Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Kölner Strategie-Workshop

Am 1. Kölner Strategie-Workshop der KatHO NRW, im Fachbereich Gesundheitswesen, nahmen 120 Schulleitungen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Organisiert und gestaltet wurde der Workshop von Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels, Professor für Ethik und Erziehungswissenschaften an der KatHO NRW und Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Schulleitungsmanagement.

Dreh- und Angelpunkt dieser Veranstaltung waren Überlegungen zum strategischen Management von Pflegebildungseinrichtungen im Umgang mit dem neuen Pflegeberufsreformgesetz. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Gesetzesentwurf noch in diesem Jahr verabschiedet wird. Nicht nur, dass hiermit die akademische Pflege als Beruf erstmals festgeschrieben wird, sondern aus den drei Pflegeberufen, der Gesundheits- und Krankenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Altenpflege soll ein Pflegeberuf werden. Die mit dieser Neugestaltung einhergehenden Fragestellungen wurden in diesem Kölner Strategie-Workshop am 01. und 02.09.2016 umfänglich erörtert.

Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Heffels stellte Herr Drude, Bundesvorsitzender des BLGS e.V. (Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe), die Berliner Überlegungen zur Gestaltung und Umsetzung des neuen Berufsgesetzes vor. Seiner Einschätzung zufolge besteht gute Hoffnung darauf, dass der Kabinettsentwurf vor dem bevorstehenden Bundeswahlkampf 2017 verabschiedet wird. Frau Heinze, Akademieleitung aus Magdeburg, stellte den Schulleitungen das zukünftige Budgetierungsverfahren von Pflegebildungseinrichtungen in eindrucksvoller Weise dar. Hierbei hob sie hervor, dass die Erfassung und Darstellung einer Vollerhebung der Kosten in den Pflegebildungseinrichtungen die Ressourcen schafft, die für eine gute Ausbildung notwendig sind. Prof. Dr. Heffels erörterte in einem Grundsatzvortrag die neuen Orientierungspunkte der Pflegeausbildung. Das Konzept des Lebenslangen Lernens, die veränderte Kompetenzorientierung mit verpflichtendem Transferlernen sowie die Herausbildung eines einheitlichen Pflegeverständnisses mit der Anwendung einer professionellen Pflegeethik waren nur drei wesentliche Aspekte seines Vortrages.

In den sich anschließenden Workshops erarbeiteten die Schulleitungen in fünf arbeitsteilig organisierten Gruppen strategische Überlegungen zur Zukunftsgestaltung der Pflegeausbildung. Herr Vennekate moderierte das neue Bildungsverständnis; Prof. Dr. Heffels die Personalentwicklung, Herr Drude die praktische Ausbildung, Frau Hatziliadis die neuen Prüfungen und Herr Ewering das Marketing in Pflegebildungseinrichtungen.

Prof. Dr. Michael Isfort stellte am 02.09.2016 in einem fulminanten Vortrag zum Bildungsmonitoring fest, dass die konkreten bildungsmarktbezogenen Strategien zu regionalisieren sind. Grundsätzlich formulierte Prof. Dr. Isfort, dass es in der Pflege keine arbeitslosen Pflegekräfte gibt, sodass die Beschäftigen in der Pflege insgesamt in einem sicheren Arbeitsmarkt tätig sind.

Die Schulleitungen waren über die Gestaltung und das inhaltliche Angebot dieser Veranstaltung erfreut und wünschten sich eine Fortführung des Kölner Strategie-Workshops im nächsten Jahr. Hervorzuheben ist, dass die TeilnehmerInnen den kollegialen Austausch über die Landesgrenzen hinweg und den Informationsgehalt der Vortragenden hilfreich und notwendig empfanden, um sich in der zurzeit widersprüchlichen Welt der Pflegeausbildungen zurechtzufinden.

 

Informationen zu den einzelnen Workshops finden Sie hier:

Die politische Situation um das Pflegeberufereformgesetz von Carsten Drude M.A.

Die Finanzierung der "neuen Pflegeausbildung" von Christina Heinze

Einführung in die strategischen Workshops von Prof. Dr. Wolfgang M. Heffels

Gestaltung der theoretischen Ausbildung von Jochen Vennekate M.A.

Gestaltung von Prüfungen von Dipl.-Päd. Myrofora Hatziliadis M.A.

Ergebnis des Workshops: Prüfungen

Ergebnisse der Workshops 1 - 4

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014