Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

 

Länderoffene Arbeitsgruppe der KMK tagt an der KatHO (05.04.2018, KatHO NRW)

Im Gespräch (v.l.n.r.): Prof. Dr. Michael Obermaier (KatHO NRW), Prof. Dr. Uwe Uhlendorff (TU Dortmund), Detlef Zech (Regierungsdirektor im Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW), Manfred Müller-Neuendorf (Koreferent Kindheitspädagogische Modellprojekte), Julia March (KatHO NRW).

Vom 19. bis 21. Februar 2018 stellte die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, die Räumlichkeiten für die vom Ministerium für Schule und Bildung NRW initiierte 14. Tagung der Länderoffenen Arbeitsgruppe der KMK, die sich mit Belangen der Fachschulen/Fachakademien für Sozialpädagogik beschäftigt. 32 Vertreter*innen aus verschiedenen Bundesländern trafen zusammen, um die Entwicklung der Erzieher*innenausbildung zu diskutieren.

Die Begrüßung übernahm der Prorektor für Studium und Lehre der KatHO NRW, Herr Prof. Dr. Martin Klein. Insbesondere hieß er den Regierungsdirektor aus dem Referat Fachschule aus dem Ministerium für Schule und Bildung NRW, Herrn Detlef Zech, und Herrn Prof. Dr. Uwe Uhlendorff, von der TU Dortmund, willkommen. Herr Prof. Dr. Klein betonte, basierend auf seiner eigenen Berufsbiografie, sein Interesse an den Entwicklungen in der Frühpädagogik und seine Freude darüber, dass die KatHO, Abteilung Köln, Ort der Arbeitsgruppe sei. Abschließend wünschte er den Teilnehmer*innen eine erfolgreiche Tagung.

Im Anschluss ergriff Herr Detlef Zech vom Ministerium für Schule und Bildung NRW das Wort und hielt einen spannenden Vortrag über die Entwicklung der Erzieher*innenausbildung im Bundesland. Diese sei gekennzeichnet durch einen permanenten Anstieg der Schüler*innenzahlen, wodurch die Fachschulen nun unter Volllast liefen. Während seines Vortrags zeigte er Entwicklungsperspektiven auf - unter anderem für die organisatorische Optimierung des Bildungsganges (der Erzieher*innen), der Lehrer*innenausbildung für Sozialpädagogische Fachschulen sowie die praxisintegrierende bzw. die duale Ausbildung für Erzieher*innen. Als Erfolg führte er an, dass das Niveau der Erzieher*innenausbildung beim Deutschen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen auf die Niveaustufe 6 angehoben wurde. Weiter betonte Herr Zech die bildungspolitischen Ziele, welche sich aus dem neuen Koalitionsvertag NRWs ergeben. Insbesondere geht es dabei um den Erhalt der Qualitätsstandards, auch für die sozialpädagogischen Ausbildungen.

Das Plenum trat daran anschließend in einen lebendigen Austausch.

Als Vertreter der KatHO NRW hielt der Studiengangsleiter für Kindheitspädagogik an der Abteilung Köln, Herr Prof. Dr. Michael Obermaier, mit dem Koreferenten Dipl.-Päd. Manfred Müller-Neuendorf, einen Vortrag zum Thema „Kindheitspädagogische Modellprojekte – Entwicklung und Erprobung eines ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengangs Kindheitspädagogik“. Zusammen gingen sie auf die gestiegenen Anforderungen in der Berufspraxis der Kindheitspädagogik, auf den zunehmenden Fachkräftemangel sowie die Herausforderungen für die Ausbildungspraxis ein.

In einem Fazit wiesen die Referenten auf die aktuellen Stolpersteine kindheitspädagogischer Studiengänge hin und zeigten mit der Vorstellung des ausbildungsintegrierenden Studiengangs „Kindheitspädagogik B.A.“ eine innovative Lösungsmöglichkeit für die vielfältigen Herausforderungen in der Elementarpädagogik auf.

Der an der KatHO NRW, Abteilung Köln, dual konzipierte Studiengang verbindet drei Lernorte (Hochschule, fünf kooperierende Fachschulen für Sozialpädagogik und Praxis) und befähigt zu zwei Abschlüssen: den Abschluss als staatlich anerkannte*n Erzieher*in sowie den Bachelorabschluss des/der staatlich anerkannte*n Kindheitspädagog*in. Mit dem dualen Studiengang wird das Ziel verfolgt, das Ausbildungsniveau der sozialpädagogischen Fachkräfte zu erweitern, vertiefen und zu professionalisieren. Der Abschluss der Kindheitspädagogik eröffnet Aufstiegsmöglichkeiten sowohl für den elementarpädagogischen Bereich wie auch andere Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe.

Zuletzt machte Prof. Dr. Obermaier erste Konturen des vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen finanzierten Projekts „Perspektiven zur Optimierung der berufspraktischen Professionalisierung von Schüler*innen und Studierenden an Fachschulen für Sozialpädagogik in NRW“ sichtbar, das weitere Durchlässigkeiten schaffen soll in Richtung Lehramtsstudium für Berufskollegs und andererseits in Richtung qualifizierte Praxisbegleitung von angehenden Erzieher*innen. Mit dieser Projektperspektivierung schlossen die Referenten ihren Vortrag und eröffneten zugleich eine lebhafte Diskussion.

Im Anschluss an die Vorträge kamen zudem verschiedene Vertreter*innen aus sozialpädagogischen Einrichtungen in einem ‚World Cafe‘ mit den Arbeitsgruppenteilnehmer*innen in zusammen, um aktuelle Themen aus der Praxis in die Weiterentwicklung der Erzieher*innenausbildung einfließen zu lassen. Nach einer gemeinsamen Besprechung der Ergebnisse endete der erste arbeitsreiche Tag.

Am zweiten sowie dritten Tag beschäftigten sich die Teilnehmer*innen der länderoffenen Arbeitsgruppe der KMK intensiv mit der Weiterentwicklung des kompetenzorientierten Qualifikationsprofils. Um Köln näher kennenzulernen, besuchte die Arbeitsgruppe am Nachmittag des zweiten Tages gemeinsam den Kölner Dom, wo sie eine archäologische Führung und anschließend Kölner Köstlichkeiten im Brauhaus genoss.

Die Tagung, so das einstimmige Fazit der Teilnehmer*innen, war trotz der anstrengenden Arbeitsphasen stets in eine lockere, angenehme und kulinarisch ansprechende Atmosphäre eingebettet, wofür die Projektmitarbeiterinnen Alexandra Hähner und Laura Leinz mit ihrer intensiven Begleitung sorgten.

Redaktion & weitere Informationen: Alexandra Hähner, a.haehner(at)katho-nrw.de

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen 2014