Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Pädagogische Basisqualifizierung

Die derzeitigen demographischen Entwicklungen bedingen nicht nur gesellschaftliche Veränderungen, sie erfordern auch neue Konzepte in der beruflichen Bildung von Pflegefachkräften. Mit neuen Berufsgesetzen hat der Gesetzgeber auf diese Veränderungen reagiert. Forderungen nach Lernfeldorientierung, Kompetenzorientierung und Handlungsorientierung verlangen von den Lehrenden in Pflegebildungseinrichtungen,  Lehr- und Lernprozessen anders zu gestalten als bisher.

Die Weiterbildung „Pädagogische Basisqualifizierung“ basiert auf dem Konzept und den Ergebnissen eines Projektes, das vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. durchgeführt wurde. Das vom NRW-Gesundheitsministerium geförderte Projekt beinhaltete die Curriculumentwicklung für eine 400 Stunden umfassende Weiterbildung, die Erprobung in einem Pilotkurs sowie die Evaluation und Revision des Curriculums.

Ziel
Die Bildungsmaßnahme soll die Entwicklung pädagogisch-didaktischer Handlungs-kompetenzen der  Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kompetenz- und lernfeldorientierten Lehr- und Lernprozessen fördern  In ihrem unterrichtlichen Planungs- und Interaktionshandeln sollen sie so die gestiegenen didaktischen Ansprüche der Pflegeausbildung  erfüllen.

Zielgruppe
Angesprochen sind in erster Linie hauptamtlich Lehrende an Altenpflegefachseminaren in NRW, die mindestens einen Beschäftigungsumfang von 50% haben und die nach § 3 Abs. (1) 3. des Gesetzes zur Durchführung des Altenpflegegesetzes und zur Ausbildung in der Altenpflegehilfe vom 27. Juni 2006 über einen berufsspezifischen Studienabschluss verfügen.

Die Teilnehmer verpflichten sich sicherzustellen, dass sie die praktischen Weiterbildungsanteile sowie die Tandemtreffen und Hospitationen in einer Pflegebildungseinrichtung durchführen können. Es muss die Möglichkeit des regelmäßigen Unterrichtens bestehen. Die Praxisphasen sind von den Teilnehmern weitgehend selbst zu organisieren und gegenüber dem Veranstalter nachzuweisen. Sie sind Voraussetzung für die Zertifikatserteilung.

Darüber hinaus können auch haupt- und nebenamtlich Lehrende an Gesundheits- und Krankenpflegeschulen bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeschulen in NRW und aus  anderen Bundesländern teilnehmen.

Organisation
Die Bildungsmaßnahme umfasst insgesamt 400 Stunden. Sie gliedert sich zu gleichen Teilen in Theorie- und Praxisphasen.

In den Theoriephasen werden acht Lernfelder bearbeitet - zum Beispiel die Themen „Unterricht planen und organisieren“ oder „Lernumgebungen gestalten“. In Verbindung mit Lernaufgaben sollen die Theoriephasen die pädagogischen Basiskompetenzen fördern.
Die Bearbeitung der Lernfelder sowie Kurseinführung und -abschluss verteilen sich auf insgesamt 20 Präsenztage, die im Verlauf eines Jahres in der Abteilung Köln der KatHO NRW durchgeführt werden.

Die Umsetzung in die unterrichtliche Praxis wird durch so genannte Partnertandems, regionale Arbeitsgruppen sowie durch Hospitationen in den Einrichtungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und durch Beratungsangebote unterstützt.
Die Praxisphasen sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weitgehend selbst zu organisieren und gegenüber dem Veranstalter nachzuweisen.

Zum Abschluss der Basisqualifizierungsmaßnahme erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme, das als Nachweis gemäß § 3 Abs. (1) 3. des Gesetzes zur Durchführung des Altenpflegegesetzes und zur Ausbildung in der Altenpflegehilfe vom 27. Juni 2006 gilt. (Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass aus der Teilnahme kein Anspruch auf eine hauptamtliche Lehrtätigkeit abgeleitet werden kann. Für die Anerkennung formaler Qualifikationen sind die Bezirksregierungen zuständig, mit denen Interessierte möglichst vor einer Anmeldung Kontakt aufnehmen sollten.)

Kosten
Die Gesamtkosten für die Teilnahme belaufen sich auf rund 2.600 Euro. Darin enthalten sind die Lehrveranstaltungen einschließlich der Arbeitsmaterialien für die Präsenzphase sowie die Begleitung durch die Verantwortlichen während der Praxisphasen. Nicht enthalten sind Reisekosten zu den Veranstaltungen sowie zu den Tandemtreffen und den Arbeitsgruppensitzungen.
Falls Sie Fragen zu der Möglichkeit der finanziellen Förderung haben, informieren Sie sich doch bitte über den Bildungsscheck unter www.weiterbildungsberatung.nrw.de oder den Prämiengutschein unter www.bildungsprämie.info.
   
Dozentinnen:

  • Prof. Gertrud Hundenborn
  • Cornelia Kühn-Hempe, Diplom-Berufspädagogin (FH), M.A. Lehrerin Pflege und Gesundheit
  • Kerstin Seifert, Diplom-Berufspädagogin (FH), M.A. Lehrerin Pflege und Gesundheit
  • Elke Zysik-Mielke, Diplom-Berufspädagogin (FH), M.A. Lehrerin Pflege und Gesundheit

Termine:

  • Freitag, 23.02.2018 und Samstag, 24.02.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 09.03.2018 und Samstag, 10.03.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 13.04.2018 und Samstag, 14.04.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 25.05.2018 und Samstag, 26.05.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 08.06.2018 und Samstag, 09.06.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 22.06.2018 und Samstag, 23.06.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 06.07.2018 und Samstag, 07.07.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 07.09.2018 und Samstag, 08.09.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 28.09.2018 und Samstag, 29.09.2018, 9.00-16.00 Uhr
  • Freitag, 16.11.2018 und Samstag, 17.11.2018, 9.00-16.00 Uhr

 

Anmeldung
Anmeldung, Weiterbildungsvertrag, Rechnungslegung erfolgen ausschließlich direkt über das ZFTW. Mit den TN wird ein Weiterbildungsvertrag abgeschlossen,  in dem Zahlungsmodalitäten, Fehlzeiten etc. geregelt werden.


Neben der Anmeldung über das ZFTW ist eine Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an das Zentrum für Pflegelehrerinnenbildung und Schulentwicklung erforderlich . Hier wird geprüft, ob die Interessierten über die Zugangsvoraussetzungen verfügen.


Hinweise auf den Lehrgang 2019 werden ab Mitte des Jahres 2018 (August/September) auf den Internetseiten zu finden sein.

Weitere Informationen:

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014