der zehn Gebote dargestellt (12.12.2019, Paderborn)

45 Kitakinder lernten den Hochschulalltag kennen.

Prof. Kilz und Prof. Jünemann leiteten den Kinderuni-Tag.

Studierende arbeiteten mit den Kindern in Kleingruppen.

Hochmotivierte Jungstudierende erleben und erfahren unsere Hochschule.

 

Auf Einladung von Prof. Dr. Jünemann kamen über 45 Kitakinder der DRK Tageseinrichtung Brilon nach Paderborn. Ziel war nicht der grüne Park der Hochschule, sondern der Hörsaal und die Seminarräume.  Die Kinder waren gekommen, um an einem Studientag teilzunehmen und erste Erfahrungen als Studierende zu sammeln. Der Besuch kündigte sich schon von Weitem an. Freudige Kinderstimmen und schnelle Schritte hallten durch das alte Gebäude. Thema des Kinderunitages war: „Was ist eigentlich sozial? - Die Wertevermittlung interkulturell und ethisch anhand der zehn Gebote dargestellt.“

Im Hörsaal wurden die Kinder und die Erzieherinnen zunächst offiziell vom Verwaltungsleiter der Abteilung Philip Pöschl und dem Prodekan des Fachbereichs Sozialwesen Prof. Dr. Gerhard Kilz begrüßt. Die Hochschule wurde kurz vorgestellt und einige Fragen beantwortet. Auch wurde, wie es sich für eine Hochschule gehört, ein Studierendenausweis an die Jungstudierenden ausgegeben.  Dann ging es aber los mit dem Arbeiten. Zum Einstieg in die Thematik erarbeitete Professorin Jünemann durch einen Impulsvortrag zum Thema „stehlen“, die Bedeutung des Wortes „sozial". Im Anschluss wurden die Kinder in Begleitung von zwei bis drei Studierenden in zehn Kleingruppen aufgeteilt, in denen sie sich mit einzelnen Geboten befassten. In kleinen Gruppen ging es dann mit den Studierenden in die Gruppenarbeit – jeweils zu einem Gebot. Diese wurde dann auf unterschiedliche Art und Weise altersentsprechend gestaltet und verständlich für die Kinder umgesetzt. Vorbereitet wurde dieser Tag durch die hochmotivierten und kompetenten  Teilnehmer_innen des eines Vertiefungsseminars von Prof. Dr. Jünemann. Ferner wirkte Frau Diplom-Sozialpädagogin Ute Detemple von CSW (Christlichen Sozialwerk) Dresden  mit.

Die Studierenden hatten, passend zum Thema, vielfältige Angebote vorbereitet und so wurde in den Räumlichkeiten der KatHO Schatzkisten gestaltet, Geschichten erzählt und viel gelacht. Hier zwei Beispiele:

Hier zwei Beispiele: Zum 7. Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ befassten sich die Kinder mit MEIN und DEIN und mit dem Schutz des Eigentums. Durchaus darf jeder Mensch etwas haben, was ihm gehört und lernt im Laufe der Zeit auch, dass teilen ein schönes Erlebnis sein kann. Hierzu gestalteten die Kinder eine kleine Schatzkiste, die sie dann mit nach Hause nehmen konnten. So lernten die Kinder, was das Gebot damals vor 3000 Jahren aber auch heute bedeutet: Dass nämlich die Ressourcen, die wir alle zum Leben brauchen sorgsam geschützt und geteilt werden müssen. Aber auch. Es gibt Dinge, die einem einzelnen Menschen gehören – und die darf man nicht wegnehmen.

Im 9. Gebot geht es darum, nicht das Hab und Gut deines Nächsten zu begehren. Mit Hab und Gut war alles gemeint, was für Menschen um sie herum zum Leben wichtig war: Haus und Hof, die Felder, die Tiere, aber auch alle, die auf dem Hof, auf den Feldern arbeiteten. Wichtig waren auch Nachbarn, mit denen man sich vertragen konnte und nicht um das Feld oder das Vieh streiten musste. Das Volk Israel musste dafür sorgen, dass Menschen in einer Gemeinschaft leben, in der man sich gegenseitig achtet und sich hilft. Umgesetzt auf die heutige Zeit ist damit die soziale Gemeinschaft gemeint. So erleben die Jungstudierenden das Miteinander in der Kita unabhängig von z.B.  Hautfarbe, Nationalität oder Alter. Sie erfahren das Prinzip der Gemeinsamkeit und des Miteinanders und machen soziale Erfahrungen, indem sie Regeln aufstellen und akzeptieren. Auch erlernen sie durch Kooperationen gemeinsam tragfähige Lösungen im Alltag zu finden.

Das Ziel des Studientages auf Basis der  10. Gebote ein verschiedene Kulturen  verbindendes normatives Werteangebot gemeinsam zu entwickeln, welches auch in der Lebenswelt praktisch umgesetzt werden kann, ist – so die Einschätzung aller Teilnehmer_innen voll erreicht worden.

Zum Abschluss gab es ein, von den Studierenden vorbereitetes, gemeinsames Mittagessen, bevor sich die Kinder wieder auf den Heimweg machten.

Die positiven Erfahrungen haben dazu geführt, dass der Fachbereich auch im kommenden Jahr (Februar 2020) einen Kinderunitag zu den 10. Geboten durchführen wird.

Kontakt:

Prof. Dr. Elisabeth Jünemann
Prof. Dr. Gerhard Kilz

 

 

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