Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Junge Studierende stürmen die Abteilung Köln – die KinderUni ist zurück (06.04.2018, Köln)

Prof. Dr. Sibolds erklärt die Broteinheiten

Die Kinder warten gespannt auf ihre Aufgabe

Alexandra Potratz, M.A., bei der Vorlesung "Die Lebenssituation von Mädchen des Globalen Südens"

"Was haben Honig und Demenz gemeinsam?, Fragt Professorin Dr. Schiff

Die Kinder erzählen bei Irmagrd Wintgen, Dipl- Heilpä./Soz.Päd, wie sie Mobbing wahrnehmen

Professorin Dr. Andrea Schiff und die interessierten Kinder bei der Vorlesung "Club der vielen Fragen"

Janina Dyba, Dipl. Psychologin, bei der Vorlesung ist Kölsch gesund

Nach einem Jahr Pause war es wieder soweit - interessierte Kindern im Alter von 7 bis 12 Jahren kamen zur KinderUni in die Abteilung Köln

„Ich finde das so spannend, was ich lernen kann“ beschrieb ein begeistertes Mädchen ihre Erlebnisse, als sie in der Zeit vom 03.04. bis 05.04.2018 an der KinderUni teilnehmen konnte.
Die letzte KinderUni fand 2016 an der Abteilung Köln statt. In diesem Jahr gab es somit ein „Comeback“, und das wurde begeistert von den rund 75 interessierten Jungen und Mädchen angenommen. Bei sechs Vorlesungen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen hatten diese die Möglichkeit, sich wie richtige Studierende zu fühlen. Nach jeder Vorlesung erhielten die Kinder einen Stempel in ihr Studienbuch. Sobald zehn Vorlesungen besucht wurden, kann jeder Teilnehmer ein KinderUni-Diplom erhalten. Die diesjährige Diplom-Feier findet im September an der TH Köln statt. Die Jungen und Mädchen werden rechtzeitig hierzu informiert.

Die jungen Studierenden erhielten Einblicke in die unterschiedlichsten Themen.
So wurde bei der Vorlesung „Honig im Kopf oder wenn die Bücher aus dem Regal fallen“, gehalten von Professorin Dr. Andrea Schiff, ein Einblick in das Thema Demenz gegeben. Den Bezug zum Honig brachte ein Kind auf den Punkt - „Die Gedanken verkleben dann.“

In der Vorlesung „Club der vielen Fragen: Was macht der Clown im Krankenhaus? Was macht die Robbe im Arm meiner Oma?“ ebenfalls bei Professorin Dr. Andrea Schiff, lernten die Kinder etwas über die Clowntherapie, sowie die Roboterrobbe. Die Clowntherapie soll helfen, mit etwas Humor den Heilungsprozess zu unterstützen. Die Roboterrobbe ist vor allem für Bewohner eines Seniorenheims unterstützend, diese in ihrem Alltag zu begleiten. Der Vorteil bei einem Roboter-Haustier sei, dass diese auch von Menschen benutzt werden können, die in ihrer Aktivität eingeschränkt sind. Die Kinder waren ganz begeistert von dieser Technologie.

„Die Lebenssituation von Mädchen des Globalen Südens“ gehalten von Alexandra Potratz, Dipl. Soz.Arb./Soz.Päd, M.A. Sozialmanagement, zeigte den Kindern auf, mit welchen Herausforderungen Mädchen in anderen Ländern zu tun haben. Ein Kind kommentierte die teilweise vorherrschende Diskriminierung von Mädchen damit, dass „in manchen Ländern (…) die Männer die Chefs“ sind. Die Kinder sammelten Vorschläge, um dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken, so solle man als Mädchen „mutig sein und die Meinung sagen“, „Spenden sammeln“, „vor Ort helfen“ oder „Ideen, die man hat, dann einfach durchsetzen“.

Die Vorlesung „‚Wehr dich doch!‘ – ‚Aber wie denn?‘ – Mobbing unter Kindern und wie sie sich wehren und helfen können“ von Irmgard Wintgen, Dipl. Heilpäd/Soz.Päd., hatte eine große Nachfrage. Fragen wie, „Warum mobben Kinder?“, „Was gibt es für Mobbing?“, aber auch, „Was kann ich bei Mobbing tun?“ wurden in dieser Vorlesung behandelt. Ein Mädchen empörte sich über Kinder, die mobben und benannte es auch so „Die haben kein Gehirn! Die sind oft nur neidisch“. Sie versucht die Kinder, die schon solche negativen Erfahrungen gemacht haben, aufzubauen „Seid deswegen nicht traurig und lasst euch nicht unterkriegen!“.

Herr Prof. Dr. Marcus Siebolds vermittelte den Kindern in seiner Vorlesung „Klaus isst Kuchen, aber er hat doch Zucker“, was die Krankheit Diabetes Mellitus bedeutet, welche Symptome es gibt und wie sie behandelt wird. In dieser Vorlesung durften die Kinder den Zuckerwert von Apfelsaft testen, Kohlenhydrateinheiten zusammenstellen und das Spritzen von Kochsalzwasser als Beispiel für Insulin an einer Orange testen. Die Kinder waren begeistert von so viel praktischer Umsetzung.

In der Vorlesung „Ist Kölsch gesund?“ gehalten von Janina Dyba, Dipl. Psychologin am DISuP, lernten die Kinder, warum Alkohol schädlich für den Körper ist, welche Stadien und Folgen es beim Trinken gibt. Einige Kinder hatten auch schon Erfahrungen mit betrunkenen Menschen und berichteten davon. Ein Mädchen beschreibt ihre Erfahrungen mit betrunkenen Menschen mit den Worten: „Die werden plemplem, wenn sie Alkohol trinken“. Ein Fazit eines Kindes kommt schon zu Beginn der Vorlesung „alles was zu viel ist, ist ungesund“.

Mit neu gewonnenem Wissen verabschiedeten sich die Kinder nach dieser Vorlesung von der diesjährigen KinderUni an den beiden Fachbereichen der Abteilung Köln der KatHO NRW.

Ein großer Dank geht an die Dozentinnen und Dozenten, die die diesjährige KinderUni mit ihren tollen Themen gestaltet haben.
Begleitet und mit vorbereitet wurde die KinderUni von der Dekanatsreferentin Julia Jung (Fachbereich Sozialwesen), die auch das Konzept für den Neubeginn entwickelt hatte. Unterstützt wurde sie von den beiden Bachelor-Studierenden der Sozialen Arbeit Pia Seeliger und Katharina Eschrich. Bei der Durchführung halfen außerdem Marie Räkow, Philipp Herrlein und Julian Salzsieder, ebenfalls Studierende aus dem Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit.

Die tollen Bewertungen der Vorlesungen haben alle Beteiligten sehr gefreut. Entstandene Anregungen nehmen wir für die kommende Planung mit.
Wir freuen uns, möglichst viele junge Studierende auch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen!

Text
KatHO NRW, Abt. Köln, Fachbereich Sozialwesen

Weitere Informationen
Dekanatsreferentin Julia Jung (ju.jung@katho-nrw.de)

Bilder
Pia Seeliger

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