Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Neues Blended-Learning-Modul ergänzt Präventionsschulungen des Erzbistums Paderborn und der KatHO NRW (18.06.2020, KatHO NRW)

Die Beteiligten der erfolgreichen Kooperation: Hintere Reihe v. l.: Prof. Dr. Hans Hobelsberger (Rektor KatHO NRW), Generalvikar Alfons Hardt (Erzbistum Paderborn), Prof. Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Prof. Dr. phil. Patrick Isele (beide KatHO NRW). Vordere Reihe v. l.: Christian Thiel (Blended Learning, KatHO NRW), Stefan Beckmann, Miriam Merschbrock (beide: Präventionsteam, Erzbistum) und Karl-Heinz Stahl (Präventionsbeauftragter im Erzbistum). Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Alle Bildungseinrichtungen beschäftigt derzeit die Frage, wie sich qualitativ hochwertige digitale Lehr- und Lernformate entwickeln lassen. Mit einem neuen Blended-Learning-Modul, das die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) gemeinsam mit dem Team Prävention im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn für die Präventionsschulungen kirchlicher Mitarbeiter_innen des Erzbistums Paderborn und zum Einsatz in den Lehrplänen der KatHO NRW entwickelt hat, ist das gelungen: Das umfassende Präsenz-Schulungskonzept wird jetzt durch eine digitale Komponente ergänzt.

Bisher fanden die Präventionsschulungen des Erzbistums Paderborn ausschließlich als Präsenzveranstaltungen statt. Das neue, ergänzende Blended-Learning-Modul macht die Schulungen nun variabler durchführbar: Die Teilnehmenden erhalten ein differenziertes Methodenangebot und die Möglichkeit, ein persönliches Portfolio anzulegen. Zudem werden ihnen in dem neuen Modul durch zehn Expert_innen aus unterschiedlichen Disziplinen in Interviews relevante Inhalte orts- und zeitunabhängig vermittelt.

Entstanden ist das Lernmodul in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW). „An unserer Hochschule lernen die Studierenden durch eine enge Vernetzung mit Einrichtungen der Praxis, die Lebenssituationen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, ihre sozialen und kulturellen Kontexte und Entwicklungsbedingungen zu analysieren und zu unterstützen“, sagt Rektor Hans Hobelsberger. „Die Kooperation mit dem Erzbistum Paderborn im Bereich ‚Blended Learning‘ ist somit eine Weiterführung aufgrund sehr guter gemeinsamer Erfahrungen.“ Die Idee für das Blended-Learning-Modul entstand unter anderem, weil viele Träger kirchlicher Einrichtungen einen entsprechenden Bedarf geäußert hätten: „Für eine große Einrichtung ist es eine Herausforderung, ihre Mitarbeiter alle auf einmal zu einer Präsenzschulung zu schicken. Dieser Schwierigkeit können wir nun über einen anderen Zugang als Ergänzung begegnen“, erklärt Karl-Heinz Stahl, Präventionsbeauftragter im Erzbistum Paderborn.

Es ist anspruchsvoll Blended-Learning-Formate zu erstellen: „Die Entwickler müssen technische Sichtweisen mit didaktischen kombinieren, einschätzen, ob ihre Zielgruppe die Lerninhalte selbstständig bearbeiten kann und qualitativ hochwertige Lehrmedien anbieten“, sagt Christian Thiel, Leiter des Blended-Learning-Teams an der KatHO NRW. „Die Aufgaben sollen die aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten fördern. Auch müssen Online-Lernphasen und Präsenzveranstaltungen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden“, so Thiel weiter. Für Theologie-Professor Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld (KatHO NRW Paderborn) ist die Flexibilität entscheidend, dank der die Schulungsteilnehmer_innen ihre Zeit frei einteilen können: „Durch Blended-Learning können auch Menschen mit einem eng getakteten Berufs- und Studienalltag dem Thema Prävention sexualisierter Gewalt nun die nötige Aufmerksamkeit schenken.“

Die KatHO NRW hat beim Blended-Learning einen Vorsprung an Wissen und Know-how, weil sie bereits im Jahr 2013 mit dem Aufbau der digitalen Lehre begonnen hat. Seitdem hat die KatHO NRW die personellen und strukturellen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Blended-Learning-Veranstaltungen geschaffen und unter der Federführung von Prorektor Martin Klein in einer Digitalisierungsstrategie festgeschrieben.

Das Blended-Learning-Modul zur Prävention sexualisierter Gewalt in Kooperation mit dem Erzbistum Paderborn ist eines der komplexeren digitalen Transfer-Konzepte, das die KatHO NRW bislang umgesetzt hat: „Projekte dieser Größenordnung benötigen die Erfahrungen und die Kenntnisse vielen Beteiligter“, betont Thiel, „mein besonderer Dank gilt deshalb allen Mitarbeitenden des Blended-Learning-Teams, die an der Umsetzung beteiligt waren.“

Redaktion:
Katja Brittig, presse(at)katho-nrw.de

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