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Digitale Dienstbesprechung am 26. November 2020: „Die KatHO im Zeichen des Wandels“ (04.12.2020, KatHO NRW)

Die Dienstbesprechung wurde von Paderborn aus in die Büros und Homeoffices der Lehrenden und Mitarbeitenden gestreamt.

Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger erläutert in seinem Bericht, wie sehr die KatHO NRW im Zeichen des Wandels stehe.

Der Talk mit der Hochschulleitung wurde moderiert von den Paderborner Professorinnen Dr. Julia Bloech und Dr. Christiane Koch (von links), vor Ort dabei sind Rektor Hobelsberger (Mitte) und Kanzler Bernward Robrecht (rechts). Zugeschaltet sind Prorektor Dr. Martin Klein (Monitor), Prorektorin Dr. Barbara Schermaier-Stöckl und Verwaltungsdirektor Meinolf Sprink.

Für das Gelingen des Livestreams sorgte eine technisch und personell gut aufgestellte Regie.

Am Abend zeigten die Profi-Köche Alex Brozmann (Mi.) und Benedikt Paus (re.), wie man das 3-Gänge-Menü in der heimischen Küche zubereitet. Das Abendprogramm wurde moderiert von Philip Pöschl, Verwaltungleiter in Paderborn (li.).

Meditativer Impuls zur Dienstbesprechung: Ein geistlicher Rundgang durch den Paderborner Dom mit Dompropst Monsignore Joachim Göbel.

Künstler Herman Reichold nahm Ideen aus dem Chat in seine Zeichnung zu den vier KatHO-Standorten auf.

Die Coverband „Goodbeats“ begleitete das Abendprogramm musikalisch.

Erstmals fand die Dienstbesprechung am 26. November 2020 in digitaler Form statt. Ausrichtungsort war Paderborn: Von dort aus wurden die einzelnen Programmpunkte per Stream oder Videoeinspielung übertragen. „Die KatHO im Zeichen des Wandels“ war der rote Faden der Veranstaltung mit ihren wichtigen Themen Digitalisierung, dynamisches Wachstum und Anpassung der Hochschule an neue Herausforderungen.

Gleich zu Beginn verdeutlichte Rektor Hans Hobelsberger, wie direkt die ‚Hochschule im Wandel‘ durch die nun digital stattfindende Dienstbesprechung spürbar sei. Ohnehin sei die Digitalisierung der Megatrend in der Bildung: Der Zugang zu Wissen und die Zugehörigkeit zur Institution Hochschule entkoppelten sich, ein Patchwork-Studium an unterschiedlichen Einrichtungen sei denkbar und die Interaktion zwischen Forschung und Lehre internationalisiere sich. Die Corona-Pandemie habe die KatHO NRW zwar nicht völlig unvorbereitet getroffen, dennoch seien große Anstrengungen notwendig gewesen. Alle hätten enorm engagiert, kreativ, belastbar, unaufgeregt und solidarisch mitangepackt, ohne auf Arbeitsstunden und Wochenende zu schauen. Inzwischen habe das Krisenmanagement „vom Spurt in den Dauerlauf gewechselt“, durch personelle Aufstockung im Bereich Blended Learning und mit der technischen Ausstattung der Lehrräume seien zwischenzeitlich gute Voraussetzungen geschaffen worden. Dennoch werde die KatHO NRW keine Fernhochschule werden, betonte er.

Nachfrage nach Hochschulstudium weiterhin hoch

Neben der Digitalisierung der Bildung nannte Prof. Hobelsberger zwei weitere Merkmale des Wandels der Hochschule in den letzten Jahren. Zum einen habe das Streben der jungen Menschen nach akademischen Abschlüssen zu einem deutlichen Anstieg der Studierenden und Lehrenden auch an der KatHO geführt. Zum anderen sei die Hochschulentwicklung von einer deutlichen „Akademisierung“ geprägt gewesen. Letzteres erläuterte er an den Beispielen Promotionsrecht, Akademisierung von Sozial- und Pflegeberufen und Forschung. Dabei betonte Rektor Hobelsberger, dass die Basis all dieser Entwicklungen eine exzellente Lehre und praxisrelevante Studiengänge seien.

Bei all den Entwicklungen werde eine Art „Structural Lack“ an den Hochschulen für angewandte Wissenschaft erkennbar, sagte Hobelsberger, weil sie die erweiterten Aufgaben mit den Strukturen der Gründungsjahre bewältigen müssten. Er verwies dabei auf die Lehrdeputatsregelung und die fehlende finanzielle Grundausstattung der Forschung.

