Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

FIUC-Präsidentin: Katholische Hochschulen müssen soziale Verantwortung übernehmen (27.05.2019, KatHO NRW)

Die Präsidentin der International Federation of Catholic Universities (IFCU) Dr. Isabell Capeloa Gil (Mitte) mit Prof. Dr. Martin Klein (Prorektor), Helene Hofmann (Leiterin International Office), Bernward Robrecht (Kanzler), Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich (Prorektorin), Prof. Dr. Joseph Kurian Kachappilly CMI (Christ University Bengalore) und Prof. Dr. Hans Hobelsberger (Rektor) (v.l.n.r.).

Professor_innen im Gespräch mit der IFCU-Präsidentin.

Prominenter Besuch an der Katholischen Hochschule NRW: Am 15. Mai war Dr. Isabell Capeloa Gil zu Gast in der Zentralverwaltung. Die Präsidentin der International Federation of Catholic Universities (IFCU) stellte der KatHO NRW die Arbeit der internationalen Vereinigung von 200 katholischen Universitäten und Hochschulen vor. Ihrem Besuch voraus ging eine Einladung von Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger und Kanzler Bernward Robrecht, die Gil im Juli 2018 nach ihrer Wahl zur Präsidentin auf der IFCU-Generalversammlung in Dublin (Irland) kennenlernten.

Die katholischen Hochschulen müssen sich weiterhin zivilgesellschaftlich engagieren, um ihrem politischen Auftrag gerecht zu werden. Dazu müssen sie eng zusammenarbeiten und weiter gestärkt werden. Das stellte Dr. Isabell Capeloa Gil in ihrem Vortrag im Senatssaal in Köln fest. Hierfür ist es wichtig, dass die International Federation of Catholic Universities (IFCU) regelmäßig Feedback ihrer Mitglieder einholt und sie auf dem Weg zu mehr sozialer Verantwortung begleitet. Als gelungene Beispiele zivilgesellschaftlichen Engagements von Hochschulen nannte Gil die Initiative „Girlmove“ des India Center for Social Action, einem Bildungsprogramm für Mädchen und junge Frauen in Nampula (Mosambik), und das „Center for Social Action“ der Christ University in Bengalore (Indien), einem Förder- und Austauschprogramm für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten die Hochschulleitung und die anwesenden Professor_innen mit Gil u.a. über den politischen Auftrag der Hochschulen bei der Integration von Studienbewerber_innen mit Fluchthintergrund. „Unsere Aufgabe bleibt es, die katholische Hochschulbildung global zu stärken und für das Gemeinwohl eng zusammenzuarbeiten“, sagte Gil. Dazu sei es wichtig, dass die IFCU die Mitgliedshochschulen in ihre strategische Arbeit einbeziehen.

Die IFCU mit Sitz in Paris (Frankreich) wurde 1924 in Mailand (Italien) mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag für Fortschritt und Aufbau einer gerechten und menschlichen Welt zu leisten. Dazu arbeitet die Vereinigung mit internationalen Institutionen und Instituten der Wissenschaft und Forschung zusammen. Besondere Anliegen sind die Wahrung der qualitativen Arbeit an den Universitäten und eine gerechte Verteilung katholischer akademischer Einrichtungen in den verschiedenen Teilen der Welt. Die IFCU wurde 1967 als beratendes Mitglied in die UNESCO und vom Päpstlichen Rat für die Laien als internationale Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts in das offizielle Register aufgenommen. Mitglieder aus Deutschland sind die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Katholische Hochschule Mainz und die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen.

Mehr Informationen: www.fiuc.org

Redaktion: Katja Brittig, k.brittig(at)katho-nrw.de

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