Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Das Hochamt der Selbstverwaltung (04.02.2019, Aachen)

Prof.'in Dr. Ute Antonia Lammel, Dekanin der Abteilung Aachen 2013-2019

Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger

Kanzler Bernward Robrecht

Das neue und das alte Dekanat: Martin Spetsmann-Kunkel, Joachim Söder, Petra Ganß, Ute Antonia Lammel (1. Reihe von links nach rechts)

Natalie Kupka & Bill Liebler, Vertreter*innen des AStA und des StuPa

Der ChorSonant unter Leitung von Guiomar Marques-Ranke (am Piano) und Prof. Dr. Marion Gerards (2. v. rechts)

Prof. Dr. Martin Spetsmann-Kunkel, neuer Dekan der Abteilung Aachen

Musikalischer Gruß der Abteilung Aachen an Ute Antonia Lammel...

... "Für Dich soll's pinke Rosen regnen!"

Ute Antonia Lammel übergibt das Dekanat der Abteilung Aachen an Martin Spetsmann-Kunkel.

 

 

Die Abteilung Aachen feierte am 23. Januar 2019 die Übergabe des Dekanats von Prof`in Dr. Ute Antonia Lammel (Professorin für Theorie und Konzepte Sozialer Arbeit) an Prof. Dr. Martin Spetsmann-Kunkel (Professor für Politikwissenschaft). Dem neuen Dekanat gehören ebenfalls Petra Ganß als Prodekanin (Professorin für Theorie und Konzepte Sozialer Arbeit) und Joachim Söder (Professor für Philosophie) als Prodekan an.

 

Ute Antonia Lammel gehörte dem Dekanat der Aachener Abteilung seit 2011 an, zunächst als Prodekanin (Dekan: Alexander Trost) und ab 2013 als Dekanin (Prodekan: Andreas Reiners, ab 2015 Prodekan*in: Petra Ganß, Martin Spetsmann-Kunkel). Wie in ihrer Rede dargestellt, waren diese acht Jahre vor allem durch die Prioritäten geprägt: die Entwicklung der Theorie-Praxis-Vermittlung, die Pflege und Gestaltung des Hochschulgebäudes sowie das Engagement für ein wertschätzendes und partizipatives Hochschulleben, wobei ihr besonders die Familienfreundlichkeit und die Barrierefreiheit der Abteilung am Herzen lagen.

Zahlreiche Erweiterungen und Veränderungen hat das 1930 durch den Bauhausarchitekten Rudolf Schwartz errichte Hochschulgebäude in der Amtszeit von Ute Antonia Lammel erfahren. Beginnend mit dem Neubau der Bibliothek und dem Umbau der Aula (2012), wurden in den folgenden Jahren die Cafeteria neugestaltet und der Raum der Stille eingerichtet (2014) sowie das Hauptgebäude modernisiert und renoviert (bis 2017), um den veränderten Anforderungen an moderne Studierbedingungen gerecht zu werden.

Des Weiteren begleitete und gestaltete Ute Antonia Lammel verschiedene strukturelle Veränderungen der Hochschulorganisation, wie die Einführung des wissenschaftlichen Mittelbaus (2012), die Mitgliedschaft der Aachener Abteilung am Future Lab (Kooperationsplattform der Aachener Hochschulen) (2015) und die Aufnahme von Studierenden mit Fluchtbiographie (2016). Abschluss und Höhepunkt ihrer Amtszeit bildete das 100jährige Jubiläum der Abteilung Aachen im vergangenen Jahr 2018, welches mit einem Festakt, einem Ehemaligentreffen und einer Fachtagung begangen wurde. Weiterhin wurde eine Festschrift zur Entwicklung und aktuellen Gestalt der Ausbildung zur Sozialen Arbeit (in Aachen) mit dem Titel „Aachens Hochschule für Soziale Arbeit. 100 Jahre Tradition – Reflexion – Innovation“ publiziert.

Die scheidende Dekanin dankte in ihrer Abschiedsrede ganz besonders der Prodekanin Professorin Petra Ganß und dem Prodekan Professor Martin Spetsmann-Kunkel für die sehr vertrauensvolle, gute Zusammenarbeit und allen engagierten Studierenden und Hochschulangehörigen für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren.

