Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

International Week in Paderborn (12.06.2017, Paderborn)

Die Teilnehmenden der International Week vor dem Sitz der Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen.

Die indische Gastdozentin, Prof. Prahba Tirmare, während der Einheit über das indische Integrationssystem.

KatHO Paderborn veranstaltet Internationales zum Austausch über aktuelle Themen der Sozialen Arbeit.

Auf Einladung der Internationalisierungsbeauftragten  des Fachbereichs Sozialwesen der Paderborner KatHO, Prof. Dr. Monika Többe-Schukalla und Dipl. Soz. Arb. / Dipl. Soz. Päd. Karl-Heinz Martinß, kamen zu Beginn des Sommersemesters WissenschaftlerInnen und Studierende aus Europa und Asien an die Paderborner Abteilung. Seit 2004 wird einmal jährlich ein solches Treffen mit VertreterInnen von Partnerhochschulen zu wechselnden Themen veranstaltet und immer mehr Nationen haben sich seither der Kooperation angeschlossen. „Dabei ist es uns wichtig, dass es sich nicht nur um einen Austausch von DozentInnen handelt, sondern ebenso StudentInnen teilnehmen, die im Rahmen der International Week auch schon in der Vergangenheit wertvolle und nachhaltige Kontakte knüpfen konnten“, betont Professorin Dr. Többe-Schukalla.
In diesem Jahr durfte Paderborn insgesamt acht GastdozentInnen aus Schweden, Polen, Großbritannien und der Slowakei begrüßen. Besonders freuten sich die InitiatorInnen in diesem Jahr über die neue Kooperation mit Indien durch den Besuch der Gastdozentin Prof. Prahba Tirmare.
Aus fast allen teilnehmenden Ländern kamen zudem StudentInnen, um an der International Week teilzunehmen. Auch die GaststudentInnen, die derzeit im Rahmen des International Study Course Seminare in Paderborn besuchen, nahmen an der Veranstaltung teil. Zudem besuchten StudentInnen den Seminarblock, der sich inhaltlich an das englischsprachige Seminar ‚Human Rights and ethnic minorities – a field for politics and Social Work‘ (M14), das Frau Prof. Dr. Többe-Schukalla im aktuellen Sommersemester anbietet, angliedert.

Das Thema des diesjährigen Treffens lautete ‚Ethnic minorities – cultural diversity – a challenge for integration and inclusion?‘. In vier Themenblöcken, die sich über die ersten drei Tage verteilten, berichteten die DozentInnen mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung über die Situation ethnischer Minderheiten und deren Integration in ihren jeweiligen Herkunftsstaaten. Besonders interessant für die teilnehmenden europäischen StudentInnen war die Einheit Prof. Prahba Tirmares über Indische Minderheiten und das dortige gesellschaftliche Integrationssystem, das laut Tirmare inoffiziell noch immer vom Kastensystem geprägt ist. Dem gegenüber erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Integration des indigenen Volkes der Samen in Skandinavien bedeutend partizipativer, wie die schwedischen DozentInnen, Prof. Stefan Sjöberg und Sanaya Singh, herausstellten.

Zum inhaltlichen Abschluss gab es eine Einheit der polnischen GastdozentInnen Prof. Piotr Kostylo, Dr. Elzbieta Okonska und Dr. Monika Lewicka, zu Methoden der Didaktik und der Sozialen Arbeit im Umgang mit Minderheiten und zur Unterstützung der Integration.
Zum Abschluss der Woche besuchte die Gruppe die Gesellschaft für bedrohte Völker in Göttingen, wo die StudentInnen die Arbeit einer Menschenrechtsorganisation kennenlernen konnten. Hier hatte die Auseinandersetzung mit der Integration der Roma einen bedeutenden Stellenwert, die von dem slowakischen Partner, Dr. Michal Kozubik, und den britischen Gastdozentinnen, Liz Ellis und Stephanie Langley, zuvor im Seminar inhaltlich vertieft worden ist.

Für die International Week im kommenden Jahr ist das Thema ‚Human rights and child protection‘ geplant, das insbesondere für Indien einen hohen Stellenwert hat. Zudem sollen vermehrt E-learning-Einheiten integriert werden. Die teilnehmenden Partnerhochschulen arbeiten derzeit an einem gemeinsamen Forschungsprojekt über Familienarmut im internationalen Vergleich. Das Ziel ist die Entwicklung internationaler Strategien zur Armutsbekämpfung. Derzeit läuft der Prozess der Auswertung bereits durchgeführter Interviews. Eine Publikation der Ergebnisse ist für das kommende Jahr in einer Schriftenreihe der polnischen Partnerhochschule geplant.

Nähere Informationen:
Prof. Dr. Monika Többe-Schukalla
Karl-Heinz Martinß, Dipl. Sozialarbeiter / Dipl. Sozialpädagoge 

Redaktion:
Lisa-Marie Voß
Dekanatsreferentin Fachbereich Sozialwesen
Tel. +49 (0) 5251-1225-87
lm.voss(at)katho-nrw.de


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