Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

MdL Dr. Stefan Nacke besucht Promovierende am Institut für Teilhabeforschung in Münster (05.03.2019, Münster)

V.l.n.r.: Kai Liss, Dr. Stefan Nacke, Prof. Dr. Friedrich Dieckmann, Ines Röhm

Dr. Stefan Nacke im Gespräch mit Promovierenden

Im Zuge der vom Landtag geplanten Einführung eines Promotionskollegs für Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen folgte der Münsteraner Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Nacke (CDU) der Einladung des Institutsleiters Prof. Dr. Friedrich Dieckmann an das Institut für Teilhabeforschung in Münster.

Am Institut für Teilhabeforschung promovieren zurzeit fünf wissenschaftliche Mitarbeiter_innen, zum Großteil auf vom Land geschaffenen Promotionsstellen. Sie sind, wie die sie begleiteten FH-Professor_innen, Mitglieder im Graduierteninstitut NRW, das für die strukturierte Begleitung und Förderung von Promovenden an Fachhochschulen geschaffen wurde. Die Prorektorin für Forschung und Weiterbildung der KatHO NRW, Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich, gehört zur Leitung dieses Instituts. Die Regierungsfraktionen im Düsseldorfer Landtag haben jetzt einen Änderungsantrag für das Hochschulgesetz eingebracht, das die Umwandlung dieses Graduierteninstituts in ein Promotionskolleg mit Promotionsrecht für die dortigen Fachbereiche vorsieht. Dr. Nacke ist Mitglied des Wissenschaftsausschusses und hat maßgeblich an diesem Änderungsantrag mitgearbeitet.

Prof. Dr. Friedrich Dieckmann betonte nochmals die Notwendigkeit, dass Promovierende an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) zu geregelten Promotionsabschlüssen kommen, die nicht vom wechselnden Wohlwollen von Universitätsfakultäten und von rein persönlichen Beziehungen von HAW-Professor_innen mit Universitätsprofessor_innen abhängen. Er freute sich, dass die Regierungsfraktionen die Vorschläge des Graduierteninstituts aufgegriffen und weiter entwickelt haben. Die strukturierte Begleitung durch in der Forschung ausgewiesene HAW-Professor_innen sichere die Qualität der Promotionen. Dr. Nacke und seinem Mitarbeiter wurden die Themenbereiche des Instituts, Promotionsvorhaben und das Promotionsbegleitprogramm vorgestellt, welches von einem habilitierten Kollegen betreut wird.  Im Gespräch mit den Promovierenden wurde deutlich, dass viele Universitäten in NRW selektiv für HAW-Absolvent_innen aus forschungsorientierten Masterstudiengängen große Hürden aufgestellt haben. So wurde berichtet, dass sie an einer Universität grundsätzlich noch einen Lehrveranstaltungsumfang von zwei Semestern belegen müssten - und das nicht in einem spezifischen Promotionsprogramm. Dem Graduierteninstitut wie der KatHO NRW ist es nicht gelungen, die Universitätsfakultäten in NRW zu strukturierten Vereinbarungen zu bewegen. Leider zeige die Erfahrung, dass die Zusammenarbeit mit Universitätsfakultäten außerhalb von NRW oft leichter sei. Dieckmann betonte, dass die angewandte Forschung des Instituts in der internationalen wissenschaftlichen Community von renommierten Universitäten anerkannt sei. Die Universitäten in Deutschland seien in manchen Forschungsfeldern wenig vertreten. Die Promovierenden stellten dar, wie in ihren Masterstudiengängen forschungsorientiert mit Blick auf anwendungsorientierte Erkenntnisse ausgebildet wurde.

Herr Dr. Nacke war sehr interessiert an den Erfahrungen der Promovierenden und Mitarbeiter_innen und erläuterte den Änderungsantrag von CDU und FDP zum Hochschulgesetz NRW. In der Umsetzung sollte aus seiner Sicht für das Promotionskolleg die Anwendungsorientierung der Forschung profilbildend bleiben. Der Münsteraner Landtagsabgeordnete sprach sich voll und ganz für den Änderungsantrag aus begrüßte nachdrücklich die Aktivitäten des Instituts für Teilhabeforschung und der Katho NRW in diesem Rahmen.

 

Redaktion:

Ines Röhm, MA

Wiss. Koordination Institut für Teilhabeforschung

i.roehm(at)katho-nrw.de

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