Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

„Es tut gut, wieder hier zu sein“ (01.10.2019, Münster)

2. Alumni-Tag der KatHO Münster am 28. September 2019

„Ich bin seit 15 Jahre nicht mehr in dieser Hochschule gewesen!“ So stellte sich ein ehemaliger Student beim 2. Alumni-Tag der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Münster vor; und eine andere Besucherin ergänzte: „Damals war ich Studentin und habe meine drei Jahre alte Tochter mit in Seminare gebracht, da hat sie gemalt. Heute sitzt sie hier neben mir und ist selbst Studentin an dieser Hochschule.“ So sprach eine frühere Studentin vielen aus dem Herzen: „Es tut gut, wieder hier zu sein, das war eine schöne Zeit damals.“

Etwa 80 ehemalige Studierende der damals noch KFH genannten Hochschule, der heutigen KatHO NRW, Abteilung Münster und auch einige aktuell Studierende waren der Einladung der Hochschule zum 2. Alumni-Tag am 28. September 2019 gefolgt.

Alumni-Veranstaltungen aller Hochschulen bemühen sich um den Erhalt der Beziehungen zu ihren ehemaligen Studierenden, so eröffnete Frau Prof. Dr. Ursula Tölle, verantwortlich für die Alumni-Arbeit der KatHO Münster den Tag und begrüßte alle Anwesenden. „Ohne die Erfahrung von Beziehung wären sie alle nicht hier!“

Seit mehr als drei Jahren bereitet ein Arbeitskreis von Alumni Angebote für alle Ehemaligen vor; Anna Isenberg und Gerrit Diekmann eröffneten das Programm im Namen dieses Arbeitskreises; zunächst interessierte sie und alle, wer da ist. Es gab ein erstaunliches Bild: die jüngsten Absolventinnen waren zwei Studierende aus dem laufenden Jahr 2019; den Rekord des ersten Alumni-Tages brach eine Dame aus dem Abschlussjahr 1975! Sie hat also vor 44 Jahren an der Hochschule ihre Ausbildung abgeschlossen. Dazwischen reihten sich Absolventinnen und Absolventen nahezu aller Jahrgänge ein, so etwa 20, die in den Jahren 2005 bis 2015 an der Hochschule Examen gemacht haben, eine Gruppe von sechs Ehemaligen aus dem Abschlussjahr hatte sich zum Alumni-Treffen verabredet.

Der Tag war ein Tag von Alumni für Alumni; in sechs Workshops über den Tag verteilt boten ehemalige Studierende ihre Kompetenzen und ihr Wissen zur Weitergabe an: Visualisierung auf Flipcharts professionell gestalten - dazu bietet ein Ehemaliger auch sonst Fortbildungen an, Finanzierung durch Fundraising in der Sozialen Arbeit - dargestellt von einem Sozialpädagogen, der inzwischen in einer Bank tätig ist; berufspolitische Perspektiven aus Sicht eines Berufsverbandes; Konsequenzen aus dem Bundesteilhabegesetz – fachkundig moderiert von einer leitenden kommunalen Mitarbeiterin, Umgang mit Überlastung und herausfordernden Arbeitssituation im Alltag – der Referent war Student an der Hochschule, an der er heute lehrt. Auch andere aktuell Lehrende der Hochschule brachten ihre Kompetenzen ein, so zum Beispiel zum Thema Übernahme von Leitungsaufgaben in Organisation der Sozialen Arbeit, ein Thema, das schon beim 1. Alumni-Tag auf großes Interesse stieß.

Klug hatte der Arbeitskreis das Programm zeitlich so geplant, dass ausreichend Zeiten blieben für informellen Austausch. In Pausen, bei liebevoll vorbereitetem Kuchenbuffet, in einer ausführlichen Mittagspause und immer zwischendurch ergaben sich Gespräche. In verschiedenen Sitzgruppen und an Stehtischen war den ganzen Tag über zu beobachten, dass Begegnungen und Austausch über alte Zeiten zugleich bedeutsam wurde für die Gegenwart; manche trafen Absprachen zur Zusammenarbeit, entwickelten für ihre Arbeit weiterführende Ideen und verabredeten, im Gespräch zu bleiben.
So war es nicht überraschend, dass die Rückmeldungen zu dem Tag uneingeschränkt positiv waren und eine Wiederholung ausdrücklich gewünscht ist. Besonderer Dank galt Tina Rogozinski, die als Fachbereichsreferentin für Studium & Praxis seit Wochen die Fäden der Planung in der Hand hatte.

Bevor die KatHO Münster zum 3. Alumni-Tag einlädt, wird es zu Ende Januar 2020 eine Einladung zur zweiten sogenannten Studienstunde geben, bei der aus dem früheren Kollegium ein Gast zum Gespräch zur Verfügung steht.

Text: Prof. Dr. Ursula Tölle

 

 

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