Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

„Every Three Seconds“: KatHO NRW bei der 33. Alzheimer’s Disease International in Chicago (31.10.2018, KatHO NRW)

Lisa Verhaert und Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich (v.l.) bei ihrer Ankunft am Konferenzort in Chicago.

Die beiden KatHO-Vertreterinnen trafen während des Alzheimer’s Disease International auf zahlreiche internationale Kolleg_innen.

Aus dem Institut für Teilhabeforschung der KatHO NRW beteiligten sich Frau Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich und Frau Lisa Verhaert, wissenschaftliche Vertretung für Wolfgang Thiems im Projekt OSHI-PA und dem bereits erfolgreich abgeschlossen Projekt INREGA-DEM, mit zwei Poster-Präsentationen an der 33. Konferenz der „Alzheimer’s Disease International“ (ADI). Die ADI ist eine internationale Föderation von Alzheimerverbänden aus der ganzen Welt und unterhält offizielle Beziehungen zur WHO. Die ADI findet alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt. Dieses Jahr war Chicago vom 26. bis 30. Juli der internationale Treffpunkt für den wissenschaftlichen Austausch von Forschenden als auch für diejenigen, die an Demenz Betroffene sind.

Das Motto der Internationalen Konferenz lautete „Every three seconds“ – so oft erkranken Menschen statistisch weltweit an Demenz. Das Konferenzprogramm beinhaltete viele verschiedene Schwerpunkte zum Thema Demenz, wie z.B. jung an Demenz erkrankte Menschen, medizinische und psychologische Fortschritte der Früherkennung bis hin zu Therapie, Unterstützungs- und Entlastungsangebote für Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen.

Lisa Verhaert präsentierte zwei Poster: Zum einem das Projekt OSHI-PA, das die KatHO Köln in Kooperation mit „Wir Pflegen e.V.“ realisiert. Inhaltlich beschäftigt sich das Projekt mit der Erstellung einer Online-Plattform/App für pflegende Angehörige. Die KatHO NRW führt die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes durch. Das Poster veranschaulichte neben der Fragestellung, wie eine Online-Plattform aus der Nutzerperspektive soziale Teilhabe verbessern könnte, auch erste Ergebnisse einer Online-Befragung, die auf Fokusgruppen basiert. Unter anderem beinhalteten die Ergebnisse Wünsche und Themen, über die sich die pflegenden Angehörigen mithilfe einer Online-Dienstleistung austauschen möchten und die unmittelbar zu einer verbesserten Lebensqualität der versorgenden Angehörigen führen soll.

Das zweite Poster zum Projekt INREGA-DEM beschäftigte sich mit einer systematischen wissenschaftlichen Untersuchung der Einflussfaktoren auf die Inanspruchnahme demenzspezifischer Angebote mit einer modellhaften Erprobung des erweiternden Angebots des DemenzNetz Aachen e.V.. Unter anderem wurde das Nutzerverhalten der versorgenden Angehörigen von Menschen mit Demenz in der Städte-Region Aachen hinsichtlich der Inanspruchnahme vom demenzspezifischen Unterstützungs- und Beratungsangeboten (Nutzerperspektive) sowie die Nutzbarkeit vorhandenen Angebotsstrukturen (Anbieterperspektive) untersucht und dargestellt. Die Studie brachte zu Tage, dass es unterschiedliche Wahrnehmungen zwischen den Anbietern der Produkte und den versorgenden Angehörigen über die Inanspruchnahme von Produkten als auch den Gründen der Barrieren bei nicht Inanspruchnahme gab. Im internationalen Austausch hat vor allem INREGA-DEM große Aufmerksamkeit gewonnen.

Im Zuge der Get-together-Veranstaltung mit Tanz, Musik und Essen gab es ausreichend Gelegenheit, um die internationale Kooperation mit Forschenden mit ähnlichen Interessensschwerpunkten voranzutreiben. Von Beginn der Konferenz an fanden sowohl spannende politische als auch wissenschaftlichen Diskussionen mit den anderen Teilnehmer_innen statt. Durch die Kombination der inhaltlichen Präsentationen der Referenten_innen und die Vernetzung der Wissenschaftler_innen und Betroffenen untereinander, bot die Konferenz zum einen eine Menge inhaltlichen Input und andererseits neue Anregungen für weitere Themen- und Forschungsfelder im Bereich der Versorgungs- und Teilhabeforschung.

Die finanzielle Förderung des Projektes OSHI-PA erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages durch die Bundesregierung. Das Verbundprojekt INREGA-DEM des DemenzNetz Städte Region Aachen e.V. mit der Katholischen Hochschule NRW wurde gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalenund die Landesverbände der Pflegekassen NRW.

 

Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich, l.schirra-weirich(at)katho-nrw.de

Redaktion:
Lisa Verhaert, l.verhaert(at)katho-nrw.de

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