Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen Catholic University of Applied Sciences

 

„Gut für das Lernen und Leben an der KatHO“ (27.10.2017, KatHO NRW)

Prof. Dr. Volker Peckhaus, Universität Paderborn

Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Rektor KatHO NRW

RaumKreuz

Am Donnerstag, den 26.10.2017, eröffnete die KatHO NRW einen Erweiterungsbau mit großem Hörsaal in der Abteilung Paderborn.

Auf Einladung der Hochschulleitung versammelten sich rund 200 Gäste in dem neuen Hörsaal – unter ihnen der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Land und Kirche sowie natürlich Studierende und Lehrende der Abteilung Paderborn.

Abteilungssprecher Prof. Dr. Kai Gallus Sander erinnerte in seiner Begrüßung an die Grundsteinlegung, die vor genau einem Jahr und zwei Tagen an gleicher Stelle – „nur ein paar Meter tiefer“ – gefeiert wurde. Bereits seit einigen Tagen laufe der Lehrbetrieb und der Hörsaal werde sehr gut angenommen; es sei also ein sehr zügiges und erfolgreiches Bauvorhaben gewesen.

Erzbischof Becker betrat zum ersten Mal den neuen Hörsaal und war begeistert von der Atmosphäre des Raumes und dem professionell durchgeführten Bauprojekt. Bevor er das Hochschulgebäude segnete, hörten die Gäste eine Lesung aus dem 1. Korintherbrief: „Davon reden wir nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern in Worten wie der Geist sie lehrt.“

Den anschließenden Festvortrag „Humane Bildung als gemeinsame Aufgabe“ hielt Prof. Dr. Volker Peckhaus, der Dekan der kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Paderborn: Die humane Bildung (nach Julian Nida-Rümelin) habe nicht das reine Wissen zum Ziel, sondern eine Vernunftfähigkeit. Der Mensch solle zum „Autor des eigenen Lebens“ werden und Verantwortung für sich übernehmen. Dieses Bildungsverständnis sei eine gemeinsame Aufgabe. Demzufolge hob Peckhaus erfreut hervor, dass Bildungsinstitutionen in der Region, wie z.B. die KatHO und seine Fakultät, verstärkt miteinander kooperieren und sich gemeinsam ihren Bildungsaufgaben widmen.

Ein Filmbeitrag von Jennifer Jung (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) fasste kurzweilig Grußworte und Erinnerungen aus der Bauphase zusammen: Unter anderem bedankte sich Bürgermeister Michael Dreier für den schönen Bau im Zentrum der Stadt und Bernward Robrecht, Kanzler der Hochschule, erklärte, die KatHO habe mit der Erweiterung auf die stark angestiegenen Studierendenzahlen reagiert. Benjamin Zweig (Architekturbüro Bieling) erinnerte an den völlig unerwarteten Bombenfund noch im August dieses Jahres und AStA-Vertreterin Alexandra Theilmeier freute sich über den lichtdurchfluteten Bau und die nun kürzeren Wege für Studierende. Der neue Hörsaal sei gut für das Lernen und Leben an der KatHO.

Schließlich richtete Prof. Dr. Hans Hobelsberger als Rektor der KatHO NRW ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, Kooperationspartner und KatHO-Mitarbeitenden, durch deren Wirken das neue Gebäude erst möglich wurde – allen voran dem Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt für die Finanzierung durch das Erzbistum Paderborn sowie dem Architekturbüro Bieling für die Planung und Durchführung. Hobelsberger wünschte, dass dieser Hörsaal eine „Heterotopie“ (Michel Foucault) werde – also ein Raum, der Utopien schaffen kann und als Gegenplatzierung in den realen gesellschaftlichen Verhältnisse wirksam ist. „Die Gesellschaft braucht mehr Hörsäle!“

Der neue Hörsaal in der Abteilung Paderborn bietet Platz für bis zu 250 Personen; ein weiterer Raum nimmt 80 Personen auf und kann durch eine mobile Wand unterteilt werden. Diese 500 Quadratmeter Nutzfläche machen den KatHO-Bau zum größten Veranstaltungsgebäude in Paderborn, daher werden auch Stadt und Kirche dort Feierlichkeiten ausrichten. Eine künstlerische Installation von Prof. Hermann Böning projiziert in unaufdringlicher Weise ein dreidimensionales Kreuz in den neuen Innenraum, dessen sechs Berührungspunkte mit der Außenhaut durch kleine Bronzekreuze gekennzeichnet sind. Die Vorstellungskraft der wahrnehmenden Menschen lässt das „RaumKreuz“ nachzeichnen und den Hörsaal damit sinnstiftend aufladen. 

Der eingeschossige Erweiterungsbau ist mit seiner Fassade aus Holz und Kupfer sowie dem begrünten Dach gut in den Park des Erzbischöflichen Priesterseminars integriert und über einen Steg mit dem historischen Hauptgebäude verbunden. Ökologie, Barrierefreiheit sowie der Einsatz moderner Technik waren die Gestaltungsprinzipien des Architekturbüro Bieling aus Kassel; die Gesamtkosten von 4 Millionen Euro trug das Erzbistum Paderborn.

Link zum Zusammenschnitt: youtu.be/icKx5m7OV04

Holger Walz, 27.10.2017 

h.walz@katho-nrw.de

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