Artikel

Katholische Hochschule NRW exmatrikuliert fünf Studierende der Sozialen Arbeit aufgrund schweren Verstoßes gegen die Grundordnung (19.01.2021, KatHO NRW)

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, hat Ende Dezember letzten Jahres einen Chatverlauf unter zwölf Studierenden des ersten Semesters zur Anzeige gebracht, der eindeutig rassistische, antisemitische, sexistische wie allgemein menschenverachtende Bilder zum Gegenstand hatte. In Folge dessen wurden die zwölf Studierenden suspendiert.  

Nach intensiver Prüfung der Einzelfälle ist das Rektorat, der Kanzler sowie das Dekanat des Fachbereichs Sozialwesen zu der Einschätzung gelangt, dass in fünf Fällen so massiv gegen die Grundordnung und das Statut sowie die Einschreibesatzung der Hochschule verstoßen wurde, so dass „angesichts der gegebenen Handlungsoptionen eine Exmatrikulation unumgänglich ist“, so der Rektor Professor Hans Hobelsberger.

Aufarbeitung sofort gestartet

„Bereits nach Bekanntwerden war klar, dass der Aufarbeitungsprozess und die Entwicklung einer Präventionsstrategie den Fachbereich noch lange Zeit beschäftigen wird“, schätzt die Dekanin Professorin Heike Wiemert die Situation ein.  Das bedeutet, dass im Fachbereich unter Hinzuziehung der Studierenden, dem Kollegium sowie externer Expertise, u.a. durch die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im RB Köln, konkrete Aufarbeitungsprozesse initiiert worden sind. Der Verbleib der sieben ebenfalls am Chat beteiligten Studierenden ist an die verbindliche Teilnahme an einem spezifischen pädagogischen Programm geknüpft. 

Hochschule spricht sich dezidiert gegen Diskriminierung und Menschenverachtung aus

Der Kanzler der Hochschule Bernward Robrecht bringt die Haltung der Hochschule auf den Punkt: „Die KatHO lässt keinen Raum für Hass und Hetze, achtet Grundrechte und tritt für die Würde aller Menschen ein“. Darüber hinaus zeugt das unlängst an der Abteilung Aachen gegründete Zentrum für Antisemitismus- und Rassismusforschung vom hohen Engagement der Hochschule in diesem Problemfeld.

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021