Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Aufbruch in den Master - Erstsemestertagung des konsekutiven Masterstudiengangs (22.11.2018, Köln)

Die Teilnehmer*innen der MASA-Erstsemestertagung mit Frau Prof. Dr. Müller

„Forschung und Innovation in der Sozialen Arbeit“ in Haus Altenberg

Unter dem Motto „Stellt euch vor, die Soziale Arbeit wie ihr sie kennt gibt es nicht mehr….wie würdet ihr die Soziale Arbeit neu erschaffen?“ regte die Erstsemestertagung in der Jugendbildungsstätte Haus Altenberg die Teilnehmer*innen zum innovativen ‚Neudenken‘ an. In zwei Tagen wurde den Masterstudierenden eine Mischung aus Fachvorträgen und eigenen Arbeitseinheiten im Rahmen einer fiktiven Start-Up-Gründung geboten. Im Fokus stand dabei die Verbindung von Forschung und Innovation in der Sozialen Arbeit. Gleichzeitig wurde das Miteinander der neuen Kohorte gestärkt und in der schönen Atmosphäre des Hauses Altenberg die Gelegenheit genutzt, sich besser kennenzulernen.

Die Professor*innen Köhler, Wildfeuer und Müller lieferten die theoretischen Inputs in Form von Vorträgen zum Thema „Innovation und Forschung in der Sozialen Arbeit“. Zwischen den Vorträgen kamen die Studierenden in der sogenannten „Startup-Zentrale“ zusammen, in der sie über die beiden Tage hinweg, eine für die Studierenden zunächst schwierige Aufgabe durch innovatives Denken gelöst haben: „Schaffen Sie die Soziale Arbeit neu.“

Nachdem die ersten Unsicherheiten überwunden waren, wurde unter Begleitung des Studiengangleiters Herrn Prof. Dr. Wildfeuer und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Frau Lake in drei Arbeitsgruppen intensiv gearbeitet, diskutiert und innovatives Denken freigesetzt. 
„Die Arbeitsgruppen boten Raum, die eigene  professionelle Haltung zu reflektieren – was von dem Bestehenden in der Sozialen Arbeit hat sich bewährt, was bedarf einer Veränderung?!“, fasst eine Studierende ihre Erfahrung in den Arbeitsgruppen zusammen. Da die Soziale Arbeit und daher der Begriff der „Sozialen Arbeit“ nicht mehr existent waren, haben die Studierenden einen neuen Begriff für ihr Startup entwickelt: „ITM – Individuumsbezogenes Totalitätsmanagement “.

Das Startup „ITM“ arbeitete zu drei Kernthemen, die aus sich heraus entwickelt und ausgewählt wurden: Äußere Rahmenbedingungen, innere Rahmenbedingungen, Hilfsmittel. Auch wenn nicht mehr von der „Sozialen Arbeit“ gesprochen wurde, ist den Teilnehmer*innen in den Arbeitsgruppen immer wieder die Grenze der eigenen Ausdrucksfähigkeit bewusstgeworden, wenn sie versuchten, ihre neuen Gedanken für das Startup zu formulieren. Es wurde probiert mit bereits inhaltlich besetzten Begriffen Neues zu erklären, was immer wieder zu anregenden Diskussionen führte. Eines wurde ganz deutlich: innovatives Denken und das Auseinandersetzen mit möglichen sozialen Innovationen ist eine große Herausforderung, die durch die offene Kommunikation und Haltung der teilnehmenden Akteur*innen angeregt und gestaltet wird. Am Ende der zwei Tage und nach Durchlauf von verschiedenen Phasen, die zur Gründung eines Startups gehören, stand die Präsentation der Gesamtergebnisse in einem „Pitch“. Auffällig war, dass trotz der neu geschaffenen „ITM“ in der Präsentation der Ergebnisse und der daran anschließenden Diskussion immer wieder Kernelemente und -fragen der bestehenden Sozialen Arbeit offenbar wurden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen für die anregenden, kreativen und innovativen Tage im Haus Altenberg!

Bild
Katrin Lake

Text und Informationen
Prof. Dr. Armin Wildfeuer (Studiengangsleitung) und Katrin Lake (Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Sozialwesens)

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2019