Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

„Mauern überspringen“ für den Start in einen neuen Lebensabschnitt (07.10.2019, Köln)

Die Absolventinnen und Absolventen der Graduiertenfeier 2019

Milena Feldmann, Gewinnerin des Thesispreises

Professorin Dr. Steinfort-Diedenhofen gratuliert Milena Feldmann

Dekanin Prof.´in Dr. Hoff gratuliert den Absolventinnen und Absolventen

„Mauern überspringen“ war das diesjährige Motto, unter welchem die Graduiertenfeier und der Semestereröffnungsgottesdienst eingeleitet wurde.

Die Graduiertenfeier der Absolventinnen und Absolventen, die ihr Studium der Sozialen Arbeit (B.A./M.A.) oder der Bildung und Erziehung im Kindesalter (B.A.) erfolgreich an der KatHO NRW, Abteilung Köln, abgeschlossen haben, fand am Dienstag, dem 01. Oktober 2019 in der Kirche St. Agnes statt.

Im Anschluss an eine gemeinsame Eucharistiefeier mit den Studierenden und Lehrenden in der dicht gefüllten Sankt Agnes Kirche, die von Prof. Dr. Joachim Windolph geleitet wurde, erfolgte die Ehrung der rund 40 ehemaligen Studierenden im Rahmen eines Festaktes.

„Wer wenig denkt, irrt viel“ mit diesem Zitat von Leonardo da Vinci leitete die Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen Prof. Dr. Hoff ihre Glückwünsche an die Absolventinnen und Absolventen ein. Sie verwies darauf, dass sich die Absolventinnen und Absolventen durch professionelles Denken in der Arbeitswelt auszeichnen werden. Die Dekanin bedankte sich bei den Lehrenden, die zum Denken angeregt, bei den Eltern, die ihre Kinder zum Denken an der KatHO NRW ermuntert und unterstützt hatten, aber auch den Großeltern, die mehrgenerationales Denken fördern würden.
„Irren ist menschlich“ ein Zitat von Klaus Dörner griff die Dekanin weiter auf und verwies darauf, dass die angehenden Fachkräfte sich in ihrer Arbeit bestimmt mal irren oder verirren. Dies solle die Absolventinnen und Absolventen nicht abschrecken, sondern ermutigen, sich weiterzubilden und im Denken voran zu bringen.

Auch die Studierendenvertretung ließ es sich nicht nehmen, die Graduierenden zu verabschieden. In einem Poetry Slam erinnerte Jana Schick, Studierende im Bachelor Soziale Arbeit und Mitglied des StuPa, an die vergangene Studienzeit und gab Einblicke in das Studierendenleben. Sie hob hervor, dass die Absolventinnen und Absolventen stolz auf sich sein dürfen, dass sie es bis zum Abschluss geschafft haben, „an einer Hochschule, die nicht die größte und modernste ist, aber an einer Hochschule, an der du nicht nur eine Matrikelnummer bist“. Zum Schluss verdeutlichte Jana Schick: „Ihr zieht bald los und seid nicht mehr viel hier, aber vergesst nie, die KatHO war ein Teil von euch und wo auch immer ihr dann seid, ihr seid und bleibt ein Teil von ihr.“

Ein weiterer Programmpunkt der Graduiertenfeiert war die Ehrung von Frau Milena Feldmann, B.A. für ihre  herausragende Thesis im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit mit dem Titel „Einsatz von VR-Technologie in der Senior_innenarbeit - Chancen und Risiken der Nutzung aus Sicht der Sozialen Arbeit“. Der bereits zum fünften Mal vergebene  „Thesispreis“ ist mit einem Druckkostenzuschuss dotiert. Bevor Frau Feldmann den angehenden Fachkräften mittels eines kurzen Vortrags einen Einblick in ihre Arbeit gewährte, würdigte Prodekanin Professorin Dr. Steinfort-Diedenhofen, Betreuerin und Erstprüferin der Bachelorthesis, die ausgezeichnete Leistung der Preisträgerin. Die Prodekanin hob hervor, dass sich die Studierende mit einer innovativen Fragestellung auseinandergesetzt hat: „Der Einsatz von virtuellen Realitäten in der stationären Seniorenarbeit“.Das Thema der Arbeit war als ein Kooperationsprojekt im Bereich der Transferstrategien mit dem Diözesan Caritasverband und dem „SozialWissenschaftsladen“ der KatHO NRW erarbeitet worden. Milena Feldmann, die sich zu Beginn bei Prof. Dr. Steinfort-Diedenhofen bedankt, berichtet, dass die ersten Reaktionen auf das Thema mit „ungewöhnlich, erstaunt und lustig“ zu beschreiben waren. Bei der Bearbeitung ihrer Fragestellung ging es ihr vor allem darum, den Nutzen zu erkennen, aber auch wer wie involviert wird. Einen sogenannten Pre-Test gab es in einer Einrichtung in Düsseldorf. Diese war sehr positiv und ermöglichte einen Einblick in die Biografiearbeit der Seniorinnen und Senioren. „Wichtig ist mir, die Perspektive der Sozialen Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen“ berichtete Feldmann. So zeigen die Ergebnisse ihrer Arbeit, dass es bei aller möglichen Technik wichtig ist, , dass die Seniorinnen und Senioren im Mittelpunkt stehen, sie Experten ihrer selbst sind und genau wissen, was sie  möchten. Es handelt sich dabei um einen partizipativen und individuellen Umgang mit dem Medium. Um die Fachkräfte zu stärken, entwickelte sie ein Konzept für Schulungen in dem Bereich, um eine fachliche Begleitung sicherzustellen. Wir gratulieren zu der außergewöhnlichen Arbeit. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Die Dekanin leitet den feierlichen Schlussakt ein, bei dem die Erstprüferinnen und Erstprüfer den Absolventinnen und Absolventen persönlich gratulierten. Auch in diesem Jahr wurde die Bandbreite der Arbeits- und Forschungsmöglichkeiten innerhalb der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik durch die vielfältigen Bachelor- und Masterthesen deutlich.

Im Anschluss an die Überreichung der Glückwünsche sprach Prof´in Dr. Hoff die Einladung zu dem anschließenden Sektempfang im Foyer der KatHO NRW, Abt. Köln ein, wo die Feier ihren Ausklang nahm.

Ein besonderer Dank gilt dem Chor der Abteilung Köln, welcher den Gottesdienst stimmungsvoll musikalisch begleitete.

Den Glück- und Segenswünschen der Dekanin Prof.`in Dr. Hoff schließt sich das gesamte Kollegium und die Verwaltung der Abteilung Köln an.

Weitere Informationen/Text/Fotos
Dekanatsreferentin Julia Jung

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