Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Immatrikulationsfeier: Abteilung Münster begrüßt 263 “Erstis” (09.10.2019, Münster)

Prof. Dr. Christopher Beermann, Dekan der Abt. Münster

Sebastian Koppers, Vorstand Caritasverband für die Stadt Münster e.V.

Am 02. Oktober fand an der Abteilung Münster die Immatrikulationsfeier für die neuen Studierenden der Sozialen Arbeit und Heilpädagogik statt. Insgesamt 263 Erstsemester (181 in der Sozialen Arbeit, 82 in der Heilpädagogik – B.A. und M.A.) versammelten sich im Hörsaal der Hochschule und wurden zunächst von Dekan Prof. Dr. Christopher Beermann begrüßt. In seinen einführenden Worten stellte Beermann heraus, dass die KatHO NRW mit ihrer Abteilung in Münster örtlich zwar eine vergleichsweise kleine Hochschule sei, andererseits aber mit ihrem besonderen Profil als katholische Hochschule auch etwas zu bieten habe: Mit Verweis auf eine Wertbezogenheit stellte Beermann heraus, dass der Mensch in unseren Augen immer mehr sei als “[...] ein Individuum, welches zufällig ins Leben geworfen wurde”.

Wie auch schon im letzten Jahr, freute sich Beermann dann, im Namen der ganzen Abteilung, Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson ans Mikrofon bitten zu dürfen. Die Politikerin wandte sich an die Studienanfänger, die maßgeblich für die weltoffene und innovative Atmosphäre in einer Stadt wie Münster sorgen würden. Sie wünschte allen Anwesenden einen guten Start in ihren neuen Lebensabschnitt und ermunterte dazu, die zahlreichen Möglichkeiten zu nutzen, die Münster beispielsweise im kulturellen und sportlichen Bereich bietet - und sich hier künftig vielleicht auch ehrenamtlich einzubringen.

Als diesjähriger Festredner betrat dann Sebastian Koppers, Vorstand des Caritasverbandes für die Stadt Münster e.V. die Bühne. Sein Vortrag stand unter dem Titel “ Die politische Dimension der Sozialen Arbeit”. Als einen Ausgangspunkt verwies Koppers auf das Christentum als einer “hochpolitischen Religion” - eine Zuschreibung, die ihre Entsprechung beispielsweise in der katholischen Soziallehre findet, welche ihrerseits, so Koppers, einen zentralen Bezugspunkt für unsere heutige Sozialgesetzgebung darstellt.

Koppers ermutigte in diesem Sinne die angehenden Fachkräfte der Sozialen Arbeit und Heilpädagogik dazu, die politische Dimension des Sozialen von Anfang an, beginnend bereits im Studium, mitzudenken und sich beispielsweise auch intensiv mit jenen wissenschaftlichen Theorien zu beschäftigen, welche Soziale Arbeit als eine “Menschenrechtsprofession” (hier im Sinne Silvia Staub-Bernasconis) sehen und ihr darüber ein politisches Mandat zusprechen. Ganz in diesem Sinn formulierte Koppers dann auch am Ende seines Vortrages den Appell an die Studienanfänger: “Entwickeln Sie kreative und wirksame Wege der politischen Einflussnahme!”

 

Text: Prof. Dr. Johannes Nathschläger
Fotos: Tina Rogozinski

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