Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Ukraine: Ukrainian Catholic University Lviv

Die Ukrainian Catholic University (UCU), die 2002 in Lviv (Ukraine) gegründet wurde, ist die einzige private gemeinnützige katholische Universität im postsowjetischen Raum. Die Universität bietet 10 Grund- und 17 Aufbaustudiengänge sowie 2 Doktoratsstudiengänge aus den Bereichen Theologie, Geisteswissenschaften, Sozial- und Politikwissenschaften sowie Gesundheitswissenschaften an. Mit 2.000 Studenten, 400 Fakultätsmitgliedern und 150 kooperierenden Universitäten, Instituten und Forschungszentren weltweit zeichnet sich die UCU durch ein Team von Fachleuten und Fakultätsmitgliedern mit breiter internationaler Erfahrung aus.

Ein besonderes Projekt an der UCU ist das Emmaus-Zentrum. Ziel des Emmaus-Zentrums ist, Menschen mit geistigen Behinderungen zu befähigen und eine Integrität und Gleichberechtigung in der Gesellschaft zu entwickeln. Es organisiert Bildungstreffen, unterstützt Familien mit und fördert Menschen mit Behinderungen im Lebensalltag. Das 2013 eröffnete Emmaus-Haus ist eine Wohnung auf dem UCU-Campus, in der Menschen mit geistigen Behinderungen und ihren AssistentInnen zusammenleben. Einzigartig ist, dass sich das Emmaus-Haus im Studierendenwohnheim „Josyf Slipyj“ befindet, in dem auch Studierende, Universitätsangehörige, Gäste und drei Nonnen wohnen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Emmaus-Hauses nehmen aktiv am Leben der Studierendengemeinschaft teil - an gemeinsamen Gebetsgottesdiensten, Begegnungen und Festen - und werden so in die Gesellschaft integriert.

Studierenden- und Dozierendenmobilität zwischen der UCU und der KatHO NRW

Der BA-Studiengang Soziale Arbeit der UCU zielt darauf ab, zukünftigen Fachkräften im Bereich der Sozialen Arbeit eine professionelle und auf christlichen Werten basierende Ausbildung zu vermitteln. Der besondere Fokus des Mobilitätsprogramms zwischen der UCU und der KatHO NRW liegt auf einer Reflexion der politischen und historischen Hintergründe der jeweiligen Länder und den daraus resultierenden Herausforderungen für den Beruf der Sozialen Arbeit.

Eine Studierendenmobilität ermöglicht somit ukrainischen und deutschen Studierenden, die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen und politischer Gewalt kennen zu lernen und reflektieren zu können. Bei der Dozierendenmobilität liegt das Hauptaugenmerk darauf, eine gegenseitige Praxis des Dialogs und des akademischen Austauschs im Bereich der Sozialen Arbeit mit Blick auf die unterschiedlichen Ländersysteme zu etablieren.

Die Partnerschaft der KatHO NRW und der UCU

Die Zusammenarbeit zwischen der UCU und der KatHO NRW wurde im Rahmen eines Panels während des Internationalen Kongresses "Social Glocalisation" initiiert, der von der KatHO NRW im September 2019 in Köln ausgerichtet wurde.

Lviv – das weltoffene Tor zum Osten

Die Stadt Lviv liegt ganz im Westen der Ukraine, nur 70 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Die polnische und österreichische Vergangenheit der Stadt ist allgegenwärtig.

Die Geschichte spiegelt sich in der Architektur wider. So prägen mittelalterliche Kathedralen, Häuser im Stil von Barock und Renaissance und außerhalb vom Zentrum gelegene sowjetische Plattenbauten das Stadtbild. Fernab der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten der Ukraine versprüht die Stadt Lviv mit ihren 800.000 Einwohnern mitteleuropäisches Flair.

Man hört überwiegend Ukrainisch auf den Straßen, aber gelegentlich auch Russisch, Polnisch, Jiddisch, Deutsch und Englisch. „Weltoffen“ präsentiert sich die Stadt und hat diesen Begriff im Jahr 2007 auch als Motto deklariert.


Ansprechpartnerin für die Partnerschaft an der KatHO

Dipl. Soz.Päd. Regine Müller, M.A., Abteilung Münster
Telefon: 0251 417 67-64
E-Mail: r.mueller(at)katho-nrw.de

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