Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Exkursionswoche 2017 – Felderkundungen quer durch Europa (24.07.2017, Münster)

Gruppenfoto vor dem Schloss Schönbrunn

Lebhafte Eindrücke der Sozialen Arbeit in Wien

Vorbesprechung eines Praxisbesuchs

Die Exkursionswoche ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Fachbereich Sozialwesen an der Katholischen Hochschule Münster. Im Jahr 2017 fuhren die Studierenden des 4. Semesters vom 29.05.-02.06.17 gemeinsam mit den Lehrenden ins In- und Ausland, um Praxiseinrichtungen und Konzepte der Sozialen Arbeit und der Heilpädagogik vor Ort und im direkten Austausch kennenzulernen. Gleichzeitig sind die Exkursionswochen Gelegenheiten, dass Studierende ein gemeinsames Projekt planen und durchführen (nämlich das Gesamt der Exkursionswoche) sowie gruppendynamisch wichtige Erfahrungen miteinander machen können und diese reflektieren. Und nicht zuletzt wird eine Seminargruppe durch diese Reisen oftmals zu einer „wirklichen Gruppe“, die an der Abteilung Münster über drei bzw. zwei Semester zusammenarbeitet und lernt.

Ziele für die Exkursionen waren dabei neben den Metropolen Berlin und Hamburg auch europäische Länder wie Österreich, Schweden oder Malta. Fast alle 14 Gruppen waren an unterschiedlichen Orten.

Für die zahlreichen Einrichtungsbesuche, in denen unter anderem Notschlafstellen, Jugendämter, heilpädagogische Frühförderstellen, Streetworkangebote, Schulprojekte und vieles mehr erkundet wurden, nahmen sich die pädagogischen Fachleute vor Ort viel Zeit, um die Konzeptionen und Besonderheiten ihrer Arbeit zu erläutern. So entstand ein Eindruck von gelebter Sozialarbeit und Heilpädagogik im europäischen Raum.

Auch kulturell konnten spannende Orte und Themen entdeckt werden. Neben den klassischen Attraktionen der unterschiedlichen Städte und Länder wurde in Hamburg beispielsweise ein alternativer Stadtrundgang „Hamburger Nebenschauplätze“ besucht. Die Studierenden sahen Hamburg aus Sicht von wohnungslosen Menschen und konnten weiter sensibilisiert werden für die Nöte, Sorgen und Sichtweisen an den Rand gedrängter Menschen – und dies „aus erster Hand“.

Am Ende waren sich alle einig, dass die Exkursionswoche spannende Möglichkeiten bietet, um über den Tellerrand hinauszuschauen und die Soziale Arbeit und die Heilpädagogik hier und auch in anderen Ländern und Kulturen kennenzulernen. Gleichzeitig entstehen dabei auch eine Vielzahl fachlicher Fragen, die Studierende zur weiteren Beobachtung und Recherche mitnehmen können in ihre eigene Praxisphase ab Herbst vor Ort.

Exemplarisch finden Sie unter folgendem Link einen Erfahrungsbericht der Studierenden Lea Eligehausen aus dem Handlungsfeld „Kinder- und Jugendhilfe - Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien in belasteten Lebenslagen“:

„Exkursionsbericht Lea Eligehausen“

 

Text: Tim Middendorf

Fotos: Pascal Philipp Kania

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014