Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Studieneingangsprojekt StEP für Erstsemester der KatHO Münster am 17.10.2017 (24.10.2017, Münster)

Schritt für Schritt in ein Studium an der KatHO - die Erstsemester der Bachelorstudiengänge an der KatHO Münster starteten auch in diesem Jahr wieder ungewöhnlich – nämlich mit dem Studieneingangsprojekt, kurz StEP, genannt.
Die ersten sieben bzw. 14 Wochen ihres Studiums beschäftigen sich die Studierenden mit einem selbst gewählten Forschungsvorhaben. „Die besondere Lernform des StEP verfolgt das Ziel, die Studierenden zu forschendem Lernen anzuregen und neugierig zu machen auf ein Handlungsfeld, das sie sich selbst durch eine eigene Fragestellung erschließen“ so die StEP-Modulbeauftragte im Studiengang Soziale Arbeit, Prof. Dr. Christiane Rohleder. StEP steht damit nicht nur für Studieneingangsprojekt, sondern gleichzeitig für die Schlagwörter: selbständig, teamfähig, experimentierfreudig und problemzentriert.
Für die Studierenden der Sozialen Arbeit lautet das Oberthema in diesem Jahr „Soziale Arbeit und Armut“. Welchen Umfang und Bedeutung Armut und soziale Ungleichheiten auch in einem reichen Land wie Deutschland haben, wurde am 16.10. einleitend von Helmut Flötotto, Referatsleiter Soziale Arbeit der Caritas Münster in einem Impulsvortrag erläutert. Im Anschluss hatten die Studierenden die Auswahl zwischen 11 verschiedenen Themenschwerpunkten im Zusammenhang mit Armut, wie z.B. Familie, Gesundheit, Wohnungslosigkeit, Alter oder Kinder und Jugendliche. Aber auch Armut und Geschlecht sowie Erwerbsarbeit im Sozial- und Gesundheitswesen als Armutsrisiko standen zur Auswahl. In kleinen Gruppen von 3-5 Teilnehmenden wagen sich die Erstsemester in den nächsten vierzehn Wochen mit selbst entwickelten Fragestellungen in ausgewählte Handlungsfelder der Sozialen Arbeit und interviewen Mitarbeiter_innen sozialer Dienste, sprechen mit Klient_innen oder beobachten Praxissituationen.
Für Studierende der Heilpädagogik startete StEP nach einer Einführung in die Grundidee dieses besonderen Studieneinstiegs am 17.10. mit dem „StEP-Markttag“. Unter der Koordination der Modulbeauftragten Prof. Dr. Barbara Ortland stellten über 25 Institutionen aus unterschiedlichen Feldern und Tätigkeitsbereichen der Heilpädagogik ihre Projektideen vor, bei deren Umsetzung sie sich von den Studierenden kreatives Potential und Tatkraft wünschten. Nicht nur Mitarbeitende der Praxiseinrichtungen sondern auch die Menschen mit Behinderung selbst warben für ihre Projektideen. So konnte exemplarisch gewählt werden zwischen der Erstellung eines Trauerkoffers für eine Einrichtung, Lernmaterialienentwicklung für Bildungsangebote für Beschäftigte einer Werkstatt, einer Befragung von Eltern zur Zufriedenheit eines Angebotes oder der einrichtungsspezifischen Entwicklung von Materialien im Bereich der Unterstützten Kommunikation.
In beiden Studiengängen unterstützen Seminare die Studierenden im Prozess der Planung und Durchführung ihrer Projekte, stellen Theoriebezüge her und bieten Einführungen in wissenschaftliches Arbeiten und in Methoden der empirischen Sozialforschung.
Am 13.12.2017 findet die Präsentation der Projekte statt. Dann werden der Hochschulöffentlichkeit und Interessierten aus Fachschulen und Praxiseinrichtungen die (ersten) Projektergebnisse vorgestellt.

Text: Barbara Ortland und Christiane Rohleder

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