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Transferforum "Digitales Arbeiten vs. Datenschutz" (02.12.2020, KatHO NRW)

Von links nach rechts: Prof. Dr. Martin Klein und Prof. Dr. Gregor Hohenberg

Die Digitalisierung von Sozialer Arbeit und Gesundheitswesen hat durch die Corona-Pandemie eine größere Bedeutung erlangt. Damit geht auch das Thema Datenschutz einher, womit sich das Transferforum mit über hundert Teilnehmer_innen beschäftigt hat.

Beratungen und Konferenzen über Videokonferenzprogramme, Online-Vorträge, digitales Arbeiten – all dies ist in den letzten Monaten ein steter Begleiter von Mitarbeiter_innen des Sozial- und Gesundheitswesens geworden. Dabei wurde häufig eine schnelle Lösung vorgezogen und Datenschutzfragen hintenangestellt. Datenschutz ist aber bedeutsam, sowohl im Hinblick auf juristische Konsequenzen, als auch auf das gesetzlich verbriefte Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Insbesondere bei vulnerablen Gruppen, mit der die Soziale Arbeit häufig zusammenarbeitet und der Erhebung besonders sensibler personenbezogener Daten, ist dies eine essentielle Fragestellung, mit der sich das Transferforum „Digitales Arbeiten vs. Datenschutz“ beschäftigt hat.

Das Transferforum wurde mit dem Thema Digitalisierung und dem Verständnis von digitaler Vernetzung begonnen. Prof. Dr. Hohenberg erläuterte die Funktionsweise des Internets als Netzwerk der Netzwerke und Beobachtungsfehler bei der Betrachtung der Digitalisierung, ebenso wie die Veränderung in der Wahrnehmung des Digitalen durch die Generation Z. Im Weiteren ging Prof. Dr. Klein auf die Grundlagen des Datenschutzes im Sozialwesen ein und erläuterte die Standards und die Prüfmechanismen der Datensicherheit im Rahmen digitaler Angebote anhand der bestehenden Regelungen, bspw. durch den Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin und die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Hierbei wurde auch die Problematik der Gewohnheit im Umgang mit unsicheren Messengern aufgegriffen, ebenso wie die Möglichkeiten und Hindernisse bei der Nutzung von sicheren Kommunikationsmitteln diskutiert. Zum Abschluss wurden acht grundlegende Sicherheitsanforderungen an digitale Beratungen vorgestellt, um eine Rechts- und Datensicherheit zu garantieren.

Die Planung, technische Umsetzung und Moderation wurden wie gewohnt durch Tristan Steinberger und Stephan Post vom Innovation-Lab Köln durchgeführt. Das Transfernetzwerk Soziale Innovation – s_inn ist ein Verbundprojekt der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen und der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe. Seit Anfang 2018 wird s_inn über insgesamt fünf Jahre im Rahmen der Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert. 

Die Hochschule Hamm-Lippstadt und die KatHO NRW haben gemeinsam im Sommer diesen Jahres das Institut für IT-Sicherheit im Sozial- und Gesundheitswesen gegründet, welches mit konkreten Umsetzungsmaßnahmen Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft bei der digitalen Transformation im Sozial- und Gesundheitswesen unterstützt.

Das Transfernetzwerk dankt Herrn Prof. Dr. Hohenberg und Herrn Prof. Dr. Klein für Ihre spannenden Vorträge und allen Teilnehmer_innen für die rege und engagierte Teilnahme. Die PowerPoint-Präsentation der Veranstaltung wird auf der Veranstaltungsseite verfügbar bleiben. Das nächste Transferforum zum Thema des Geschlechtseintrags „divers“ in der Kinder- und Jugendhilfe findet am 01. Februar 2021 statt. Interessent_innen sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen.

 

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2021