Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

Crystal Meth in Familien: Ergebnisse vorgestellt (03.04.2018, KatHO NRW)

Am Montag, den 05.03.2018, stellte das „Deutsche Institut für Sucht- und Präventionsforschung“ (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW mit einer Fachtagung im „Deutschen Hygiene-Museum“ in Dresden, interessierten Fachkräften verschiedener Fachrichtungen, insbesondere der Suchtkrankenversorgung und Jugendhilfe, die ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts „Crystal Meth und Familie II“ der Öffentlichkeit vor. Die von der KatHO NRW veranstaltete Tagung fand im Rahmen des durch das Bundesministerium für Gesundheit geförderten zweieinhalbjährigen Projektes statt.

Die rund 100 Teilnehmer/innen wurden von Projektleiter Prof. Dr. Michael Klein sowie Gaby Kirschbaum, Leiterin des Referates „Sucht und Drogen“ im Bundesministerium für Gesundheit, begrüßt.
Neben Prof. Dr. Michael Klein, der den Projekthintergrund darlegte, referierten anschließend die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des DISuP Dr. Diana Moesgen und Janina Dyba zu den Ergebnissen der Entwicklung und Evaluation des „SHIFT-Elterntrainings“. „SHIFT“ stellt die erste modularisierte Intervention zur Förderung der Elternkompetenz und Familienresilienz, speziell in methamphetamin-belasteten Familien, dar.

Das Programm wurde an sieben Standorten in Sachsen und Thüringen von kooperierenden Sucht- und Jugendhilfeeinrichtungen durchgeführt. In Deutschland sind diese Bundesländer besonders von Crystal Meth-Konsum betroffen.

Die Tagung war des Weiteren geprägt von Gastbeiträgen lokaler Referenten und Referentinnen, u.a. berichtete Prof. Dr. Ulrich Zimmermann der Universitätsklinik Dresden über das Projekt „Mama denk‘ an mich“ und André Dobrig und Katja Hilbig der Stadtmission Chemnitz referierten zum Thema familienorientierte Suchthilfe. In einer gemeinsamen Diskussionsrunde am Ende der Veranstaltung wurden weitere Perspektiven zu Versorgung suchtkranker Eltern und ihrer Kinder erarbeitet. Dr. Kristin Ferse, Suchtbeauftragte der Stadt, legte außerdem die weitere Planung zum SHIFT-Elterntraining am Standort Dresden dar. 

Das im Projekt entwickelte SHIFT Elterntraining soll nun nachhaltig im Bereich der Suchtkrankenversorgung implementiert werden. Eine Veröffentlichung des Manuals über einen Fachverlag ist noch für das Jahr 2018 vorgesehen.

Für weitere Informationen:
Prof. Dr. Michael Klein, Dr. Diana Moesgen, Janina Dyba
Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung
shift(at)katho-nrw.de

Redaktion:
Holger Walz, h.walz(at)katho-nrw.de

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