Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Neuerscheinung: Fetale Alkoholspektrumstörungen (27.11.2018, KatHO NRW)

Mindestens 14 Prozent der Schwangeren in Deutschland trinken Alkohol. Die intrauterine Alkoholexposition des ungeborenen Kindes kann zu einer toxischen Gehirnschädigung und somit zu einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) führen. Mit einer Prävalenz von mindestens 1 % aller Kinder zählt FASD zu den häufigsten „angeborenen“ Erkrankungen in Deutschland und ist damit auch häufiger als z.B. das sog. Down-Syndrom (Trisomie 21). Zu beachten ist, dass die vorgeburtlich entstandenen Schädigungen durch Alkohol nicht heilbar sind und zu lebenslangen Beeinträchtigungen in der Alltags- und Lebensgestaltung der Kinder und auch ihrer Eltern oder Pflegeeltern führen.

Nicht zuletzt in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik wie Familienzentren, ASD, Kinder und Jugendhilfeeinrichtungen, Mutter-Kind-Einrichtungen usw. stellen Fetale Alkoholspektrumstörungen immer noch eine große Herausforderung in adäquater Diagnostik, Therapie und wirksamer Prävention dar.

In der neu erschienenen Publikation von Dr. Mirjam N. Landgraf (LMU München) und Prof. Dr. Tanja Hoff (KatHO NRW, Abt. Köln) werden praxisnah und verständlich sowohl Diagnostik als auch Therapiemöglichkeiten bei fetalen Alkoholspektrumstörungen beschrieben. Dieses Wissen ist auch in der Sozialen Arbeit von unmittelbarer Relevanz, wenn es darum geht, Verdachtsdiagnosen einzugrenzen, noch nicht diagnostizierte Kinder zu identifizieren oder wirksame Hilfen zu vermitteln. Im Weiteren erfolgt eine ausführliche Darstellung der derzeitigen Präventionslandschaft u.a. anhand verschiedener good-practice-Beispiele in Deutschland, die es zukünftig noch stärker in der Gesundheitsförderung und Suchtprävention zu implementieren gilt.

Autorinnen:

Dr. med. Dipl.-Psych. Mirjam N. Landgraf, Kinder- und Jugendärztin, Schwerpunkt Neuropädiatrie, Leiterin der TESS-Ambulanz im iSPZ Hauner, Dr. von Haunersches Kinderspital, LMU München, Koordinatorin und Autorin der S3-Leitlinie Diagnose der FASD.

Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Tanja Hoff, Psychologische Psychotherapeutin, Professorin für Psychosoziale Prävention, Intervention und Beratung an der KatHO NRW; Forschungsprojekte u.a. zu Prävention des Alkohol- und Tabakkonsums in der Schwangerschaft.

Link:

www.kohlhammer.de/wms/instances/KOB/appDE/Neuerscheinungen/Fetale-Alkoholspektrumstoerungen-978-3-17-024320-0/

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2018