Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Alumni-Tag 2020 – Begegnungen mit Abstand (09.10.2020, Münster)

Dem Corona-Virus zum Trotz gab es auch 2020 wieder einen Alumni-Tag an der KatHO in Münster. Dieses Jahr lud der Alumni-Arbeitskreis mit dem Motto #wirbleiben-connected, digital zum dritten Alumni-Tag ein.

Bereits bei den Planungen des dritten Alumni-Tags im Frühling war es allen klar – dieses Jahr muss der Tag anders gestaltet werden! Entweder mit viel Abstand zwischen den Alumni, einer begrenzten Teilnehmer_innenzahl, ohne Small-Talk und Begegnungen bei einer Tasse Kaffee und auch ohne Raum- und Gruppenwechsel. Doch was wäre ein Alumni-Tag ohne diese Möglichkeiten des Wiedersehens und einem Rundgang durch die altbekannte Hochschule?
So wurden vom Arbeitskreis Lösungen gefunden, einen ‚pandemiegerechten‘ Tag zu gestalten und den Geist der Alumni-Tage digital zu erhalten. Am 26. September 2020 kamen um 10 Uhr die Teilnehmer_innen nicht nach und nach in den Hörsaal an der Piusallee, sondern trafen sich stattdessen in einer Videokonferenz. Mit dieser Videokonferenz sollte den Alumni ein Tag an der KatHO ermöglicht werden – inklusive Vorlesung, Seminar und Pausengesprächen.

Nachdem ca. 35 Alumni im digitalen Raum eintrafen konnte der Tag starten. Begrüßt und in das Programm eingeführt wurden die Alumni von Nina Weinberger und Bruder Micheal, die selbst in diesem Jahr ihr 10-jähriges KatHO-Jubiläum feiern. Der Einstieg war programmatisch: „Soziale Arbeit ist systemrelevant“, sagt der DBSH in seiner Stellungnahme vom 27. Mai 2020, eine Position, die während der Coronapandemie besonders deutlich wurde und auch die Heilpädagaogik einschließt. Die Moderator_innen tauschten sich über ihren aktuellen und zugleich sehr unterschiedlichen Alltag aus und stellten dabei fest – „dass das Bedürfnis doch da ist irgendwie nach Austausch, das man mal wieder in Kontakt kommen kann“, so Bruder Michael, um sich über die momentanen Umstände und die verschiedenen, coronabedingten Unsicherheiten auszutauschen.

Nach der Begrüßung kam die ‚Vorlesung‘ – Prof.´in Ursula Tölle hielt einen Impulsvortrag unter dem Titel „connected – Facetten zur bleibenden Herausforderung dialogischen Arbeitens im Sozial- und Gesundheitswesen“ und griff dabei die Themen auf ‚Soziale Arbeit ist Systemrelevant‘, ‚Gruppen und Leitung in Bewegung‘, ‚Corona führt zu Nicht-Wissen und Ohnmacht‘ und ‚Dialog als demokratisches Arbeitsprinzip‘.

Die Idee war, den Alumni einen Tag an der KatHO zu schenken, wie damals zu Studienzeiten. Mit dem Ziel, dass sich alle ein wenig wie früher vor einer Vorlesung fühlen, „als Sie Studierende waren und gleich ganz viel hören, ganz viel wieder vergessen, einiges nicht verstehen und am Ende denken ‚oh je – so viel Stoff, ich weiß gar nicht, was jetzt alles in meinem Kopf ist‘“, resümiert Frau Prof.´in Tölle das Gefühl des Studierens. Und sie stellt beruhigend in Aussicht: „Wichtiges kommt wieder.“

Zur Pause genossen die Teilnehmer_innen einen Gang durch die KatHO, virtuell.  Der Video-Rundgang zeigte die aktuell viel zu leere KatHO, doch nostalgisch wurde man da trotzdem. In einer Kaffeepause gab es Gelegenheit zu lockeren Gesprächen, nicht – wie sonst – an Stehtischen, sondern in sog.  Breakout-Sessions, für die alle Teilnehmer_innen mit einem Zufallsgenerator in kleinen Gruppen verschiedenen virtuellen Räumen zugeordnet wurden. Dort fanden Sie sich dank des technischen Moderators Claudio Kerst wieder, um sich wiederzusehen oder neu kennenzulernen, sich über dies und das oder über den Impulsvortrags auszutauschen.
Bevor die ‚Seminare‘ starteten gab es noch ein Blick zurück auf die vergangenen Alumni-Veranstaltungen. In einer Diashow konnten sich alle zurücklehnen und sich zurückerinnern, wiedererkennen und schauen, wie die anderen Tage so verliefen.

Anschließend gab es dann die ‚Seminare‘ – entsprechend der Themen aus dem Impuls-Vortrag konnten die Alumni einen Kurs wählen oder traten der offenen Austauschgruppe bei. Auch hier stand ‚connecten‘ und ein freier Austausch über die Gedanken, Erlebnisse und Ideen zu den einzelnen Themen im Vordergrund. Dabei wurden berufliche Kontakte geknüpft und festgestellt, aus welchen Ecken der Welt hier eigentlich Alumni zusammenkommen. So kamen Alumni nicht nur aus dem Münsterland, Frankfurt am Main oder dem Ruhrgebiet zusammen, sondern auch aus Paraguay und Dublin wurde teilgenommen. In den einzelnen Gruppen wurde lebhaft über die Themen diskutiert, sich aufmerksam zugehört und festgestellt, wie schnell ein 45-minütiger Austausch dann auch wieder vorbei sein kann und gleichzeitig Vorfreude schafft auf kommende Alumni-Veranstaltungen.

Zum Abschluss des diesjährigen Alumni-Tages gab es die Möglichkeit von Rückmeldungen zur Alumni-Arbeit allgemein – es entstand eine beeindruckende Wordcloud (siehe Bild), die programmatisch den Kern von Alumni-Arbeit beschreibt. Die Moderator_innen verabschiedeten die Alumni – bis zur Alumni-Veranstaltung, der Stullenstunde oder dem vierten Alumni-Tag 2021. Wer wollte, konnte noch ein wenig in der Konferenz bleiben, es gab erste positive Feedbacks, einen entspannten Ausklang zwischen Alumni und Arbeitskreismitgliedern und um ca. 13 Uhr war der dritte Alumni-Tag vorbei und allen war klar – trotz der Pandemie, der Technik und der Umstände – das Wich-tigste blieb erhalten: ein Tag, ein paar Stunden  an der alten Wirkungsstätte und eine Austauschmöglichkeit untereinander stifteten Verbindungen und etwas Gemeinsames.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2020