Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Mit dem Transfernetzwerk Soziale Innovation die Kommunikation auf Augenhöhe mit der Gesellschaft ausbauen (29.01.2018, KatHO NRW)

Soziale Herausforderungen gibt es zahlreiche: eine alternde Gesellschaft zu gestalten, Menschen mit Behinderung oder Fluchtgeschichte zu integrieren und dafür zu sorgen, dass die Gemeinschaft nicht auseinanderdriftet. Um in einer Gesellschaft leben zu können, zu der alle gleichberechtigt Zugang haben, müssen wir uns diesen Herausforderungen stellen.

Dazu tragen die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) und die Evangelische Hochschule Rheinland Westfalen-Lippe (EvH RWL) bei: Anfang 2018 starten die beiden Hochschulen das „Transfernetzwerk Soziale Innovationen - s_inn“. Mit Hilfe der Agentur für Transfer und Soziale Innovation und den beteiligten Innovation-Labs werden Ideen und Kenntnisse aus der Forschung für alle sichtbarer gemacht und die gesamte Gesellschaft stärker an der Entwicklung neuer Fragestellungen beteiligt. Transfer wird in beide Richtungen optimiert.

Die Partnerhochschulen verfügen dafür über eine ausgewiesene Expertise: Sie greifen soziale, pflegerische, gesundheitswissenschaftliche und gemeindepädagogische Fragestellungen auf und liefern wissenschaftsbasierte Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen unserer Zeit. Lehre und Forschung an der EvH RWL und KatHO NRW sind praxis- und anwendungsorientiert und bedienen daher bereits umfassende Transfer-Aspekte. Durch den Verbund werden vorhandene Transferaktivitäten gebündelt, stärker sichtbar und nutzbar gemacht und darüber umfassend ausgebaut. Mit den fünf Standorten Aachen, Bochum, Köln, Münster und Paderborn decken die beiden Hochschulen alle Regionen des einwohnerstärksten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ab.

„Mit der Transferagentur wollen wir ein NRW-weites Netzwerk zum Thema ,Soziale Innovationen´ aufbauen“, erklärt Projektleiterin Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich, Prorektorin der KatHO NRW. „Transfer meint hier beide Richtungen: von der Gesellschaft in die Hochschule und von der Hochschule in die Gesellschaft. Der gleichberechtigte und gleichwertige Austausch zwischen Hochschule und Gesellschaft in Form einer gemeinsamen Entwicklung von praxis- und anwendungsrelevanten Fragestellungen für Wissenschaft und Forschung erfordert neue, innovative und auch kreative Instrumente.“

„Wir stehen heute vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen“, betont auch Prof. Dr. Dr. Sigrid Graumann, Rektorin der EvH RWL. „Das wurde nicht nur in der Flüchtlingskrise greifbar – es zeigt sich auch an Problemen wie der zunehmenden sozialen Spaltung, der Inklusion behinderter Menschen oder des demografischen Wandels.“ Das Transfernetzwerk „s_inn“ solle darauf Antworten liefern. Indem es soziale Innovationen schaffe – Innovationen, die auf christlich-humanistischen Werten beruhten –, wolle es an der Veränderung unserer Gesellschaft aktiv mitwirken. „Kurzum: Wir wollen ,Sinn´ stiften.“
Prof. Dr. Jan Friedemann, Prorektor der EvH RWL, ergänzt: „Unser gemeinsamer Erfolg im Rahmen der sogenannten kleinen Exzellenz­initiative ist eine große Bestätigung und Herausforderung auf unserem stetigen Weg heraus aus dem Elfenbeinturm in die Praxis.“

Ermöglicht wird das Vorhaben der Hochschulen durch das Programm „Innovative Hochschule“, das von Bund und Ländern gefördert wird und den Transfer von forschungsbasierten Ideen, Wissen und Technologien voranbringen soll. Der gemeinsame Antrag der KatHO NRW und der EvH RWL ist einer von vier erfolgreichen Anträgen in NRW. Ein unabhängiges Gremium hat aus bundesweit 118 Bewerbungen 29 Anträge zur Förderung ausgewählt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich,
prorektorin(at)katho-nrw.de, Tel. 0221 7757-602

Redaktion: Julia Uehren, presse(at)katho-nrw.de, Tel. 0221 7757-508

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