Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Kooperation unter Dach und Fach (04.02.2018, Paderborn)

v.l.: Dr. Martin Ostermann, Dekan Kai G. Sander, Dr. Thomas Franz, Kanzler Bernward Robrecht, Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger

Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger

Kanzler Bernward Robrecht

Feierstunde in Katholischer Hochschule NRW

Ein festlicher und zugleich historischer Moment in der Abteilung Paderborn: Am vergangenen Donnerstag besiegelten der Fachbereich Theologie der KatHO NRW und die Würzburger Domschule e.V.  ihre künftige Zusammenarbeit. Ab dem Wintersemester 2018/2019 bietet der Fachbereich Theologie der KatHO NRW in Kooperation mit „Theologie im Fernkurs“ der Würzburger Domschule den Bachelor-Studiengang Religionspädagogik auch als Fernstudium an. Zielgruppe sind Frauen und Männer aus dem gesamten Bundesgebiet, die sich für einen seelsorglichen Beruf interessieren und dazu eine geeignete akademische Ausbildung benötigen.

In einem kleinen Festakt setzten der Rektor der Katholischen Hochschule NRW, Prof. Dr. Hans Hobelsberger sowie Kanzler Bernward Robrecht ihre Unterschrift unter die Kooperationsvereinbarung, die seitens der "Katholische Akademie Domschule Würzburg e.V."  durch deren Vorsitzenden Prof. Dr. Ulrich Konrad bereits vorab unterzeichnet worden war.  

Der Dekan des Fachbereichs Theologie an der KatHO NRW, Prof. Dr. Kai G. Sander, würdigte den neuen Studiengang als Frucht vieler Etappen eines langen Weges. Sander unterstrich die Verdienste von Prodekan Prof. Dr. Werner Wertgen, dem der Studiengang den entscheidenden Impuls, aber auch die gegenwärtige Struktur verdanke. Ganz herzlich begrüßte er die vier neuen wissenschaftlichen Referenten, die ab März im Fernstudium mitarbeiten: Frau Dr. Annett Giercke-Ungerman, Herrn Dr. Rob Plum, Frau Michaela Labudda M.A. und Frau Angelika Stracke. In Aussicht stellte der Dekan auch die baldige Besetzung zweier Professuren, in deren Zuständigkeit die Fachgebiete der systematischen und praktischen Theologie im Fernstudiengang liegen werden. Das Kollegium der Dozierenden erweitert sich damit von bislang acht auf vierzehn Mitglieder. Der Dekan hob hervor, dass das neue Format des Fernstudienganges viele Interessierte erreichen wird, denen es aus beruflichen, familiären und oft auch finanziellen Gründen sonst nicht möglich wäre, ein akademisches Studium zu absolvieren. Sander setzt bei der Gestaltung des Studienganges auf den Rat, die Kompetenz und die langjährige Erfahrung der Würzburger Kolleginnen und Kollegen von „Theologie im Fernkurs“. Dabei verwies er allerdings auch auf bereits vorhandene Erfahrungen der KatHO NRW mit Elementen des „blended learning“ etwa im Masterstudiengang Theologische Bildung und Bachelorstudiengang Religionspädagogik. Bleibe auch der Bachelor Religionspädagogik im Präsenzstudium eindeutig das Kerngeschäft des Fachbereichs Theologie der KatHO NRW, so Sander, so bedeute der neue Fernstudiengang in jeder Hinsicht eine wertvolle Ergänzung des bisherigen Studienangebotes. Sander sieht hierin auch ein Pilotprojekt im Gesamt des Lehrangebotes an der Katholischen Hochschule NRW.

Der Leiter von „Theologie im Fernkurs“, Dr. Thomas Franz, verwies in seinem Grußwort auf die Geschichte des Würzburger Fernkurses und skizzierte die Beweggründe derer, die derzeit am Fernkurs teilnehmen. Die Kooperationsvereinbarung umfasse Regelungen zu Lehrmaterial und Formen der Zusammenarbeit.  Der Rektor der Katholischen Hochschule NRW, Prof. Dr. Hans Hobelsberger, sprach den Kolleginnen und Kollegen aus dem Fachbereich Theologie seinen Dank für ihr großes Engagement und ihre Bemühungen um den neuen Fernstudiengang aus. Es sei nicht selbstverständlich, wenn alles, was zum Fernstudium gehöre, gewissermaßen nebenher, neben den bestehenden Lehrverpflichtungen, entwickelt und organisiert werde. Der Rektor dankte überdies dem Kanzler der Hochschule für die vielfache Unterstützung bei der Verwirklichung des neuen Studienganges. Abschließend dankte Hobelsberger ganz ausdrücklich dem „Verband der Diözesen Deutschlands“, der das Studienprojekt mit fast einer halben Million Euro finanziert und so der KatHO NRW schon rein materiell großes Vertrauen erweist. Inhaltlich sieht Prof. Dr. Hobelsberger im neuen Studiengang einen wichtigen Baustein in der bundesdeutschen Pastoral. Der Abschluss mit dem Grad eines Bachelor of Arts (B.A.) ermögliche den Studierenden mit Lebenserfahrung eine große Bandbreite von Einsatzfeldern im kirchlichen Dienst. Hobelsberger zeigte sich davon überzeugt, dass der Studiengang sich auch auf die Präsenzlehre auswirke, diese vermutlich sogar künftig neu und anders zu konzipieren sei.

In seinem kurzen Grußwort erinnerte der Kanzler der Katholischen Hochschule NRW, Bernward Robrecht, an die besondere Stellung des neuen Studienganges, der an einer Abteilung der Hochschule eingerichtet werde, die als einzige nicht refinanziert werde und somit aus eigenen Mitteln leben müsse. So dankte auch er dem „Verband der Diözesen Deutschlands“. Robrecht forderte alle Beteiligten auf, das Studienprojekt mit Engagement öffentlich publik zu halten und - wenn eben möglich – zu diesem Zweck viele Multiplikatoren zu gewinnen. Es gelte auf diese Weise, das Fernstudium langfristig abzusichern.

Der Festakt fand vor zahlreichen Gästen aus Diözesen und Wissenschaft im Rahmen des Symposions „Fit für‘s Praktikum? Herausforderung Praxis und Praxisbegleitung im Präsenz- und Fernstudium“ statt, das von der Abteilung Theologie der KatHO NRW vom 31.01.2018 bis zum 01.02.2018 ausgerichtet wurde. Im Mittelpunkt des Symposions stand die Frage nach pastoralen Lehr- und Lernprozessen im Kontext eines Studienganges, der herausgefordert ist, angemessen auf den kirchlichen Dienst in Beruf und Praxis vorzubereiten. Erste Ergebnisse der engagierten Debatte finden sich in einem Sammelband, den die Abteilung im Spätsommer 2018 veröffentlichen wird.

Paderborn, den 3. Februar 2018

 

Prof. Dr. Wilhelm Tolksdorf

 

 

 

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2018