Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Ergebnispräsentationen der Lehrforschungsprojekte in den konsekutiven Masterstudiengängen (20.01.2020, Münster)

Niklas Wulfert, Clara Marie Levin und Maren Heuing (v.l.n.r.) stellen ihr Lehrforschungsprojekt vor.

Spannende Vorträge zu zahlreichen Themen und rege Diskussionen

Am 14. und 15. Januar stellten die Studierenden der konsekutiven Masterstudiengänge der Heilpädagogik und der Sozialen Arbeit die Ergebnisse ihrer Lehrforschungsprojekte vor. Hierzu waren alle Studierenden der KatHO Münster, Dozierende und Praxisvertreter_innen eingeladen.

Gut ein Jahr lang haben Studierende in Zweiergruppen sehr unterschiedliche und aktuelle Themen der Heilpädagogik und Sozialen Arbeit erforscht, welche alle einen Netzwerkbezug aufweisen. Die Themen und Fragestellungen wurden dabei direkt aus der Praxis akquiriert.

Eine Gruppe setzte sich in Münster mit einem hochaktuellen Thema auseinander, welches auch weit über die Stadt hinaus Relevanz besitzt: die „Systemsprengerproblematik“ in der Wohnungslosenhilfe. Sie diskutierten sehr kritisch den Begriff „Systemsprenger“ und gaben Empfehlungen für die Praxis zum Umgang mit der Problematik, die nicht individualisiert werden darf und deutlich auf Systemprobleme hinweist. Auch innerhalb eines weiteren Projektes wurde eine aktuelle Entwicklung in Münster aufgegriffen. So erforschte eine Studentin Quartierentwicklungsbedarfe aus der Perspektive der Bürger_innen eines Quartiers, wobei neue Einkaufsmöglichkeiten, Orte zur Begegnung, der Wunsch nach Veranstaltungen sowie nach politischer Mitgestaltung benannt wurden.

Besonders interessant gestaltete sich ein Projekt zum Assistenzhandeln aus Kinderperspektive, wobei der Frage nachgegangen wurde, wie Kinder in einer Kindertagesstätte persönliche Assistenz wahrnehmen und welche Teilhabechancen und/oder -barrieren sich hieraus für Kinder mit persönlicher Assistenz ableiten lassen. Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit Bedarfen von Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern und Jugendlichen im Kontext der sozialen Infrastruktur ambulanter Angebote in der Region Münster und arbeitete hier insbesondere die Relevanz von Netzwerkarbeit heraus.
In den zwei Tagen hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, neue Einblicke in unterschiedliche Felder und Themen zu erhalten und nutzten die Zeit darüber zu diskutieren.

Die unterschiedlichen Projekte führten dazu, dass die Studierenden erste Forschungserfahrungen sammeln und praxisnahe Einblicke in aktuelle Themen und Diskurse erhalten konnten. Sie stellen den Praxisvertreter_innen nun ihre Ergebnisse zur Verfügung, wobei sie ihnen entweder konkrete Handlungsempfehlungen benennen können, Instrumente für ihre praktische Arbeit entwickelt oder ihnen eine externe Evaluation ermöglicht haben. Die Praxisvertreter_innen haben somit Denkanstöße für ihre tägliche Arbeit erhalten und können die neuen Erkenntnisse in ihren Berufsalltag einfließen lassen.

Text: Ines Hiegemann

 

 

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