Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

"SHIFT Plus": Auftakt-Veranstaltung des DISuP-Forschungsprojektes (26.04.2019, KatHO NRW)

Am Mittwoch, den 10. April 2019 fand in der Abteilung Köln der KatHO NRW die Auftaktveranstaltung des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojekts „SHIFT Plus – Weiterentwicklung und Evaluation des Sucht-Hilfe-Familientrainings für drogenabhängige Eltern“ statt. Das Projekt, das im Oktober 2019 startete, wird unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Klein bis März 2021 am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung realisiert.

"SHIFT Plus" folgt auf "Crystal Meth und Familie II"

Neben fünf Projektmitarbeitenden nahmen insgesamt 20 Teilnehmer_innen aus Praxiseinrichtungen der Jugend- sowie Suchthilfe aus ganz Deutschland an der ganztägigen Veranstaltung teil. Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Michael Klein und der Vorstellung des Instituts wurde das neue Forschungsvorhaben umfangreich dargelegt. Im Anschluss stellte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frau Dr. Diana Moesgen den durchführenden Einrichtungen und Praxispartner_innen erstmalig die adaptierte Intervention des „SHIFT Plus-Elterntrainings“ vor. „SHIFT Plus“ ist ein Nachfolgeprojekt des Projektes „Crystal Meth und Familie II – Konzeption und Evaluation einer Intervention für methamphetaminabhängige Eltern zur Förderung der Familienresilienz und Elternkompetenz (CM II)“. In CM II wurde damals das „SHIFT-(Suchthilfe-Familien-Training)-Elterntraining für methamphetaminabhängige Mütter und Väter“ entwickelt, in Sachsen und Thüringen implementiert und wissenschaftlich evaluiert.

SHIFT-Elterntraining erweitert

Das „SHIFT-Elterntraining“ wurde nun im Rahmen von „SHIFT Plus“ vom Projektteam aktualisiert und erweitert, um auch Eltern anzusprechen, die andere illegale Drogen konsumieren bzw. konsumiert haben oder von ihnen abhängig sind oder waren. In insgesamt zehn Modulen werden in einem Gruppentraining für sechs bis acht Elternteile elterliche Kompetenzen und familiäre Resilienzen der Zielgruppe gestärkt. Ein weiterer thematischer Fokus liegt auf dem Umgang mit der Suchterkrankung im familiären Kontext. Das Besondere an „SHIFT Plus“ sind zwei neu entwickelte Zusatzmodule, in denen Angehörige und Kinder direkt mit in das Training einbezogen werden und somit frühzeitige Unterstützung und Anbindung an das Hilfesystem finden können.

Tandem-Kooperation & umfangreiche Evaluation

Die Veranstaltung am 10. April fokussierte des Weiteren die Rahmenbedingungen der Kooperation zwischen Sucht- und Jugendhilfe; diese wurden von einem Vertreter des Zentrums für Forschungsförderung und Weiterbildung (ZFW) der KatHO NRW vorgestellt und erläutert. Eine Tandem-Kooperation zwischen den verschiedenen fachlichen Schwerpunkten und Praxiseinrichtungen ist dabei besonderes Merkmal des „SHIFT Plus-Elterntrainings“.

Ein weiterer zentraler Punkt des Kick-Off Meetings war zudem die Konsentierung des Forschungsdesigns und -prozesses. Die adaptierte Intervention soll im Rahmen eines randomisiert-kontrollierten Designs in Bezug auf Akzeptanz und Wirksamkeit umfangreich überprüft werden. Die Überprüfung der Wirksamkeit des „SHIFT Plus“-Elterntrainings erfolgt dabei anhand standardisierter Fragebogenverfahren zu drei Messzeitpunkten. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Janina Dyba legte hier die konkreten Schritte in den Praxiseinrichtungen dar.

Anregende Diskussionen und wertvolle Hinweise aus der Praxis begleiteten die gesamte, erfolgreiche Veranstaltung. Das Treffen endete mit einem ersten Ausblick auf die Schulung für die zukünftigen „SHIFT Plus“-Trainer_innen, welche bereits im Mai 2019 stattfinden wird. Die Feldphase des zweieinhalbjährigen Projektes wird im Anschluss beginnen, wobei die ersten „SHIFT Plus“- Gruppen voraussichtlich ab Juni 2019 starten werden.

Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Klein
Dr. Diana Moesgen
Janina Dyba

shift(at)katho-nrw.de

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