Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

IAGG-ER 2019: Gesundes Altern im multiperspektivischen Fokus (04.07.2019, KatHO NRW)

Einige von zahlreichen Expert_innen für gesundes Altern auf der IAGG-ER. Für das Institut für Teilhabeforschung mit dabei: Lisa Verhaert (rechts) und Wolfgang Thiems (dritter von rechts).

Institut für Teilhabeforschung stellt Projekte in Göteborg vor

Expert_innen aus zahlreichen Nationen folgten der Einladung der IAGG-ER 2019 (International Association of Gerontology and Geriatrics European Regions) nach Göteborg. Vom 23. bis 25. Mai 2019 erörterten sie das Thema „gesund altern“ aus einer multidisziplinären Perspektive. Der Originaltitel des Kongresses lautete „Towards Capability in Ageing – from cell to society“. Mit eigenen Beiträgen vertreten waren Lisa Verhaert, Henrik Wiegelmann und Wolfgang Thiems, die im Institut für Teilhabeforschung der Katholischen Hochschule NRW den Themenschwerpunkt Gerontologische Versorgungsforschung bearbeiten.

Die diesjährigen Themenschwerpunkte des Kongresses fokussierten das „gesund alt werden“ aus medizinischer und psychosozialer Sicht. Die Referierenden, zu einem großen Teil aus Skandinavien, lösten sich von dem ausschließlichen Blickwinkel auf Diagnostik, Demenz- und andere Krankheiten. Vielmehr stand der ältere Mensch in seiner individuellen Lebenslage (pro-aging / anti-aging) und die Identifizierung der sich daraus ergebenden Bedarfe und Politikstrategien im Zentrum.

Lisa Verhaert konnte sich mit zwei wissenschaftlichen Postern des Modellprojekts PfADe und INREGA-DEM positionieren: Das Projekt PfADe setzt sich mit präventiven Versorgungsstrukturen für versorgende Angehörige von Menschen mit Demenz auseinander. In einem Vortrag zu INREGA-DEM wurden die Barrieren, demenzspezifische Angebote in Anspruch zu nehmen, betrachtet und abschließend diskutiert.

Zudem moderierte Lisa Verhaert das Symposium “The change of social welfare systems and the shaping of social infrastructure. Innovation in cross-border-implementation in the Meuse-Rhine-region”. Hier präsentierten Kooperationspartner_innen aus der Rhein-Maas-Region, unter anderem „euPrevent“ und die Universität Maastricht, innovative Ideen zur Versorgung älterer Menschen für die Euregio. Im Mittelpunkt dieser Vorträge stand die transnationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Belgien und den Niederlanden, und die Nutzung von Synergie-Effekten in der Euregio.

In einem weiteren Symposium, geleitet durch Prof.´in Dr. Karin Wolf-Ostermann von der Universität Bremen, stellte Henrik Wiegelmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter sowohl im Teilhabeinstitut als auch an der Universität Bremen, das Kooperationsprojekt PfADe vor.

Der lebendige wissenschaftliche Austausch zu zahlreichen nationalen Politiksystemen und Strategien zum Umgang mit der Altersversorgung, aber auch der Zukunftsgestaltung von Gesundheitssystemen entließ die zahlreichen Besucher_innen des IAGG-ER mit einer Perspektiverweiterung und weiteren Ideen, wie „gesund alt werden“ gelingen kann.

Für weitere Informationen:
Lisa Verhaert, l.verhaert(at)katho-nrw.de

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