Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Kopenhagen: Anna Schulte-Austum, SoSe 2014

Schon zu Beginn meines Studiums war mir klar, dass ich ein Auslandssemester machen möchte. Bei einer Infoveranstaltung an der KatHO Münster wurde dann die University College Copenhagen (UCC) mit dem Programm "Pedagogical work with children and young people in a European perspective" vorgestellt, welches mich direkt begeisterte. Somit entschied ich mich, im Sommersemester 2014 ein Semester nach Kopenhagen zu gehen und beim o.g. Programm teilzunehmen.

Das besondere an diesem Programm ist, dass der gesamte Unterricht im Klassenverband, bestehend mit ca. 25 Studierenden aus verschiedenen Ländern Europas, stattfindet. Auch die Organisation seitens der UCC funktionierte sehr gut. So wurde jedem Studierenden ein Zimmer zur Miete angeboten, was bei dem Wohnungsmangel in Kopenhagen sehr hilfreich war. Zusammen mit meiner Italienischen Kommilitonin wohnte ich dann in einer WG, welche zwar etwas außerhalb von Kopenhagen lag, jedoch konnte man Dank der gut ausgebauten Fahrradwege und dem flächendeckendem S-Bahnnetz alles gut erreichen.

Dadurch, dass fast alle Studierenden des Programms "neu" in Kopenhagen waren, konnte ich schnell Kontakt aufnehmen, was besonders durch die Einführungstage und ein 3-tägiges Camp der Uni unterstützt wurde, indem das Kennenlernen und die Einführung in den Kurs im Vordergrund standen.

Die einzelnen Module des Studiums waren zwar vorgeschrieben, aber dennoch immer sehr interessant und bunt gemischt. Von Präsentationen von Dozierenden aus verschiedenen Ländern über Theater- und Handpuppen erstellen bis zu Seminaren über Dänische Pädagogik und interkulturelles Verständnis war alles dabei. Auch gab es ein 1,5 wöchiges Praktikum, wo ich mit einer Kommilitonin zusammen in eine Dänische Offenen Ganztagsschule (OGS) vermittelt wurde. Die Module fanden immer in Blöcken statt und wurden meistens mit einer Prüfung in Form von Referaten oder Hausarbeiten abgeschlossen, wobei das Arbeitspensum immer realisierbar war. Zudem gab es kaum Frontalunterricht und es fand in einer lockeren Atmosphäre viel Austausch und Diskussion über die verschiedenen Kulturen statt.

Auch als Stadt ist Kopenhagen sehr lebenswert. Es gibt zahlreiche gemütliche Bars und Cafés und viele Möglichkeiten tagsüber aktiv zu sein. In den sommerlichen Monaten kann man vor den Geräuschen der Großstadt in einen der zahlreichen Parks flüchten. Außerdem sind die meisten Däninnen und Dänen sehr nett und hilfsbereit, sodass man sich schnell in der Stadt wohlfühlt.

Abschließend kann ich sagen, dass das Auslandssemester sowohl akademisch als auch sozial eine große Bereicherung für mich war. Ich habe viele unterschiedliche Perspektiven kennengelernt und mit internationalen Studierenden Freudschaften geschlossen. Ich kann alle, die über ein Auslandsemester nachdenken nur ermuntern und den Kurs in Kopenhagen sehr empfehlen.

Text und Bild: Anna Schulte-Austum 

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