Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Sozialplanung als inklusives und partizipatives Projekt (15.05.2019, KatHO NRW)

Im Zeichen der Inklusion rücken in verschiedenen Handlungsfeldern des Sozialwesens zunehmend die Schnittstellen zwischen den Hilfesystemen ins Blickfeld. Dies betrifft auch den Bereich der Sozialplanung, die in Kommunen und auf überörtlicher Ebene nach wie vor eher separiert in Fachplanungen erfolgt. Aus dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt SoPHiA (Sozialraumorientierte Planung von Hilfe- und Unterstützungsarrangements für Menschen mit und ohne lebensbegleitende Behinderung im Alter), das im Institut für Teilhabeforschung angesiedelt war (2012-2015), ist nun ein Manual für die inklusive Sozialplanung für das Alter hervorgegangen. Das Manual zeigt, wie auf kommunaler Ebene inklusive Konzepte so umgesetzt werden können, dass sie einer Vielfalt von Nutzer_innen der kommunalen Angebote (hier vor allem alten Menschen) gerecht werden. Es hat dabei praktisch erprobte methodische Schritte und Anregungen für die Umsetzung einer inklusiven Planung zum Inhalt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine inklusiv und sozialräumlich ausgerichtete Sozialberichterstattung und -planung sowie auf die Partizipation der Bürger_innen im Planungsprozess gelegt. Dabei wurden auch Möglichkeiten der Beteiligung von älter werdenden Menschen mit Behinderungen in einem Stadtteil von Münster und einem kleinen Ort im Landkreis Steinfurt erprobt. Die Erfahrungen zeigen, dass die Beteiligung der Adressat_innen auch in komplexen sozialplanerischen Prozessen möglich ist und dass alle Seiten profitieren, wenn Planungsstränge deutlicher vernetzt werden.

Die Projektleitung hatten Prof. Dr. Sabine Schäper, Prof. Dr. Friedrich Dieckmann und Prof. Dr. Christiane Rohleder inne. Bianca Rodekohr, Michael Katzer und Dr. Susanne Frewer-Graumann waren als Wissenschaftliche Mitarbeiter_innen im Forschungsprojekt „SoPHiA“ tätig.

Text: Ines Röhm

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2019