Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Echt krass! – Ausstellung klärt über sexuelle Gewalt auf (24.04.2018, Paderborn)

Dekan Prof. Dr. Michael Böwer, Dekantsreferentin für Jugend und Familie Theresa Bartz, Praktikantin im Dekanat Paderborn Julia Busse (v.l.). Foto: KatHO NRW LMV.

Interaktiver Präventionsparcours ist vom 27. April bis zum 18. Mai an der KatHO, Abt. PB zu sehen.

 

Unterstützung zur Prävention von sexueller Gewalt unter Jugendlichen soll die Wanderausstellung "Echt krass - wo hört der Spaß auf?" bieten. Der interaktive Präventionsparcours des PETZE-Instituts macht vom 27. April bis zum 18. Mai Station im neuen Hörsaal der Abteilung Paderborn.

Sexuelle Übergriffe durch Gleichaltrige gehören für immer mehr Jugendliche zum Alltag. Ein Viertel aller Tatverdächtigen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist unter 21 Jahre alt. 13 Prozent der Mädchen und 3 Prozent der Jungen geben an, bereits sexuelle Gewalt durch andere Jugendliche erlebt zu haben. Die Übergriffe reichen von sexistischen Sprüchen über sexuelle Belästigung bis hin zur Vergewaltigung. Sie finden statt in der Schule, zuhause oder bei Freunden, in der Disco, im Schwimmbad oder verstärkt in den sozialen Medien und über das Handy. Dabei entstehen sexuelle Grenzverletzungen mitunter aus Unwissenheit über Sexualität und den Möglichkeiten der Kontaktaufnahme. Betroffene Jugendliche, aber auch Haupt- und Ehrenamtliche in der Jugendarbeit brauchen Informationen und Orientierung, um Schutz und Hilfe zu finden.

An den fünf Lernstationen mit je drei Wänden und einem Erfahrungsraum im Innern können die Jugendlichen sich ausgiebig mit dem Thema auseinandersetzen. Spielerisch trainieren sie im Mitmachparcours, sexuelle Grenzverletzungen wahrzunehmen, sich gegen Gruppendruck zu behaupten, Übergriffe abzuwehren und frühzeitig Hilfe zu holen. Für Haupt- und Ehrenamtliche in der Jugendarbeit bietet die Ausstellung zahlreiche Ansätze, sich der Thematik zu nähern und die eigenen Strukturen daraufhin zu überprüfen. Zudem zeigt sie Beispiele, wie mit Jugendlichen zur Thematik gearbeitet werden kann.

Geplant sind Schulungen und Führungen für Ehrenamtliche der Jugendarbeit, für die Präventionsbeauftragten der Pastoralen Räume sowie Fachkräfte anderer Träger von Jugendarbeit im Stadt- und Kreisgebiet. Aber auch die Studierenden der KatHO sind natürlich herzlich dazu eingeladen, sich die Ausstellung anzuschauen.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 2. Mai, um 14 Uhr offiziell im AM 001 eröffnet. Alle Studierenden des Standorts sind herzlich eingeladen.

Text: Birger Berbüsse

 

Mehr Infos:
Prof. Dr. Michael Böwer, Dekan FB Sozialwesen
Lisa-Marie Voß, Dekanatsreferentin FB Sozialwesen

 

 

 

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