Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Fachkolloquium anlässlich der Eröffnung des Instituts für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung (IbiP) (03.12.2015, Paderborn)

Dekan Prof. Dr. Hans Hobelsberger

Rektor Prof. Dr. Peter Berker

Prof'in Dr. Christiane Koch

v.l.: Gemeindereferentin Anna Mühlberger, Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Eva Tadday (Mitarbeiterin im IbiP), Prof'in Dr. Christiane Koch, Msgr. Dr. Michael Bredeck (Leiter des Projekts Bistumsentwicklung im Erzbistum Paderborn), Dekanatsreferent Wolfgang Koch, Dechant Benedikt Fischer, Gemeindereferentin Annkathrin Tadday

Um ein Institut zu gründen, braucht es eine Idee und es braucht Menschen, die sich auf den Weg machen, diese Idee wachsen lassen und immer weiter entwickeln. Einen bedeutenden Schritt auf diesem Weg ist der Fachbereich Theologie am Mittwoch, den 18.11.15 gegangen. Im Rahmen eines Fachkolloquiums wurde an diesem Tag das Institut für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung (IbiP) unter der Leitung von Prof. Dr. Hobelsberger und Prof’in Dr. Christiane Koch offiziell eröffnet.

Viele Interessierte hatten den Weg in die Hochschule gefunden, um die wissenschaftliche Ausrichtung des Instituts kennenzulernen und sich von unterschiedlichen Vorträgen und Gesprächen anregen zu lassen.

In seinem Grußwort zur Eröffnung des Instituts betonte der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Peter Berker, dass in den letzten Jahren Forschung ein zunehmend wichtiges Arbeitsfeld in den Hochschulen geworden sei. Deshalb freute er sich, dass nun der Fachbereich Theologie mit dem IbiP einen profilierten Forschungsansatz präsentiere, der dem Auftrag einer Hochschule für „angewandte Wissenschaften“ entspräche.

Den Graben zwischen Theorie und Praxis zu überwinden, sei eine entscheidende Herausforderung für das neue Institut. So betonte Domvikar Msgr. Dr. Michael Bredeck in seinem Vortrag, dass gerade in Zeiten des Umbruchs eine enge Verzahnung zwischen wissenschaftlicher Theologie und pastoraler Praxis notwendig sei. Prof. Dr. Hans Hobelsberger zeigte dazu konkrete Forschungsansätze auf und verdeutlichte deren Bedeutung für die pastorale Praxis.

Ein Proprium des Instituts für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung ist die Verschränkung und das Zusammenspiel von Exegese und Pastoraltheologie. Den dabei verfolgten Forschungsansatz skizzierte Prof’in Dr. Christiane Koch in ihrem Vortrag. Sie machte deutlich, dass die Rezeption biblischer Texte eine hermeneutische Grundlage brauche, damit Bibeltexte nicht zum Steinbruch pastoraler Konzeptentwicklung würden. 

Getreu dem Titel des Fachkolloquiums: „Erhebe deine Augen und schaue an dem Ort, an dem du bist (Gen 13,14) stellten sich vier weitere Referentinnen und Referenten, Dechant und Pfarrer Benedikt Fischer, die Gemeindereferentinnen Annkathrin Tadday und Anna Mühlberger und Dekanatsreferent Wolfgang Koch, der Aufgabe, an den unterschiedlichen Orten und Gemeinden aufzuschauen und einen Einblick in die Arbeit mit den Menschen vor Ort zu geben: Was tut sich vor Ort? Was wird als hilfreich erlebt, was als kontraproduktiv erfahren? Welche Versuche, Erfahrungen und Beobachtungen wurden bisher gemacht?

In ihren durchweg positiven Rückmeldungen auf die Eröffnung des Instituts machten die Teilnehmenden deutlich, dass das Spannende und Innovative in der Verbindung von Exegese und Pastoraltheologie liege. Hier gäbe es einen großen Bedarf an Forschung und Praxisberatung und –begleitung.

Mit einem Glas Sekt, einem kleinen Imbiss und zahlreichen Gesprächen wurde das Fachkolloquium zur Eröffnung des Institutes für pastorale Praxisforschung und bibelorientierte Praxisbegleitung (IbiP) abgerundet.

 

Redaktion:
Eva Tadday

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Hans Hobelsberger
Katholische Hochschule NRW, Abteilung Paderborn
Tel.: +49(0) 5251-1225 -20

www.ibip-institut.de

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