Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Master-Forschungsprojekte des 7. Durchgangs wurden hochschulöffentlich vorgestellt (26.01.2017, Münster)

Die Präsentationstage waren gut besucht, Lehrende und Studierende lauschten mit Spannung

Das Team ‚Götz/Wevering/Vogt‘ moderiert eine Diskussionsfrage zu den Bedingungen von Umzügen bei Menschen mit Behinderungen

M.A.-Studentin Jasmin Sandmann im Gespräch mit der Kooperationseinrichtung CVJM Münster e.V. (v.r.n.l.: Geschäftsführer Stephan Degen, Jugendreferentin bei der Stadt Münster Maike Talhoff und Gerrit Diekmann vom Johannes-Busch-Haus c/o CVJM MS e.V.)

Am 10. und 11. Januar fanden im Hause der KatHO NRW, Abteilung Münster, die Ergebnispräsentationen der Lehrforschungsprojekte aus den konsekutiven M.A.-Studiengängen „Netzwerkmanagement in der Sozialen Arbeit“ und „Teilhabeorientierte Netzwerke in der Heilpädagogik“ statt. Für die Forschungsteams – bestehend aus 2 bis 4 Studierenden – war es ein aufregendes Ereignis, schließlich haben sie rund ein Jahr lang Forschungsstände gesichtet, Theorien ausgewählt, Fragestellungen und Methoden entwickelt sowie Daten erhoben (von Fragebögen über Leitfadeninterviews bis hin zu teilnehmenden Beobachtungen etc.) und letztlich ausgewertet und interpretiert.
Regelmäßig wird die Lehrforschungsprojektphase, die durch verschiedene Seminare zu Methoden, zum Projektmanagement oder zur Wissenschaftstheorie und -ethik u. a. fachlich begleitet wird, von Studierenden als ein „Herzstück“ der Masterprogramme beschrieben.  Das liegt zum einen an der Tiefe, mit der es Forschung erlaubt, in Praxisfelder analytisch einzusteigen und Netzwerkphänomene  zu explorieren; zum anderen aber auch an den intensiven rollen- und gruppendynamischen Erfahrungen während der zwei-semester-übergreifenden Zusammenarbeit:
Die Teams werden, ergänzend zu den vorgenannten und weiteren Seminaren, über den gesamten Projektzeitraum durch eine/n festzugeordnete/n Begleitdozent*in fachkundig betreut. Daneben kooperieren sie mit zahlreichen Praxispartner*innen, „Gatekeepern“ und Proband*innen wie Expert*innen und/oder Betroffenen. Die diversen Wegbegleiter*innen waren zu den Abschlusspräsentationen geladen und diskutieren anschließend angeregt mit. Nicht zuletzt lehr- und erkenntnisreich ist das „Teamwork“ innerhalb der Studierendengruppen – der Arbeitsprozess ist stets geprägt durch vielfältige Ideen und Arbeitsstile, ergo durch Abstimmungen und Aushandlungen. Während ihrer Abschlusspräsentationen zeigten sich die Gruppen als integre Teams, die sichtbar auch im Miteinander gewachsen und durch eine eindrückliche gemeinsame Zeit verbunden sind.
„Erfreulich zu sehen, weil zentral für die Arbeit in Netzwerken sowie auch für die grundlegende Professionalität,“, erklärten die Gutachterinnen Prof.‘in Sabine Schäper und Prof.‘in Angela Wernberger unisono, „war die entwickelte Fähigkeit seitens der Masterstudierenden, sich auch in zum Teil hochambivalenten Untersuchungsfeldern angemessen reflektiert und mit sichtbarem Profil zu positionieren. Dafür ist es viel wert, dass die Studierenden diesen umfangreichen Projektprozess beschreiten und eigenverantwortlich gestalten.“
Geforscht wurde zur Versorgungssituation von Menschen mit Phosphatdiabetes, zur sexuellen Selbstbestimmung von Bewohner*innen in stationären Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe (aus Leitungs- und aus Bewohner*innensicht), zur Internetnutzung von Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten, zu den Herausforderungen des Vaterseins als Gegenstand von Erziehungsberatungsangeboten, zu Umzügen von älteren Menschen mit lebenslanger geistiger Behinderung in spezielle Pflegeeinrichtungen, zu den Unterstützungsbedarfen von Geschwistern hinsichtlich ihrer biografischen Erfahrung mit einer Schwester/einem Bruder mit lebenslanger Behinderung, zu Vorstellungen von einem guten Leben aus Sicht der in Münster lebenden geflohenen Menschen, zur institutionellen Vernetzung für die Zielgruppe „Kinder und Jugendliche“ in Münster Mauritz-Ost/zur dortigen Stadtteilarbeit sowie zur Sozialen Arbeit in den 1970er-Jahren („zwischen Akademisierung und politischer Bewegung“).
Allem voran die präsentierenden Studierendenteams, aber auch die zahlreichen Praxisvertreter*innen sowie Gäste aus der Hochschule (Lehrende und Studierende aus den B.A.- und M.A.-Studiengängen) haben die Hochschulkultur sehr bereichert und eine wichtige Schnittstelle zur Praxis gestaltet.
Der nachfolgende M.A.-Durchgang steht schon in den Projektstartlöchern, sodass sich jetzt schon auf Mitte Januar 2018 gefreut werden darf, wenn erneut spannende Ergebnisse präsentiert werden. Doch bis dahin ist es noch ein ereignisreicher Weg, der beschritten werden will…

Sollten Sie als Praxisvertreter*in Interesse an einer Kooperation im Bereich der Lehrforschungsprojekte in den Masterstudiengängen haben, wenden Sie sich gerne an

Text/Fotos und weitere Informationen: Kolja Heckes, Studiengangskoordinator kMA

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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