Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Mit Stullen in der Hand über die „guten alten Zeiten“ sprechen (01.02.2019, Münster)

Prof. Dr. Ursula Tölle und Prof. Dr. Jörg Rövekamp-Wattendorf aus dem Alumni-Arbeitskreis begrüßten die Ehemaligen zur Stullenstunde

Herr Schepers gab einen kurzen fachlichen Vortrag zu seinen Themen Arbeitsgegenstand, Grundwerte und Handlungsziele der Sozialen Arbeit

Zeitreise: gebannt verfolgten die Alumni ihren ehemaligen Lehrer – es war fast wie damals in den Seminaren

Noch lange nach der Stullenstunde verweilten einige Alumni zum fachlichen und persönlichen Austausch in der KatHO

Am letzten Freitag, den 25.01.19, fand die Alumni-Veranstaltung Stullenstunde statt. Über 40 ehemalige Studierende sind der Einladung gefolgt, um gemeinsam bei Stullen und Kaffee mit Aloys Schepers ins Gespräch zu kommen. Herr Schepers war von 1971 bis 2000 Fachlehrer an der KFH (jetzt KatHO) Münster und hat insbesondere im Bereich der Methoden Sozialer Arbeit sowie der professionellen Beziehungsgestaltung und Gesprächsführung gelehrt.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Jörg Rövekamp-Wattendorf, der in den 1990er Jahren als Studierender die Seminare von Herrn Schepers besuchte und nun schon seit gut drei Jahren an der KatHO lehrt. Die Absolvent_innen wurden gebeten, sich nach den verschiedenen Abschlussjahrgängen aufzustellen, die Spanne reichte dabei tatsächlich von 1976 bis 2018!  Eingeleitet wurde das „Seminar“ mit wohlbekannten Zitaten des ehemaligen Lehrers, die einigen Beteiligten noch in Erinnerung waren, etwa: „Mut zur Nähe, Kraft zur Distanz“, „der Klient ist bereit, Klient zu werden, wenn es sich für ihn lohnt“ oder „wer sich nicht selbst definiert, wird fremd definiert“

Aloys Schepers lud dann zu einem kritisch-reflektierten Austausch über die Frage ein, welche Bedeutung das Studium für die berufliche, aber auch persönliche Entwicklung der Absolvent_innen hatte. Viele Alumni beschrieben, dass sie eine „Basis“, eine „gute Vorbereitung“ oder auch ein „super Fundament“ an der Hochschule erhielten. Ein Alumnus betonte, der Hauptgrund, warum er gekommen sei, sei „danke“ zu sagen für die Grundlagen, die ihm hier an der Hochschule für sein ganzes Berufsleben gelegt wurden. Weiter wurde hervorgehoben, dass besonders die Vermittlung von Haltung und Werten, die berufliche wie private Entwicklung prägte. Hilfreich wurden ebenso der große Praxisbezug und die damit verbundene Supervision erlebt. Andere Alumni betonten auch, dass sogar für sie ein fachlicher Vorsprung gegenüber Absolvent_innen anderer Hochschulen während des Berufseinstiegs erkennbar war. Jedoch gab es nicht nur positive Stimmen, auch Kritik an den Seminarstrukturen oder Lehrenden wurde geübt. Ganz besonders wurde das damalige politische Engagement unter den Studierenden herausgestellt. 

Mittels eines kurzen Vortrages zu den Themen Arbeitsgegenstand, Grundwerte und Handlungsziele Sozialer Arbeit nahm Schepers die Teilnehmer_innen auf eine kleine Zeitreise mit und lud die erschienenen Sozialarbeiter_innen ein, ihr fachliches Selbstverständnis miteinander zu reflektieren. Im Anschluss daran wurden die sich verändernden professionellen Anforderungen an die Ab-solvent_innen der katholischen Hochschule kontrovers diskutiert. So ginge es etwa gegenwärtig darum, bereits direkt nach dem Studium eine besondere fachliche Verantwortung zu übernehmen, die durch den Wegfall des ehemaligen Anerkennungsjahres „keine Schonzeit“ zuließ. 

Abschließend benannte Schepers noch seine persönlichen Wünsche für die KatHO, die er zum 100-jährigen Bestehen der Institution, durch die Gespräche mit vielen Absolvent*innen, formuliert habe (Link zum Dokument). Auch die Alumni hatten die Möglichkeit, ihre Wünsche für die KatHO zu formulieren. So plädierte ein Alumnus dafür, die Nähe zur Praxis unbedingt beizubehalten und ein weiterer Ehemaliger betonte, dass sich die KatHO, wie bisher, in der Lehre „breit aufstellen“ solle. Die Veranstaltung mündete in einem informellen Austausch, welchen die Gäste nutzten, um – mit Stullen in der Hand –  in alten Erinnerungen zu schwelgen. 

SAVE THE DATE: Der nächste Alumni-Tag findet am 28.09.19 statt. Um weitere Informationen über die Alumni-Arbeit zu erhalten, schicken Sie uns eine E-Mail und wir nehmen Sie in den Alumni-Verteiler auf: 
alumni.muenster@katho-nrw.de 

Text: Tina Rogozinski

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2019