Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

 

„Wir haben täglich die ganze Welt im Büro.“ (21.12.2017, Paderborn)

Die Studierenden des Studienprojekts "Vielfalt in der Sozialen Arbeit" mit den Mitarbeiterinnen des AWO-Jugendmigrationsdienstes, Iolanda Cirivello (v.l.), Daniela Daus (h.l.) und Katerina Cirivello (4.v.l.). Foto: Michaela Quente.

Paderborner Erstsemester-Studierende zu Besuch beim AWO-Jugendmigrationsdienst

Erste Eindrücke der Praxis konnten die Teilnehmer_innen des Paderborner Studienprojekts „Vielfalt in der Sozialen Arbeit“, unter der Leitung der Lehrbeauftragten Michaela Quente, M.A., im Rahmen der Studieneingangsphase gewinnen. In verschiedenen Seminareinheiten setzen sich die Studierenden der Sozialen Arbeit ein Semester lang theoretisch mit den Begrifflichkeiten der Vielfalt und Verschiedenheit in der Sozialen Arbeit auseinander. Bei einem Besuch des Jugendmigrationsdienstes der AWO Hochsauerland/Soest in Lippstadt, fand ein Austausch der Studierenden mit den Mitarbeiterinnen zu dem Thema ‚Vielfalt in der Praxis der Sozialen Arbeit‘ statt. Die Adressat_innen des AWO-Jugendmigrationsdienstes sind junge Menschen bis zu einem Alter von 27 Jahren mit einem Migrationshintergrund. So vielfältig wie die Menschen, die die Beratung und die Angebote des Jugendmigrationsdienstes in Anspruch nehmen, so vielfältig ist auch der Alltag in der Praxis, „kein Tag ist wie der Andere“, so Katerina Cirivello, die mit ihren Kolleginnen die Struktur und Angebote der Einrichtung vorstellte. Daniela Daus stellte im Anschluss die Ehrenamtsprojekte vor, in denen sowohl Menschen mit Fluchterfahrung als auch Lippstädter Familien mit Migrationshintergrund Unterstützung erfahren. „Vielfalt ist die größte Herausforderung in unserem Alltag“, weiß Iolanda Cirivello zu berichten und erläutert, wie wichtig gute Netzwerke und Lobbyarbeit in der Sozialen Arbeit sind. Die Mitarbeiterinnen geben in diesem Zusammenhang dem interkulturellen Training eine große Bedeutung und machen deutlich, dass „der Glaube an Vielfalt dort aufhört, wo jemand die Grenzen des Anderen verletzt.“

Die Studierenden zeigten sich hoch zufrieden über den Praxisbesuch, die Informationen und die Vielfältigkeit der Angebote: „Es war mega interessant“. Im Rahmen des forschenden Lernens werden sie in den nächsten Wochen Fragestellungen für die Praxisphase erarbeiten und in unterschiedlichen Handlungsfeldern erkunden, an welchen Stellen Vielfalt und Verschiedenheit in der Sozialen Arbeit eine Rolle spielen.

Text: Michaela Quente

AWO-Jugendmigrationsdienst Kreis Soest

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