Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

"Außerschulisches Lernen in Kindermuseen – Museumspädagogische Konzepte in den USA" (20.02.2019, Köln)

Kindermuseum Portland (ME), Ausstellung „We Are Maine“

Jüdisches Kindermuseum Brooklyn (NY), Einführung in die jüdischen Feste

Beispiel: Kindermuseum Portland (ME), spielerische Umgebung mit Alltagsgegenständen und -situationen

Beispiel: Kindermuseum Boston (MA), Teil der Ausstellung „Investigate“, mit explorativen Aktivitäten

Buchflyer

Professorin Dr. Anna Zembala veröffentlicht Lehrbuch

Das Lehrbuch „Außerschulisches Lernen in Kindermuseen“ von Professorin Dr. Anna Zembala setzt sich mit der Frage „Wie sollen wir eine zukunftsträchtige, kindgerechte außerschulische Bildung gestalten?“ und entsprechenden Überlegungen dazu auseinander. Genauer heißt dies, dass die Antwort womöglich in den pädagogischen Konzepten einer spielerischen Lernumgebung liegt. Diesem Konzept haben sich nordamerikanische Kindermuseen verpflichtet. Insbesondere im Kontext der aktuellen Diskurse um das lebenslange Lernen und die Kompetenzen für das 21. Jahrhundert lohnt ein Blick in ihre Geschichte und theoretischen Auseinandersetzungen. Anhand von Best- Practice-Beispielen erfahren die Leser, wie z.B. die Medienkompetenz, interkulturelle oder naturwissenschaftliche Kompetenz bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden können. Engagierte Leser finden hier einen Leitfaden für vergleichbare Initiativen und Projekte.
Die Kindermuseen sind wichtige Bildungsorte, an denen Familien in der Erziehung ihrer Kinder Unterstützung finden. Sie sprechen gezielt diese Besuchergruppen an. Die aktuelle Forschung unterstreicht die Wichtigkeit der frühen Bildung, des Lernens in Kindergartenstätten und in der Grundschule. Die ersten zwölf Entwicklungsjahre jedes Kindes, die von einem Netzwerk familiärer Beziehungen getragen werden, stellen einen besonderen Lebensabschnitt dar. Dieser sollte sinnvoll, bereichernd und kindgerecht gestaltet werden, da er die Lebensentwürfe junger Menschen bedeutend prägt. Beim Vergleich der Bildungssysteme in den USA und Deutschland zeigen sich erhebliche Unterschiede. Der heutige Status quo ist in beiden Ländern durch geschichtliche, politische, ökonomische und kulturelle Faktoren bestimmt. So lassen sich die amerikanischen Erfahrungen mit Kindermuseen nicht eins zu eins in die hiesigen Bildungsräume übertragen. Dennoch lohnt ein genauer Blick auf die Geschichte und die aktuelle Entwicklung der Kindermuseen in den USA. Auch wenn die Erfolge dieser Bildungseinrichtungen anderenorts nicht automatisch anwendbar sind, geben sie eine genaue Vorstellung darüber, wie ein Zentrum für kindgerechte Bildung aussehen könnte, welche Ziele und Themen mit welchen Methoden umgesetzt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse können des Weiteren Anregungen bieten für die praxisnahe, alltägliche Gestaltung der Bildungsaufgaben in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen – dort insbesondere der Offenen Ganztagsschulen (OGS) – und Einrichtungen der Jugendhilfe – dort insbesondere der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA). Insgesamt können ErzieherInnen, KindheitspädagogInnen, LeiterInnen von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen von der Auseinandersetzung mit den Fragestellungen rund um ein Kindermuseum erheblich profitieren.

Das Buch ist unter der ISBN 978-3-7799-6048-5 zu erhalten.

Das Dekanat gratuliert zum Erscheinen und wünscht eine breite Leserschaft!

Weitere Informationen und Bilder
Prof.´in Dr. Anna Zembala

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2019