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Katholische Hochschule NRW bringt menschenverachtenden Chat unter Studierenden der Sozialen Arbeit zur Anzeige (22.12.2020, KatHO NRW)

Das Kollegium des Fachbereich Sozialwesen der Katholischen Hochschule NRW am Standort Köln, tritt Hass und Hetze am Fachbreich entschieden entgegen.

Neben der Strafanzeige sind weitere Schritte geplant.

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, hat einen Chatverlauf zur Anzeige gebracht, der eindeutig rassistische, antisemitische, sexistische wie allgemein menschenverachtende Bilder zum Gegenstand hat. „Sofort nach Bekanntwerden dieses unglaublichen Vorfalls am Freitagnachmittag,“ so die Dekanin des Fachbereichs Sozialwesens, Prof.'in Dr. Heike Wiemert, „wurde noch am gleichen Abend Anzeige durch den Kanzler Bernward Robrecht erstattet.“

Zudem prüft die Hochschule in allen Einzelfällen, ob eine Exmatrikulation ausgesprochen wird.

Aufarbeitung sofort gestartet

„Dass dieses erschütternde Ereignis natürlich eine weiterführende Aufarbeitung benötigt,“ so der Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger, „liegt auf der Hand.“ Insofern wurden für die im Chat diskriminierten Studierenden vom Fachbereich ein sofortiges Hilfeangebot durch das Antidiskriminierungsbüro Köln und dem Verein Öffentlichkeit gegen Gewalt organisiert. Zudem hat sich der Fachbereich umgehend entschlossen, eine externe Unterstützung durch die Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln in Anspruch zu nehmen.

Leitbild der Hochschule spricht sich dezidiert gegen Diskriminierung und Menschenverachtung aus

Die KatHO NRW ließe keinen Raum für Hass und Hetze, übernähme Verantwortung, für die Würde der Menschen einzutreten, heißt es im Leitbild der Hochschule. Darüber hinaus zeugt das unlängst an der Abteilung Aachen gegründete Zentrum für Antisemitismus- und Rassismusforschung vom hohen Engagement der Hochschule in diesem Problemfeld.

Redaktion: presse(at)katho-nrw.de, 0221 7757-509

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021