Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

Hochschule 4.0 gestalten, Forschungstransfer stärken (22.11.2017, KatHO NRW)

Rund 150 ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und ReferentInnen folgten der Einladung der Hochschulleitung zur Dienstbesprechung.

Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer referierte über die Chancen einer digitalisierten Lehre.

Prorektorin Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich informierte über das Förderprogramm „Innovative Hochschule“.

Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger berichtete über aktuelle Entwicklungen an der KatHO NRW.

Kanzler Bernward Robrecht machte deutlich, wie sehr die Hochschule in den letzten zehn Jahren gewachsen sei.

Die Hochschulleitung überreichte den neuberufenen Professorinnen ihre Urkunden: Dr. Grit Höppner (Abteilung Münster), Dr. Annette Müller und Dr. Heike Wiemert (beide Köln) (v.l.n.r.).

Mit dem Entwicklungsthema „Digitalisierung der Lehre“ sowie dem von Bund und Ländern geförderten Projekt „Innovative Hochschule“ befasste sich das versammelte Kollegium der Katholischen Hochschule NRW auf seiner diesjährigen Dienstbesprechung. Gastgeberin der zweitägigen Veranstaltung am 16. und 17.11.2017 war die KatHO-Abteilung Köln.

Rund 150 ProfessorInnen, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und ReferentInnen folgten dem Gastvortrag von Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, der erst kürzlich als Wissenschaftler der Informationstechnik in die „Hall of Fame der deutschen Forschung“ berufen wurde. Der 76-jährige IT-Pionier sieht große Chancen in einer digitalisierten Lehre: Studierende könnten an einer „Hochschule 4.0“ zeit- und ortsunabhängig sowie dem individuellen Wissensstand angepasst lernen – anders also als dies in Vorlesungen möglich sei. Wenn sich Lehrbereiche zunehmend ins Netz verlagerten, hätten ProfessorInnen zudem mehr Ressourcen, um ihre Studierenden als „Coach“ individuell weiterzuentwickeln. Auch der Bedarf an einem lebenslangen Lernen ließe sich mit den digitalen Techniken besser bedienen. In der anschließenden von Prorektor Dr. Martin Klein moderierten Diskussion rief Scheer Befürworter wie Kritiker dazu auf: „Bestimmen Sie diese Technik so mit, dass sie zu Ihrer Kultur passt. Gehen Sie die digitalen Innovationen aus Ihrem Bedürfnis als Hochschule heraus an!“

Anfang 2018 startet die KatHO NRW im Verbund mit der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (EvH RWL) das „Transfernetzwerk Soziale Innovation (s_inn)“. Dessen Konzept hatte die Jury des Förderprogramms „Innovative Hochschule“ überzeugt. Nun stellte Prorektorin Dr. Liane Schirra-Weirich die Ziele und Projektbausteine vor: Kernanliegen des Netzwerkes ist ein Prozess, in dem kommunale, kirchliche und freie Träger gesellschaftliche Herausforderungen aufzeigen und Hochschule diese in ihrer Forschung aufgreift. Die gewonnenen Erkenntnisse wiederum werden in Pilotprojekten und anderen Transferaktivitäten für die Gesellschaft nutzbar gemacht. Dr. Eberhard Funk vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge, der einer der gesellschaftlichen Kooperationspartner sein wird, betonte in seinem Gastvortrag: Träger und Hochschulen müssten ihre gegenseitigen Erwartungen und Bedarfe abgleichen, damit dieser „Transfer auf Augenhöhe“ gut gelinge. Im Anschluss erarbeiteten die ProfessorInnen mögliche Forschungsfragen zu den vier Feldern alternde Gesellschaft, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte und die zunehmende gesellschaftliche Spaltung.

Neben den beiden inhaltlichen Schwerpunkten berichtete die Hochschulleitung über aktuelle Entwicklungen an der KatHO NRW: Rektor Dr. Hans Hobelsberger kündigte an, den Forschungstransfer, jetzt zusätzlich bestärkt durch die „Innovative Hochschule“, sowie die Digitalisierung der Lehre und die Internationalisierung als strategische Schwerpunkte für die kommenden Jahre fortzuführen. Zudem würdigte er eine besondere positive Entwicklung: Mittlerweile 50 Studierende mit einem Flüchtlingsstatus seien eingeschrieben. Kanzler Bernward Robrecht machte deutlich, wie sehr die Hochschule in den letzten zehn Jahren gewachsen sei, nämlich 30 bis 50 Prozent – je nach Bezugsgröße. Außerdem führe die KatHO mit einem Anteil von 60 Prozent Frauen im wissenschaftlichen Personal (d.h. ProfessorInnen und Wissenschaftliche MitarbeiterInnen) einen Spitzenwert.

Vor dem versammelten Kollegium begrüßte die Hochschulleitung die neu berufenen Professorinnen Dr. Grit Höppner (Abteilung Münster), Dr. Annette Müller und Dr. Heike Wiemert (beide Köln) und überreichte ihnen Urkunden. Zum Rahmenprogramm der zweitägigen Veranstaltung gehörten außerdem ein Gottesdienst in der St. Agnes-Kirche und eine abendliche Schiffstour auf dem Rhein.

Video-Impressionen zur Dienstbesprechung 2017 finden Sie auf dem Youtube-Kanal der KatHO NRW.


Redaktion und weitere Informationen
: Holger Walz, h.walz(at)katho-nrw.de
Fotos: Julia Uehren

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