Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Projekt PROCHILD: Mit neuer Website Fachkräfte stärken und Kinder schützen (19.03.2019, KatHO NRW)

PROCHILD ist ein europäisches Partnerprojekt zum Schutz von Kindern.

Das Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der KatHO NRW ist als deutsche Partnerinstitution an "ProChild", einem 2-jährigen Projekt über Gewalt gegen Kinder, beteiligt; dessen Website ist nun veröffentlicht:

www.prochildproject.org

Die Web-Plattform wird maßgeblich zur Erreichung der Projektziele beitragen. PROCHILD strebt die Entwicklung eines multi-professionellen Modells der Kooperation zwischen Fachkräften an, die am Schutz von Kindern beteiligt sind. Darüber hinaus soll die hohe Dunkelziffer des Phänomens Kindeswohlgefährdung mithilfe einer Verbesserung des Meldeverhaltens angestrebt und die Zusammenarbeit der beteiligten Fachkräfte gestärkt werden, um die jeweiligen Expertisen zu kombinieren und so die Interessen der betroffenen Kinder bestmöglich wahrnehmen zu können.

Das Konsortium der verschiedenen Projektpartner arbeitet gemeinsam daran, Fachkräfte in der Früherkennung von Kindesmisshandlung, -missbrauch und -vernachlässigung zu schulen, sie mit einem gemeinschaftlichem und ganzheitlichen Interventionsansatz vertraut zu machen sowie ein Bewusstsein für Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen sowie Hilfe- und Unterstützungsmaßnahmen zu schaffen.

Trainingsmodule auf Website

Sowohl Fachkräfte als auch Studierende können von den frei zugänglichen Materialen und Trainingsmodulen auf der Website profitieren:

1)  Ein E-Learning Kurs, der Trainingsmaterialien beinhaltet und Raum für die Diskussion klinischer Fälle bietet.

2) Die Vollendung von Leitfäden, die zur Gründung von ganzheitlichen Interventionsmodellen für die Früherkennung und die Meldung von Kindesmisshandlung, -missbrauch und -vernachlässigung sowie den Schutz von betroffenen Kindern und Jugendlichen beitragen

3) Die Ergebnisse der erfolgten Forschung zu erfolgreichen Methoden zu Schutz und Unterstützung Minderjähriger durch die Integration verschiedener Fachbereiche, die Rolle psychischer Belastungen der Eltern in Bezug auf Gewalt gegen Kinder, Kriterien für eine frühe Identifikation von betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie Risk-Charts bezüglich der Entwicklung von Psychosen bei Betroffenen von Kindesmisshandlung.

Die neue interaktive Web-Plattform wird neben Neuigkeiten auch Blogs, Projektergebnisse und Updates, wie zum Beispiel Berichte, Kurzdossiers oder Möglichkeiten zur Zusammenarbeit (Veranstaltungsankündigungen, Workshops oder Trainingsmodule vor Ort) enthalten.

Sechs europäische Partner

Das Projekt entsteht unter Zusammenarbeit folgender sechs europäischer Partner: Alma Mater Studiorum – Universität Bologna (Italien), Nationales Institut für Gesundheit und Wohlfahrt (Finnland), La Voix De L'enfant (Frankreich), Nationales Institut für Unabhängige Akademische Forschung (Großbritannien), Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (Deutschland), Institut für Kindergesundheit (Griechenland). PROCHILD befindet sich momentan in der Anfangsphase, das Kick-Off Meeting fand in Bologna, Italien vom 14.-15. November 2018 statt.

Das Projekt wird co-finanziert von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms “Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft” 2014-2020.

Für weitere Informationen:

Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung

Prof. Dr. Michael Klein, mikle(at)katho-nrw.de
Dipl. Psych. Michelle Rohde, m.rohde(at)katho-nrw.de

PROCHILD wird co-finanziert von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms “Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft” 2014-2020.

 

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