Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Ausweitung der internationalen Kontakte (14.10.2015, Köln)

Frau Kirstin Hasman, Hebamme, M. Sc. und Frau Prof. Dr. Sabine Dörpinghaus

Frau Kirstin Hasman, Hebamme, M. Sc. in einem Kreißsaal der Frauenklinik in Bensberg

Am 25.09.2015 besuchte Frau Kirstin Hasman, Hebamme, M. Sc. und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ernährung und Hebammenkunde (gesundheitswissenschaftliche Fakultät) aus Kopenhagen die KatHO. Der Kontakt zu Frau Prof. Dr. Dörpinghaus (Studiengangsleitung Hebammenkunde) entstand im April diesen Jahres auf einer Tagung der Gesellschaft für Neue Phänomenologie in Rostock.

Frau Hasman interessierte sich besonders für den leibphänomenologischen Ansatz in der Geburtshilfe. Gerne nahm sie die spontan ausgesprochene Einladung von Frau Prof. Dörpinghaus zum Einführungsseminar in Leibphänomenologie im Wintersemester 2015/16 nach Köln an. Es entwickelte sich ein reger Austausch zu diversen geburtshilflichen Themen und Anregungen zu weiteren Zugängen in der geburtshilflichen Praxis. Interessant war zu erfahren, dass Schwangere in Dänemark nur ein CTG erhalten, wenn eine Pathologie vorliegt. Darüber hinaus wird ein CTG erst ab der 41+3 SSW empfohlen. Somit kommen viele dänische Schwangere nicht mit einem Herzton-Wehenschreiber in Kontakt und erleben damit auch nicht die damit oft verbundenen Irritationen/Verunsicherungen. Auch bei der regelrecht verlaufenden Geburt wird kein CTG geschrieben, sondern die von der WHO als gleichwertig anerkannte Auskultation genutzt. Die Rate der Einleitungen liegt bei ca. 20 Prozent. In den großen Geburtskliniken ist eine 1:1 Betreuung Standard. Ca. 30% der Gebärenden nehmen eine PDA in Anspruch. Dammverletzungen (I. und II. Grades) werden von der Hebamme genäht. Zweitgebärende gebären laut der Kollegin ambulant während Erstgebärende üblicherweise zwei Nächte im Krankhaus bleiben. Im Wochenbett sucht die Hebamme die Wöchnerin nur einmal auf, danach übernehmen sogenannte Gesundheitsschwestern die weitere Betreuung.

Im Zuge des Besuches an der KatHO besichtigte Frau Hasman gemeinsam mit Frau Prof. Dörpinghaus zudem die Universitätsklinik Köln und die Frauenklinik in Bensberg. Neben interessanten geburtshilflichen Themen fand ein reger Austausch über zukünftige Möglichkeiten einer Kooperation statt.


Weitere Informationen und Redaktion: Prof. Dr. S. Dörpinghaus

 

 

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