KatHO NRW weiterhin auf Wachstumskurs

Das war auch die zentrale Aussage von Kanzler Bernward Robrecht in seinem anschließenden Bericht. Demnach befinde sich die KatHO NRW in ihren Handlungsfeldern weiterhin auf Erfolgskurs. Auch am personellen Zuwachs lasse sich dies erkennen – insbesondere am steigenden Anteil der weiblichen Beschäftigten. Die neue Dezernatsstruktur werde die Effizienz des Hochschulbetriebs weiter verbessern und die Transparenz erhöhen. Robrecht betonte den gelungenen Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnik mit großen Investitionen in Medientechnik, Tools, Blended Learning, Skills Lab und die Bibliothek, die immer mehr Bücher als E-Books anbiete. Neuerungen stünden am Standort Köln im Frühjahr 2021 an. Dann werde der geplante Anbau für weitere fünf Seminarräume und einen Hörsaal beginnen.
Der Kanzler würdigte zudem die außerordentliche Berufsleistung von Mitarbeiterin Petra Gehrken, die nach 42 Jahren engagierter Tätigkeit als Leiterin der Hochschulbibliothek in den Ruhestand geht.  Ebenso hebt Robrecht das besondere Engagement und die Verlässlichkeit von Hermann Weiler hervor, der nach 31 Jahren in der Personalabteilung der KatHO nun pensioniert wird.

Wissenschaftliche Aufarbeitung der digitalen Lehre

Alle Teilnehmer_innen der Dienstbesprechung konnten während der Vorträge per Chat ihre Fragen stellen, die Rektor und Kanzler beantworteten. In einer anschließenden Talkrunde interviewten die Paderborner Professorinnen Dr. Christiane Koch und Dr. Julia Bloech die Hochschulleitung. Verwaltungsdirektor Meinolf Sprink betonte, dass sich mit der digitalen Dienstbesprechung der vielfach geäußerte Wunsch erfüllte, die jährliche Veranstaltung solle einen größeren Teilnehmer_innenkreis umfassen. Dies war in der Vergangenheit an den begrenzten Hotelkapazitäten an den Austragungsorten gescheitert. Eine drängende Frage war, was mit denjenigen Lehrenden passiert, die keine ‚Digital Immigrants‘ seien und nicht so schnell auf den digitalen Zug aufspringen könnten, der im Corona-Semester gestartet ist. Hier beruhigte Prodekanin Barbara Schermaier-Stöckl: Jegliches Gefühl der Kolleg_innen, sich zu wenig in Sachen Digitalisierung entwickelt zu haben, sei nicht gerechtfertigt. Ferner kündigte sie an, dass die Richtlinien zur Förderung von Forschung an der KatHO überarbeitet werden. Prorektor Martin Klein verwies auf die Notwendigkeit, die bisherigen Erfahrungen mit der digtalen Lehre systematisch auszuwerten und weiterzuentwickeln. Er warb für die ‚Open Meetings‘, die sich bisher bewährt hätten, um miteinander zu den neuen Herausforderungen im Gespräch zu bleiben und für die Angebote des Hochschuldidaktischen Netzwerkes (hdw nrw), das dafür hilfreiche Weiterbildungsangebote für Lehrende bereithalten würde.

Anschließend waren die Erfahrungen der Teilnehmer_innen gefragt, als sie in mehreren Online-Workshops die wichtigsten Entwicklungen der Hochschule in den vergangenen zehn Jahre und die daraus resultierenden Herausforderungen formulierten. Der Ausbau des Mittelbaus, die komplexere Arbeit in den Fachbereichen, die Veränderungen in der Studierendenschaft und der Fokus auf Forschungsthemen kamen hier oft zur Sprache.

Gelungener Tagesabschluss mit Abendprogramm „KatHO, Kunst & Küche“

Programmhöhepunkt am Abend war das Home Cooking mit künstlerischer Umrahmung: Nach Anmeldung konnten sich zuvor alle Mitarbeiter_innen ein Päckchen mit Kochzutaten für ein vegetarisches Drei-Gänge-Menü abholen, das sie nun live am heimischen Herd zubereiteten. Professionelle Hilfe kam von den Köchen Alex Brozmann und Benedikt Paus der Paderborner Restaurants „Kitzgams“ und „El Chingón“. Künstler Herman Reichold griff Chathinweise auf und verewigte sie in einem alle vier Standorte verbindenden Bild. Zum Abschluss präsentierten Rektor und Kanzler zum ersten Mal das neue Logo, mit dem die Hochschule in ihr Jubiläumsjahr 2021 gehen wird. Die Coverband „Goodbeats“ ließ den gelungenen Tag ausklingen. Alle Teilnehmer_innen waren sich in ihren Chatbeiträgen einig: Die Dienstbesprechung geht auch hervorragend online. Danke an das Orgateam und der Abteilung Paderborn!

Die gesamte Dienstbesprechung 2020 als Videoaufzeichnung, die Ergebnisse aus den Workshops und eine Auswahl an Küchen- und Backstage-Fotos sind demnächst im Campusportal (unter Hochschulleitung-Gremien-Kommissionen im Ordner Dienstbesprechung 2020) abrufbar (Login erforderlich).

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021