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Internationale Studie zur Palliativen Versorgung und Begleitung am Lebensende von Menschen mit geistiger Behinderung unter den Bedingungen der COVID-19 Pandemie (05.01.2021, Münster)

Im Rahmen einer internationalen Kooperation in der Arbeitsgruppe zur Palliativen Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung innerhalb der European Association for Palliative Care (EAPC) hat der Themenschwerpunkt „Palliative Versorgung und hospizliche Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung“ des Instituts für Teilhabeforschung an der Konzipierung und Umsetzung einer Studie zur palliativen Versorgung und Begleitung von Menschen mit geistiger Behinderung am Lebensende mitgewirkt. Der Online-Survey wird derzeit international und in verschiedenen Sprachen verbreitet. Eine deutschsprachige Version ist nun unter dem folgenden Link verfügbar:
pepic19.limequery.com/325474

Hintergrund:
Menschen mit einer geistigen Behinderung sind häufig stärker von akuten und chronischen Erkrankungen betroffen als andere und sehen sich zudem oftmals mit Barrieren im Zugang zum Gesundheitssystem konfrontiert.
Weltweit beginnt die Forschung gerade erst in den letzten Jahren, sich Fragen der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen am Lebensende und der palliativen Versorgung zuzuwenden. Mit Blick auf die COVID-19 Pandemie und die politischen Strategien zu ihrer Eindämmung werden immer wieder Bedenken formuliert, ob Menschen mit Behinderungen hier ausreichend im Blick sind und gleichberechtigten Zugang zu Prävention und gesundheitlicher Versorgung im Infektionsfall haben, und ob zugleich ihre individuellen Teilhabe- und Selbstbestimmungsrechte in dieser Krise ausreichend berücksichtigt werden.

Wir wissen derzeit sehr wenig über die Art der konkreten Probleme und wie verbreitet diese wirklich sind. Wir wissen derzeit ebenfalls noch nicht, was genau für eine Verbesserung der Situation von Menschen mit Behinderungen in der Pandemie hilfreich sein könnte.
Ein Überblick über Erfahrungen von möglichst vielen Personen aus aller Welt kann dazu beitragen, Probleme präzise zu benennen, Beispiele für „best practice“ sichtbar zu machen und Anregungen für Veränderungen in Politik und Praxis zu geben, Entscheidungen über Fördergelder zu beeinflussen oder weitere Forschung zu erwirken.

Wir beteiligen uns daher an dieser internationalen Studie zur Frage der Begleitung von Menschen mit Behinderungen am Lebensende unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie und möchten sie in Deutschland in allen relevanten Feldern verbreiten.

Der Fragebogen richtet sich an Personen, die im Gesundheits-, Sozial- und Bildungssystem tätig sind (bspw. Erzieher*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Geragog*innen, Heilpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Pflegekräfte), Akademiker*innen, Forschende und pädagogische Fachkräfte mit einem Interesse am Thema Begleitung am Lebensende und palliative Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung. Sie können in jedem Land dieser Welt ansässig und tätig sein.

Leiten Sie die Studie gerne weiter oder bewerben Sie diese online, unter Fachkräften, Forschenden und Pädagog*innen, oder leiten Sie sie an Institutionen der Aus- und Fortbildung von Fachkräften weiter, die interessiert sein könnten.

Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei uns, den deutschsprachigen Ansprechpartnerinnen:
Prof. Dr. Sabine Schäper
Katholische Hochschule NRW
Abteilung Münster

Anna Roemer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Institut für Teilhabeforschung

Katholische Hochschule NRW
Standort Münster
Piusallee 89
48147 Münster

a.roemer(at)katho-nrw.de
0251-41767-65
Raum 1.38

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021