Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

62 Präsentationen an einem Tag! (17.12.2018, Münster)

Die Präsentationen waren gut besucht.

Die Erleichterung nach der Präsentation ist groß.

Impro-Theater Ratz-Fatz

Erstsemester stellen erste Ergebnisse ihrer Studieneingangsprojekte dar

Die Flure sind voll mit neugierigen Studierenden und Schüler*innen, die Seminarräume teilweise bis auf den letzten Platz besetzt, die Lehrenden sitzen heute im Plenum, während sich die referierenden Studierenden in kleinen Gruppen am Pult noch kurz austauschen, bevor ihre jeweilige Präsentation beginnt. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich scheint, beschreibt doch ein jährlich Mitte Dezember wiederkehrendes Ereignis an der Abteilung Münster: Bereits zum 13. Mal fand am Mittwoch, den 12.12.18 der Präsentationstag der Studieneingangsprojekte – kurz StEP– statt. 23 Projektgruppen aus der Heilpädagogik und 39 Projektgruppen aus der Sozialen Arbeit haben dabei die ersten Ergebnisse ihrer Forschungen vorgestellt. Für einen reibungslosen organisatorischen Ablauf zeichneten zum wiederholten Male Prof. Dr. Christiane Rohleder (für die Soziale Arbeit) und Prof. Dr. Barbara Ortland (für die Heilpädagogik) verantwortlich.

Eingeladen waren neben Dozierenden, Mitarbeitenden und Studierenden der höheren Semester auch Schülerinnen und Schüler der Hildegardisschule Münster und natürlich auch die Kooperationspartner*innen aus verschiedenen Einrichtungen, welche die „Erstis“ in ihrem forschenden Zugang zur Praxis tatkräftig unterstützt haben.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung hatten die Studierenden morgens im Hörsaal die Möglichkeit, ein Meinungsbild zu erstellen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Über eine spezielle App konnten die Studierenden Begriffe in ihr Handy eingeben, mit denen sie ihre bisherigen Erfahrungen mit SteP auf den Punkt bringen. ‚Zwiegespalten‘ und ‚Stress‘ wurde dabei am häufigsten von den Studierenden gewählt, dicht gefolgt von ‚Herausforderung‘ und ‚interessant‘. Entsprechend der Häufigkeit der Nennungen wurden die Begriffe dabei immer größer an die Wand projiziert – und das im „Live“-Modus.

Die Inhalte der Präsentationen waren dann breit gefächert und die Überschriften machten neugierig: So hat beispielsweise ein Team unter dem Titel "Gut geplant ist halb gekocht, drum wird’s von allen auch gemocht?" die vielschichtigen Herausforderungen des von ihnen untersuchten Handlungsfeldes mittels eines Kochplans für eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung dargestellt. Eine andere Gruppe präsentierte in Form einer Fernsehberichterstattung ihre Forschungsergebnisse über den Übergang von Förderschule auf den Arbeitsmarkt von Menschen mit körperlichen und kognitiven Einschränkungen. Weitere ansprechende Titel lauteten etwa: „Auszug & Wohnen – All inklusive“, über „Bewährungshilfe 2.0 - durch die Digitalisierung zur 24/7 Erreichbarkeit?“, oder Paul spielt mit Barbies – darf der das?“.

Der Tag endete mit dem Impro-Theater Ratz-Fatz, das mit Stehgreifimprovisationen auf die studentischen Eindrücke des Tages und der letzten Wochen einging und einlud, deren sicherlich auch anstrengende Arbeit in den Teams und mit Projektpartner*innen, mal aus einem anderen - und vor allem humorvollen -  Blickwinkel zu betrachten.


Text: Alexander Feldhaus/Johannes Nathschläger

 

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