Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Preisverleihung des DBSH- und FBTS-Förderpreises 2019 (03.06.2019, Aachen)

An Kathrin Kaufmann und Laura Illig von Abteilung Aachen für die Masterarbeit „Sektenkinder“

 

Die beiden Absolventinnen des Masterstudiengangs Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt „Klinisch-therapeutische Soziale Arbeit“ (Abt. Aachen) wurden am 14.05.2019 in Nürnberg mit dem 1.500 Euro dotierten Preis für ihre gemeinsam verfasste Master-Thesis „Sektenkinder: Eine Interviewstudie zu den Auswirkungen neureligiöser Kindheitserfahrungen und Handlungsempfehlungen für die Klinische Sozialarbeit“ ausgezeichnet.

Die Arbeit fußt auf einer explorativen Interviewstudie mit Menschen, die in einer religiösen Sekte aufgewachsen sind (z.B. Zeugen Jehovas, Moon-Sekte, Neuapostolische Kirche) und als Jugendliche oder junge Erwachsene den Ausstieg geschafft haben. Ein wichtiges Ziel der Autorinnen war es dabei, Empfehlungen für die Praxis der Sozialen Arbeit und der Psychotherapie herauszuarbeiten.

 

Der Betreuer der Thesis Prof. Dr. Johannes Jungbauer betont: „Kathrin Kaufmann und Laura Illig haben mit ihrer Master-Thesis eine sehr wichtige Pionierarbeit in einem weitgehend unerschlossenen For­schungsfeld geleistet, da es in Deutschland und auch international bislang kaum Fach- und Forschungsliteratur zur Situation von Menschen, die als so genannte „second generation adults“ in Sekten aufgewachsen sind, gibt.“

 

Die Preisverleihung durch Frau Stark-Angermeier, 2. Vorsitzende des DBSH und Prof. Dr. Lothar Stock, Vorstandsmitglied des FBTS fand anlässlich eines Empfangs der Frühjahrestagung des Fachbereichstages Soziale Arbeit im Nürnberger Rathaus statt. Vor Ort gratulierte die Leitung des Masterstudiengangs Prof. Dr. Ute Antonia Lammel: „Frau Kaufmann und Frau Illig haben sich selbstbewusst präsentiert und ich konnte sehr stolz auf unsere Absolventinnen sein. Nachdem die jungen Frauen im vergangenen Jahr schon auf dem Kongress „Cultic Studies Association“ ICSA (Juni 2017) in Bordeaux und 2018 auf einem Kongress in Philadelphia/ USA über ihre Forschungsbefunde berichtet hatten, nutzten sie nun die Gelegenheit zum ersten Mal in Deutschland ihre Befunde und Empfehlungen für Soziale Arbeit mit „Sektenkindern“ vor wichtigen Multiplikator_innen vorzutragen. Beide haben einen sehr kompetenten Eindruck hinterlassen und sind tolle Botschafterinnen nicht nur für dieses bisher wenig beachtete Thema, sondern auch für unseren Masterstudiengang an der Abteilung Aachen.“ Frau Lammel bedauerte es, dass Prof. Jungbauer nicht in Nürnberg dabei sein konnte.

 

Unter den Gratulant_innen waren auch der Sozialdezernent der Stadt Nürnberg und zahlreiche Dekan_innen aus dem ganzen Bundesgebiet.

 

Prof. Lammel bedankt sich bei ihrem Kollegen Johannes Jungbauer für die engagierte Begleitung von Frau Illig und Frau Kaufmann während aller Etappen ihres Forschungsprojektes bis hin zur anstehenden Veröffentlichung.

 

Ankündigung: Auf der Grundlage der Masterarbeit entsteht derzeit ein Buch in der Edition Balance des Psychiatrie-Verlags (Erscheinungsdatum: Frühjahr 2020).

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