Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

„Aufnehmen, schützen, fördern, integrieren“ (08.11.2017, Köln)

Studierende der Abteilung Köln mit Erzbischof Heße und P. Czerny SJ

Kölner Studierende nehmen am „3. Katholischen Flüchtlingsgipfel“ der Deutschen Bischofskonferenz teil

Erzbischof Dr. Stefan Heße, Hamburg, lud als Sonderbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen Praktiker, Experten und Ehrendamtliche der kirchlichen Flüchtlingshilfe zum 3. Katholischen Flüchtlingsgipfel ins Maternushaus nach Köln ein. Über Katharina Vahnenbruck, Mitarbeiterin in der Deutschen Bischofskonferenz und ehemalige Absolventin des MASA-Studienganges an der KatHo Köln, wurde die Einladung an die Abteilung Köln der Katholischen Hochschule NRW weitergegeben. Thema des Gipfels war die „Seelsorge für geflüchtete Menschen als Aufgabe der ganzen Kirche“. 15 Studierende aus dem 1.,3. und 5. Semester von der Abt. Köln, nahmen zusammen mit dem Lehrbeauftragten Pfr. Harald Klein an diesem Treffen teil. Dabei handelte es sich sowohl um Studierende aus Lehrangeboten zur Sozialen Arbeit mit geflüchteten Menschen, als auch um Studierende mit Fluchthintergrund des von Prof. Dr. Ziemons geleiteten Kölner Fachbereichsprojektes „ready-steady-go“ zusammen, in dem Studierende mit Fluchthintergrund eine besondere Begleitung erfahren, wieder andere gehören zu den nichtmuttersprachlichen „Incoming“-Studierenden.

Nach der Begrüßung durch Erzbischof Dr. Heße führten zu Beginn zwei Referate in den Gipfel ein. P. Michael Czerny SJ, Untersekretär der Abteilung Migranten und Flüchtlinge des vatikanischen Dikasteriums für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen, stellte die Perspektiven des Dikasteriums für die Seelsorge für Flüchtlinge und Migranten vor. Ein beeindruckendes Referat von Prof. Dr. Regina Polak vom Institut für Praktische Theologie der Universität Wien über „Seelsorge für schutzsuchende Menschen als Auftrag für die gesamte Kirche“ schloss sich an. Einen dritten Input lieferte ein Podiumsgespräch über internationale Perspektiven in der Seelsorge für schutzsuchende Menschen. Erfahrungen aus Frankfurt/Main, aus Paris, aus dem asiatischen Raum und aus Osteuropa kamen zu Wort. Anschließend teilten sich die Teilnehmenden in sieben verschiedene Arbeitsgruppen auf, die ein weites Spektrum anboten – von Fragen der Begleitung bei Rückführungen, bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen, im Taufkatechumenat angefangen bis hin zur Seelsorge an ehrenamtlichen Mitarbeitenden und Möglichkeiten des Umgangs mit Ängsten und Vorbehalten in Kirchengemeinden. Eine Fragerunde im Plenum schloss nach den Arbeitsgruppen den Gipfel ab.

Während und nach dem Gipfel kam die Gruppe der Studierenden immer wieder zu kurzen Zwischenauswertungen zusammen. Die Frage war, wie sie als Studierende der Sozialen Arbeit diesen Gipfel, die Positionen und Inhalte, wahrnehmen und bewerten. Im Anschluß äußerten die Studierenden die Hoffnung, dass ein guter und tieferer Austausch zwischen Disziplin und Profession der Sozialen Arbeit und der Praxis der Kirche stattfinden und weiterhin Früchte tragen möge.


Dokumentation des Flüchtlingsgipfels
www.dbk.de/fluechtlingshilfe/fluechtlingsgipfel/dritter-fluechtlingsgipfel/

Text: Harald Klein
Bild: Salah Hajii Mustafa

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014