Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

„PREPARE“: Kick-Off des Verbundprojektes zu Sucht und Flucht (03.04.2019, KatHO NRW)

Anfang Februar 2019 startete das fünfjährige Verbundprojekt „PREPARE“ (Prevention and Treatment of Substance Use Disorders in Refugees) unter Beteiligung des Deutschen Instituts für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW. Das Projekt widmet sich der Prävention und Behandlung von Suchtproblemen bei Personen mit Fluchthintergrund und setzt sich aus vier Teilprojekten rund um das Thema Sucht & Flucht zusammen. Denn geflüchtete Menschen, die in Deutschland angekommen sind, benötigen rechtzeitige Hilfen, und stellen eine besonders vulnerable Population dar, die bisher nur unzureichend durch im Land bestehende Hilfesysteme erreicht wird.

Das DISuP beteiligt sich unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Klein mit dem Teilprojekt „BePrepared“ an dem Verbund: In Kooperation mit fünf Praxispartnern aus dem Rheinland und dem Distributed Artifical Intelligence Laboratory (DAI) der Technischen Universität Berlin entwickelt, erprobt und evaluiert das DISuP eine kultursensible Smartphone-Applikation zur indizierten Prävention von problematischem Alkohol- und Cannabiskonsum und Förderung der psychischen Gesundheit für in Deutschland angekommene geflüchtete Menschen. Die Zielgruppe im Projekt „BePrepared“ sind junge, geflüchtete Männer aus den Herkunftsländern Syrien, Irak und Afghanistan. Auf Fokusgruppentreffen mit Betroffenen und Fachkräften wird das innovative Präventionskonzept inhaltlich entwickelt. In Zusammenarbeit mit Kulturmittler_innen und Übersetzer_innen vom Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e. V. werden kulturelle Differenzen überbrückt und die geplanten Inhalte der App (u.a. eine kultursensible Psychoedukation und interaktive Selbsthilfemodule wie zum Beispiel ein Substanzkonsumtagebuch) nicht nur in fünf Sprachen übersetzt, sondern insbesondere kulturell adaptiert.

„PREPARE“ wird im Rahmen der Förderinitiative zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt. Beteiligt sind neben der KatHO NRW die Technische Universität Berlin, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Charité — Universitätsmedizin Berlin und die Hochschule Emden/Leer sowie einige deutschlandweite Praxispartner.

Zum Auftakt des Verbundprojektes „PREPARE“ begrüßte das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf am 25. und 26.02.2019 Vertreter_innen der Teilprojekte und Praxispartner, darunter Prof. Dr. Michael Klein, Laura Fischer (Wiss. Mitarbeiterin am DISuP) und Vera Kölligan (Wiss. Mitarbeiterin am DISuP). An zwei Tagen wurden u.a. die Teilprojekte vorgestellt und diskutiert, der Start der Kooperation eingeläutet und – wenn schon einmal in Hamburg – der Abend mit einer Führung zur und durch die Elbphilharmonie sowie einem gemeinsamen Abendessen abgerundet. Die nächsten Schritte im Projekt „Be Prepared“ bestehen nun in der Analyse der Hilfebedarfe der Zielgruppe durch Fokusgruppen mit Betroffenen und Vertretern der Hilfeeinrichtungen.

Für weitere Informationen:

Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung

Prof. Dr. Michael Klein, mikle(at)katho-nrw.de
Laura Fischer, l.fischer(at)katho-nrw.de 

„PREPARE“ wird im Rahmen der Förderinitiative zur psychischen Gesundheit geflüchteter Menschen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt.

 

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