Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Transferforum “Virtuelle Geragogik in der Realität“ des Innovation-Labs Köln (19.11.2020, KatHO NRW)

Milena Feldmann beschäftigte sich im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis mit der Anwendung von Virtual-Reality-Brillen in der Senior_innenarbeit und diskutierte dies im Rahmen des Transferforums.

Nur Risiken oder auch neue Chancen und Möglichkeiten? Ersatz für unverzichtbare Nähe oder neue Räume des Lernens und der Lebensgestaltung? – Dies sind einige der zentralen Fragen, die der Einsatz von Virtual-Reality-Brillen in der Senior_innenarbeit aufwirft. Milena Feldmann (B.A. Soziale Arbeit) hat sich im Rahmen ihrer Bachelorthesis mit dem Einsatz von VR-Technologie beschäftigt. Ihre Abschlussarbeit wurde 2019 mit dem Thesis-Preis der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) prämiert und nun veröffentlicht. Im ersten Teil des Transferforums "Virtuelle Geragogik in der Realität" hat Frau Feldmann ihre Ergebnisse einem Publikum aus Fachleuten der Praxis und Wissenschaft sowie interessierten Studierenden vorgestellt. Einen Schwerpunkt legte sie dabei auf die medienpädagogischen und geragogischen Grundlagen. Sie ging auf die in qualitativen Interviews erhobenen Einschätzungen von Fachkräften der Senior_innenarbeit aber auch auf die eigenen Erfahrungen der betroffenen Senior_innen ein. Daraus leitete Frau Feldmann schließlich Kriterien für einen gelungenen Einsatz von VR-Technologie im beschriebenen Handlungsfeld ab.

Im zweiten Teil des Transferforums fand unter Moderation von Herrn Steinberger und Herrn Post (beide Innovation-Lab Köln) ein reger Austausch zwischen Theorie und Praxis statt. Geprägt war dieser Austausch vor allem von der Frage nach der Anwendbarkeit der VR-Technologie im Alltag der Senior_innenarbeit sowie den damit verbundenen Hindernissen und Voraussetzungen. Insbesondere die zeitlichen Kapazitäten und die technischen Voraussetzungen wurden in der Praxis als Herausforderungen  identifiziert. Dies betrifft zum Beispiel die Möglichkeit, trotz bestehenden Personalmangels Kapazitäten für die Nutzung innovativer Technologien zu schaffen. Darüber hinaus fehlen in vielen Einrichtungen der Senior_innenhilfe die Grundvoraussetzungen für eine Nutzung, da beispielsweise eine flächendeckende Versorgung mit W-LAN nicht garantiert werden kann und auch etabliertere Technologien wie Smartphones und Tablets in der Arbeit mit  Senior_innen noch keine Anwendung finden. Die VR-Technologie wurde jedoch als interessante Perspektive mit vielfältigen Potentialen wahrgenommen.

Wir danken Frau Feldmann für ihren spannenden Vortrag und allen Teilnehmer_innen für die rege und engagierte Teilnahme. Ebenso danken wir dem Sozial-Wissenschaftsladen, der Frau Feldmann das Thema vermittelt und die Arbeit begleitet hat. Eine Videoaufzeichnung des Vortrags von Frau Feldmann wird neben der PowerPoint-Präsentation weiterhin auf der Veranstaltungsseite verfügbar bleiben. Wir möchten Sie in diesem Zuge auch herzlich zum nächsten Transferforum “Digitales Arbeiten VS Datenschutz“ am 23. November 2020 einladen.

 

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2020