Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Religiöse Migrantengemeinden und Altenhilfe – Chancen und Herausforderungen der Unterstützung von älteren Menschen mit Migrationserfahrung (25.09.2020, KatHO NRW)

Die Diskussion fand im Hörsaal statt, Online-Teilnehmende konnten über die Chat-Funktion mitwirken.

Vorträge wurden zumeist direkt im Hörsaal gehalten.

Einige Beiträge wurden 'live' in den Hörsaal übertragen.

Die wissenschaftliche Tagung zum Forschungsprojekt ReMigAS NRW

Am 7. und 8. September 2020 fand an der Abteilung Paderborn der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) eine wissenschaftliche Tagung zum Projekt „Religiöse Migrantengemeinden als Kooperationspartner von Altenhilfe und Seniorenarbeit in Nordrhein-Westfalen“, kurz ReMigAS NRW, statt. Pandemiebedingt hatte die Tagung eine ‚hybrider Form‘: Die meisten Referierenden waren vor Ort anwesend, einzelne online zugeschaltet, ebenso wie etwa 60 weitere Teilnehmende.

Die Tagung fragte nach den Beiträgen und Potentialen Religiöser Migrantengemeinden zur Unterstützung älterer Einwanderer. Da immer mehr Menschen mit Migrationserfahrung professionelle Unterstützung benötigen, entsprechende Angebote allerdings nur unterdurchschnittlich in Anspruch genommen werden, rücken Unterstützungspotentiale dieser (und anderer) Migrantenselbstorganisationen zunehmend in den Fokus.

Nach einer kurzen Einführung durch den Projektleiter Prof. Dr. Marc Breuer sowie die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Jannah Herrlein wurden die Teilnehmenden von Prof. Dr. Dr. Martin Hörning, dem Dekan des Fachbereichs Sozialwesen, begrüßt. Ein zweites Grußwort sprach Thomas Hauberichs vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, welches durch seine Förderung das Forschungsprojekt ebenso wie die Tagung ermöglicht.

Eine Einführung in die religionssoziologischen Grundlagen der Tagungsthematik gab Prof. Dr. Alexander-Kenneth Nagel (Universität Göttingen). Einen vertiefenden Blick auf Migranten(selbst)organisationen warfen Ariana Kellmer (Universität Duisburg-Essen) und Daniel Huber (Technische Universität Dortmund), während sich Prof.‘in Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin von der Alice-Salomon-Hochschule Berlin mit Erwartungen an Altenpflege in migrantischen Bevölkerungsgruppen befasste. Mit der Vorstellung erster Ergebnisse des von ihnen verantworteten Projektes ReMigAS NRW beschlossen Prof. Dr. Marc Breuer und Jannah Herrlein den ersten Veranstaltungstag.

Am zweiten Tag standen zunächst muslimische Religionsgemeinschaften sowie Dienstleistungen für ältere Menschen muslimischen Glaubens im Vordergrund. Diesem Thema galten die Vorträge von Dr. Idris Nassery (Seminar für Islamische Theologie der Universität Paderborn), Neslihan Özkan und Burcu Temel (Islamisches Kompetenzzentrum für Wohlfahrtswesen e.V., Köln) sowie Michael Härteis und Dr. Martin Rühlemann (Münchenstift GmbH München). Mit den Möglichkeiten und Grenzen kultur-, religions- sowie diversitätssensibler Konzepte der Pflege und Unterstützung älterer Einwanderer befassten sich anschließend Timur Saltan (MA&T GmbH, Würselen) und Bernd Bogert (St. Gereon Seniorendienste Hückelhoven), Dr. Gürsel Capanoğlu (VMDO e.V., Dortmund) sowie Marlene Kolkmann (Zentrum 60plus, Caritasverband Essen).   

Prof.‘in Dr. Sigrid Leitner von der TH Köln resümierte die wichtigsten Erkenntnisse der Tagung und setzte sie mit einer sozialpolitischen Perspektive in Beziehung. Mit der abschließenden Diskussion endeten zwei spannende und inhaltlich vielfältige Tage. Nicht zuletzt die zahlreichen Fragen und Kommentare der Online-Teilnehmenden zeugten von einem intensiven Austausch. Herzlich bedanken wir uns bei der IT der Hochschule, die durch ihren Einsatz zum Gelingen der Tagung unter den besonderen Bedingungen maßgeblich beigetragen hat.

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Zum Tagungsprogramm (PDF-Download)

Weitere Informationen zur Tagung bzw. zum Projekt ReMigAS NRW erhalten Sie bei:

Prof. Dr. Marc Breuer, m.breuer(at)katho-nrw.de

Jannah Herrlein, j.herrlein(at)katho-nrw.de

Das Projekt „Religiöse Migrantengemeinden als Kooperationspartner von Altenhilfe und Seniorenarbeit in Nordrhein-Westfalen“ wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und unterstützt durch die Katholische Hochschule NRW.

 

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