Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

32 Hebammen suchen im Hebammenstudiengang neue Impulse

Am 13. Januar konnten an der KatHO in einer Begrüßungsveranstaltung im Hebammen-studiengang mit der zweiten Kohorte 32 Hebammen sowie zwei dreimonatige Säuglinge begrüßt werden. An der Veranstaltung nahmen neben dem Prorektor, Herrn Professor Dr. Wolfgang Heffels, dem Dekan, Herrn Professor Dr. Guido Heuel und der Studiengangs-leitung, Frau Professorin Dr. Sabine Dörpinghaus auch die neue Professorin für Hebammenwissenschaft, Frau Professorin Dr. Cornelia M. Kahl teil und begrüßte die neuen Studentinnen mit den Worten: „Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam aufzubrechen und Sie in ein neues Denken zu begleiten.“ 

Die Hebammen, welche sich aus dem gesamten Bundesgebiet zum Studium der Hebammenkunde in Köln einfinden und bereits seit Jahren über eine europaweite Berufszulassung sowie zahlreiche Weiterbildungen verfügen, bekommen hier die  Möglichkeit ihren ersten akademischen Abschluss als Bachelor of Science in Midwifery zu erlangen.

Mit dem Studiengang zielt die Hochschule durch einen mehrdimensionalen wissenschaftlichen Ansatz und der Reflexion des beruflichen Tätigkeitsfeldes auf eine erweiterte Identitäts- und Kompetenzentwicklung von Hebammen ab.  Frau Professorin Dr. Dörpinghaus erläuterte den Studentinnen: „Das Studium der Hebammenkunde stellt ein Privileg dar – nicht nur weil Sie in einer so einzigartigen Stadt wie Köln studieren, sondern weil 32 Hebammen bis vor kurzem  nur Abschlüsse in berufsfremden Studiengängen erlangen konnten.“

Beweggründe, den akademischen Abschluss anzustreben, wurden in der Vorstellungsrunde von den Studentinnen mannigfaltig formuliert. So beschrieb eine Hebamme, die bereits 1997 ihr Examen ablegte ihren Studienwunsch mit  den Worten „neue Impulse zu suchen“.

Andere freuen sich darauf ihren „Geist mal wieder strukturiert zu bewegen“ oder „sich neu zu entdecken.“ Eine weitere Hebamme formulierte lachend: „Wissen Sie, ein Studium steigert einfach meinen Coolnessfaktor – und das fehlt mir noch.“ Allen Aussagen gemeinsam ist die Freude nun endlich innerhalb Deutschlands im eigenen Berufsfeld
studieren zu können.

Den Hintergrund dieser Entwicklung bildet die Kölner Erklärung aus dem Jahr 2006. Auf Initiative von Professor Dr. Wolfgang Heffels haben sich seinerzeit die Hebammenschulen und die Hochschule zusammengesetzt und gemeinsam eine Erklärung für ein additives Studiengangskonzept hier in Köln unter Erhalt der Berufsfachschulen abgegeben. Der Prorektor stellte heraus: „Wissen Sie, Sie sind etwas ganz Besonderes – nicht nur weil Sie als Individuum einzigartig sind – sondern weil Sie mit Berufserfahrung und Lebens-erfahrung in das Studium starten. Dies lässt uns auf viele anregende Diskussionen hoffen.“

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014