 

Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der akademischen Selbstverwaltung und ihre Bedeutung für die Unabhängigkeit der Hochschulen und die grundgesetzlich verankerte Freiheit der Wissenschaft. Einen besonderen Ausdruck finde die Selbstverwaltung im Amt des*r Dekans*in und in der Dekanatsübergabe als einem „Hochamt der Selbstverwaltung“. Er würdigte die Verdienste Ute Antonia Lammels für die Gestaltung und Entwicklung der Aachener Abteilung und der gesamten Katholischen Hochschule NRW. Dem neuen Dekanat wünschte er mit den Worten „Habt Salz in Euch und haltet Frieden miteinander.“ aus der Bergpredigt eine gelingende und erfolgreiche Zukunft.

 

Kanzler Bernward Robrecht konzentrierte sich in seiner Ansprache auf den Lebenslauf und den akademischen Werdegang Ute Antonia Lammels. Nach ihrem Studium an der Katholische Fachhochschule (KFH) in Aachen, verschiedene beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten in vielfältigen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und unterschiedlichen beruflichen Fort- und Weiterbildungen war Ute Antonia Lammel seit 1991 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule tätig. An der RWTH Aachen wurde sie 2003 promoviert und im folgenden Jahr als Professorin für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der KFH berufen. Robrecht stellte die hohe biographische Identifikation Ute Antonia Lammels mit der Katholischen Hochschule in Aachen hervor, mit der sie seit über vierzig Jahren als Studentin, Lehrkraft oder Professorin verbunden ist. Er dankte ihr für ihr langjähriges Engagement und die gute Zusammenarbeit.

 

Nathalie Kupka und Bill Liebler, Vertreter*innen des Allgemeinen Studierendenausschuss und des Studierendenparlaments, dankten Ute Antonia Lammel für ihren Einsatz für eine ästhetische und ökologisch nachhaltige Entwicklung der Aachener Abteilung und besonders für ihre partizipative Zusammenarbeit mit der Studierendenschaft, deren Anliegen von ihr stets gehört und aufgegriffen wurden. An das neue Dekanat formulierten sie drei Wünsche nach der weiteren Förderung von Inklusion und Diskriminierungsfreiheit, der Unterstützung von alternativem und fairem Handel und Nachhaltigkeit in der Hochschule sowie nach der Beteiligung an der Modul-, Lehr- und Prüfungsgestaltung der Studiengänge an der Abteilung Aachen.

 

In seiner Antrittsrede dankte Martin Spetsmann-Kunkel zunächst Ute Antonia Lammel für die vergangenen Jahre, im Besonderen für die Zeit ab 2015, während der er gemeinsam mit ihr und Petra Ganß im Dekanat tätig war. Neue Generationen von Studierenden mit veränderten Anforderungen und Ansprüchen an das Studium, Digitalisierung und Internationalisierung der Hochschule sowie gesellschaftliche Entwicklungen, die im Studium der Sozialen Arbeit adressiert werden müssen, benannte er unter anderem als Herausforderungen der kommenden Jahre. Zur Bearbeitung dieser Aufgaben hob er die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit allen Angehörigen der Hochschule, der Hochschulleitung und den anderen Abteilungen und Fachbereichen sowie den Bistümern als Träger der Hochschule hervor. Abschließend dankte er den Studierenden für ihr politisches und kritisches Engagement und sagte ihnen für ihren Einsatz für Diskriminierungs- und Barrierefreiheit und gegen Rechtsextremismus, Sexismus und Rassismus seine Unterstützung zu.

 

Die Feier endete mit einem musikalischen Gruß des Kollegiums der Abteilung Aachen an Ute Antonia Lammel. Inspiriert von Hildegard Knef wünschte es ihr: „Für Dich soll‘s pinke Rosen regnen!“.

 

Für die weitere musikalische Gestaltung der Feier war der ChorSonant der Abteilung Aachen und des Vinzenz-Heims Aachen unter der Leitung von Guiomar Marques-Ranke und Prof.‘in Dr. Marion Gerards verantwortlich, die u.a. die folgenden Stücke zu Gehör brachten: Shosholoza (Traditional South African Work Song), There is sunshine (Lorenz Maierhofer), Champs Elysées (Mike Wilsh, Mike Deigham), Brazilian Love Song (Djalma Ferreira, Al Hoffmann, Dick Manning, Nat King Cole), Marmor, Stein und Eisen bricht (Christian Bruhn, Drafi Deutscher), La Cucaracha (Mexican Folk Song).

 

Die Amtszeit des neuen Dekanats begann am 01. Februar 2019.

 

Kontakt: Carmen Nos, Dekanatsreferentin, c.nos(at)katho-nrw.de

Redaktion: Tobias B. Tillmann, wiss. Mitarbeiter, t.tillmann(at)katho-nrw.de

 

 

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